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US-Wahl 2024Harris will mit Minnesota-Gouverneur in Wahlkampf ziehen

Präsidentschaftskandidatin Harris macht es offiziell: Sie startet mit dem Gouverneur Tim Walz aus Minnesota ins Rennen um das Weiße Haus. „Lasst uns jetzt mit der Arbeit loslegen.“ 06.08.2024 - 17:30 Uhr aktualisiert Quelle: dpa

Tim Walz.

Foto: imago images

Kamala Harris hat den Gouverneur des Bundesstaats Minnesota, Tim Walz, als ihren Vizekandidaten für die US-Präsidentschaftswahl im November auserkoren. Das teilte die Demokratin über die Plattform X und bei Instagram mit. Zuvor hatten bereits etliche US-Medien unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen über die Entscheidung berichtet.

„Was mich an Tim beeindruckt, ist seine tief sitzende Überzeugung, für Familien der Mittelschicht zu kämpfen“, teilte Harris über Instagram mit. Sie ging tiefer auf Walz' familiären Hintergrund ein und pries dessen politische Erfolge an. „Wir werden ein großartiges Team sein“, schrieb sie weiter. „Wir werden diese Wahl gewinnen.“ Bei X fügte Harris hinzu: „Lasst uns jetzt mit der Arbeit loslegen.“ Sie verband die Ankündigung mit einem Spendenaufruf an ihre Unterstützer.

Mit Walz will Harris offenbar auf eine Stärkung der Demokraten im Mittleren Westen setzen. Der 60-jährige Walz ist seit 2019 Gouverneur des Bundesstaats Minnesota und saß vorher viele Jahre als Abgeordneter im Repräsentantenhaus. Vor seiner politischen Laufbahn war er Lehrer. Der zweifache Vater hat kein starkes nationales Profil, ist aber bekannt für seine bodenständige und direkte Art, politische Botschaften zu transportieren.

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Die 59-jährige Harris will bei der Wahl im November gegen den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump antreten. Der 78-Jährige wiederum hat sich als Vizekandidaten den Senator J.D. Vance aus dem Bundesstaat Ohio an seine Seite geholt, der in den vergangenen Wochen jedoch einen holprigen Start hinlegte.

Mit Walz will Harris nun offenbar auf eine Stärkung der Demokraten im Mittleren Westen setzen. Der 60-jährige Walz ist seit 2019 Gouverneur des Bundesstaats Minnesota und saß vorher viele Jahre als Abgeordneter im Repräsentantenhaus. Vor seiner politischen Laufbahn war er Lehrer. Der zweifache Vater hat kein starkes nationales Profil, ist aber bekannt für seine bodenständige und direkte Art, politische Botschaften zu transportieren.

Vizepräsident: Kein einfaches Amt

Das Amt des Vizepräsidenten ist generell kein einfaches: Aufgabe des Stellvertreters ist es, die Politik des Präsidenten anzupreisen und zu vertreten, gleichzeitig eigene Akzente zu setzen, ohne aber dem Chef die Schau zu stehlen, keine Patzer zu machen, ohne aber selbst zu sehr zu glänzen. Harris selbst konnte auf dem Posten – als Vize des demokratischen Amtsinhabers Joe Biden – in den vergangenen dreieinhalb Jahren nicht punkten und blieb eher blass. Sie war als erste Frau und erste Schwarze in der US-Geschichte auf das Vizepräsidentenamt aufgerückt.
Im Juli war sie schließlich in einer dramatischen Wende zur Frontfrau der Demokraten geworden, nachdem sich Biden aus dem Wahlkampf zurückgezogen hatte. Der 81-Jährige war wegen seines Alters und Zweifeln an seiner mentalen Fitness in den eigenen Reihen unter Druck geraten und hatte schließlich seinen Rückzug aus dem Präsidentschaftsrennen verkündet. Biden schlug direkt bei seinem Ausstieg seine Stellvertreterin als Ersatzkandidatin vor, und die Partei versammelte sich im Eiltempo hinter ihr. Per Online-Abstimmung wurde sie offiziell als Präsidentschaftskandidatin der Partei nominiert.

Duo Harris und Walz tritt erstmals gemeinsam auf

Vom 19. bis 22. August kommen die Demokraten zu einem großen Parteitag in Chicago zusammen. Harris' offizielle Nominierung hätte eigentlich dort stattgefunden, wurde aus bürokratischen Gründen aber vorgezogen und digital abgewickelt. Die Versammlung in Chicago dürfte die Partei nun vor allem nutzen, um Harris und ihren neuen Vize mit viel Show und Pomp zu zelebrieren und Schwung für den weiteren Wahlkampf zu geben.

Vor dem Parteitag planen Harris und Walz in den kommenden Tagen eine Blitz-Wahlkampftour durch die sieben am meisten umkämpften Bundesstaaten: Pennsylvania, Wisconsin, Michigan, North Carolina, Georgia, Arizona und Nevada. In diesen sogenannten Swing States steht nicht schon vorab fest, ob aus Tradition der Kandidat der Republikaner oder der Demokraten siegen wird. Deshalb sind diese Bundesstaaten wahlentscheidend. Der erste gemeinsame Auftritt des Duos steht am Dienstagabend (Ortszeit) in Philadelphia an.

Lesen Sie auch: Biden verzichtet. Harris kandidiert. Trump schäumt.

dpa
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