USA: US-Regierung stoppt Millionenförderung für Offshore-Windprojekte
Das US-Verkehrsministerium hat Bundesmittel in Höhe von 679 Millionen Dollar für ein Dutzend Offshore-Windprojekte gestrichen. Betroffen waren Projekte in elf Staaten, darunter 435 Millionen Dollar für einen schwimmenden Windpark in Nordkalifornien und 47 Millionen Dollar zur Förderung eines Offshore-Windprojekts in Maryland.
Die Windprojekte verbrauchten Ressourcen, die zur Wiederbelebung der amerikanischen Schifffahrtsindustrie eingesetzt werden könnten, teilte Verkehrsminister Sean Duffy mit. „Dank Präsident Trump priorisieren wir echte Infrastrukturverbesserungen gegenüber Fantasie-Windprojekten, die viel kosten und wenig bringen.“ Die gestrichenen Mittel würden, soweit möglich, für die Modernisierung von Häfen und anderer Infrastruktur in den USA verwendet, erklärte das Verkehrsministerium.
Der kalifornische Abgeordnete Jared Huffman, führender Demokrat im Ausschuss für natürliche Ressourcen des Repräsentantenhauses, bezeichnete Duffys Vorgehen als empörend und zutiefst enttäuschend. Trump und sein Kabinett hegten einen hartnäckigen und rätselhaften Hass auf saubere Energie, sagte Huffman in einem Interview. „Sie sind bereit, Tausende Arbeitsplätze und einen ganzen Sektor zu vernichten, der den amerikanischen Verbrauchern günstigen und zuverlässigen Strom liefern kann.“
Trump hat in der Vergangenheit seine Ablehnung der Windkraft mehr als deutlich gemacht. Er bezeichnete sie mehrfach als hässliche und teure Energieform, die kluge Länder nicht nutzten. Trump setzt stattdessen auf fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Erdgas, die Treibhausgase freisetzen und so zur Erderwärmung beitragen.
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