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  4. Donald Trumps turbulente politische Karriere: Von Skandalen zur Präsidentschaftskandidatur

US-Präsidentschaft 2025Donald Trumps turbulente politische Karriere

2024 gewann Donald Trump die US-Präsidentschaftswahl. Er wurde – trotz zahlreicher Kontroversen und rechtlicher Herausforderungen – am 20. Januar 2025 als 47. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Ein Blick auf seine Karriere und seine Skandale.Nora Balmann 27.01.2025 - 16:00 Uhr
Foto: dpa

Ehefrau und Kinder

Donald Trump ging dreimal den Bund der Ehe ein: 1977 mit dem tschechischen Model Ivana Marie Zelníčková, 1993 mit der amerikanischen Schauspielerin Marla Maples und 2005 mit dem slowenischen Model Melania Knauss. Der Vater von zwei Töchtern und drei Söhnen, die im Alter von 10 bis 39 Jahren sind, ist zudem achtfacher Großvater. Sein ältester Sohn ist Donald Jr., das jüngste Kind ist Barron (Bild).

Foto: imago images

Alter und Laufbahn

Donald Trump wurde am 14. Juni 1946 als das vierte von insgesamt fünf Kindern in Queens geboren. Sein Vater Fred C. Trump (r.) war ein Bauunternehmer und Immobilienhändler. Nach seinem Wirtschaftsstudium folgte Donald Trump den Spuren seines Vaters und übernahm die Familiengeschäfte.

Foto: AP

Seine Karriere als Unternehmer

Schnell stürzte sich Donald Trump in umfangreiche Immobilienprojekte. Allerdings brachten riskante Investitionen ihm den Ruf eines kontroversen Immobilienentwicklers ein. Laut der „New York Times“ musste er 1995 sogar ein Defizit von 916 Millionen Dollar steuerlich geltend machen.

Dennoch überwand er die Krise und sein Unternehmen kehrte zu profitablen Geschäften zurück. Sein Name schmückt nach wie vor große Bauprojekte, darunter den Trump World Tower in New York und das Trump International Hotel and Tower in Chicago (Foto). Außerdem führt er eine eigene Hotelkette. Nebenbei investierte Trump in verschiedene Sportarten wie Golf oder American Football und steckte Geld in Medienunternehmen. Dabei nutzte er die Gelegenheit, selbst als Autor, Kommentator oder Schauspieler medial präsent zu sein.

Foto: REUTERS

Trumps sprunghafte politische Karriere

Auch politischen verzeichnet Donald Trump eine wechselhafte Karriere. Im Jahr 1987 trat er den Republikanern bei, wechselte 2001 zur Independence Party und schloss sich danach den Demokraten an. Schließlich kehrte er 2009 zu den Republikanern zurück.

Im Jahr 2015 verkündete Donald Trump seine Absicht, als US-Präsidentschaftskandidat anzutreten. Sein inhaltlicher Fokus lag auf Themen wie der Ablehnung bestehender Freihandelsabkommen, dem Bau einer Mauer zu Mexiko und der Schaffung neuer Arbeitsplätze. Dabei verfolgte er stets das Motto America First”.

Foto: imago images

Wahl zum 45. US-Präsidenten

Im Juli 2016 wurde Donald Trump von den Republikanern zum offiziellen Präsidentschaftskandidaten gewählt (hier zu sehen mit seiner Familie). Im Wahlkampf musste er sich nur noch gegen seine Kontrahentin Hillary Clinton durchsetzen – und tatsächlich gewann er am 8. November die US-Wahl. Obwohl Hillary Clinton mit 65,4 Millionen Stimmen etwa 2,6 Millionen Stimmen mehr als Donald Trump (62,8 Millionen Stimmen) erhielt, führte das US-Wahlsystem dazu, dass sie im „Electoral College“, dem Wahlleutegremium, nur 232 Wahlleute erreichte, während Trump 306 Wahlleute erhielt. Am 20. Januar 2017 legte Donald Trump schließlich seinen Amtseid ab und wurde offiziell der 45. Präsident der USA.

Foto: REUTERS

Trump in der Ukraine-Affäre

Donald Trumps politische Karriere wurde von einigen Skandalen überschattet. Der erste Vorwurf lautete Amtsmissbrauch: In der sogenannten Ukraine-Affäre wurde ihm vorgeworfen, in einem Telefonat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj dazu gedrängt zu haben, gegen seinen politischen Rivalen Joe Biden und dessen Sohn Hunter wegen Korruptionsvorwürfen ermitteln zu lassen. Ziel war es, sich Vorteile bei der US-Präsidentschaftswahl 2020 zu verschaffen. Im Februar 2020 wurde Trump vom Senat freigesprochen.

Foto: dpa

Der Sturm auf das Kapitol

Trumps Wiederwahl scheiterte im November 2020 am Demokraten Joe Biden. Doch Trump wollte die Niederlage nicht wahrhaben. Nach einer aufstachelnden Rede drangen am 6. Januar 2021 schließlich Hunderte seiner Anhänger gewaltsam in den Sitz des US-Kongresses in Washington ein. Das Ziel der Angreifer: Den Senat und das Repräsentantenhaus an der förmlichen Bestätigung des Sieges von Joe Biden zu hindern und Trump damit verfassungswidrig zur Fortsetzung seiner Präsidentschaft zu verhelfen. Gegen Trump wurde wenige Tage später ein zweites Amtsenthebungsverfahren eröffnet, das aber später mit einem Freispruch endete, weil statt der nötigen Zweidrittelmehrheit nur 57 von 100 Senatoren Trump der Anstiftung zum Aufruhr für schuldig befanden. Ein Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses kam im Dezember 2022 zu dem Schluss, dass die Gewaltakte von Trump selbst initiiert worden seien, um die friedliche Machtübergabe an Joe Biden zu verhindern.

Foto: REUTERS

Attentat auf Donald Trump

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania am 13. Juli kam es zu Schüssen auf Donald Trump. Eine der Kugeln hatte Trump am oberen rechten Rand seines Ohrs getroffen, wie er am gleichen Abend über Truth Social bekanntgab. 

Der Schütze Thomas Matthew Crooks, ein 20-jähriger aus Pennsylvania, wurde von Sicherheitskräften getötet.

Foto: AP

Präsidentschaftskandidatur 2024

Donald Trump hat die US-Präsidentschaftswahl am 5. November 2024 gewonnen. Nach Joe Bidens überraschendem Rückzug aus dem Präsidentschaftsrennen trat Vizepräsidentin Kamala Harris als demokratische Kandidatin gegen den Republikaner Trump an. Trump, der zusammen mit seinem Vizepräsidentschaftskandidaten Senator J.D. Vance antrat, wurde am 20. Januar 2025 als 47. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt und hat damit Joe Biden im Amt abgelöst.

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