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WarenaustauschChinas Handelsüberschuss mit USA auf Rekordhoch

Der Handelsstreit spitzt sich zu, aber Chinas Exportüberschuss im Warenaustausch mit den USA lag im September bei 34,1 Milliarden Dollar. Ein Rekordwert, über den Trump wenig erfreut sein dürfte. 12.10.2018 - 10:08 Uhr

Seit Jahresbeginn summiert sich Chinas Überschuss auf fast 226 Milliarden Dollar - vor einem Jahr waren es noch rund 30 Milliarden weniger.

Foto: AP

Trotz des immer schärfer werdenden Handelsstreits ist Chinas Exportüberschuss im Warenaustausch mit den USA auf ein Rekordhoch gestiegen. Im September lag er bei 34,1 Milliarden Dollar und damit gut drei Milliarden Dollar höher als im August, wie die chinesische Zollbehörde am Freitag mitteilten. Seit Jahresbeginn summiert sich der Überschuss damit auf fast 226 Milliarden Dollar - vor einem Jahr waren es noch rund 30 Milliarden weniger. US-Präsident Donald Trump stört sich schon lange daran, dass sein Land weit mehr aus China importiert als dorthin verkauft. Die beiden weltweit führenden Volkswirtschaften haben sich gegenseitig mit Strafzöllen auf Güter im Wert von Hunderten Milliarden Dollar überzogen.

Dennoch legten die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten um 14 Prozent zu, während die Importe von dort um 2,3 Prozent abnahmen. Experten erklären das Exportplus damit, dass US-Unternehmen drohende Strafzölle umgehen wollten und daher verstärkt in der Volksrepublik einkauften. „Es ist ziemlich offensichtlich für mich, dass Käufe vorgezogen wurden“, sagte ANZ-Ökonomin Betty Wang. So legten insbesondere die Lieferungen von elektrischen Geräten zu, aber auch die von Bekleidung, Möbeln und Halbleitern. Dies könne dazu führen, dass die Geschäfte im aktuellen vierten Quartal dann nicht mehr so gut laufen, sagte Wang. Auch die Zollbehörde rechnet im Schlussquartal mit einer schwächeren Entwicklung.

Bislang haben die USA chinesische Produkte in Höhe von 250 Milliarden Dollar mit Strafzöllen belegt. Die schwächere Landeswährung Yuan, die in diesem Jahr etwa sechs Prozent zum Dollar abgewertet hat, dürfte einen Teil der Mehrkosten für die chinesischen Unternehmen wieder wettgemacht haben.

Die gesamten chinesischen Ausfuhren legten im September um 14,5 Prozent verglichen mit dem Vorjahr zu und damit deutlich stärker als von Reuters befragte Analysten erwartet hatten. Die Importe stiegen zugleich um 14,3 Prozent. „Die chinesischen Exporte schlagen sich angesichts der eskalierenden Handelsspannungen und der kühleren Weltkonjunktur bislang recht gut“, sagte Ökonom Julian Evans-Pritchard von Capital Economics. „Da sich die weltweite Konjunktur in den kommenden Monaten aber weiter eintrüben dürfte und die US-Strafzölle künftig stärker bremsen sollten, wird die Widerstandsfähigkeit der Exporteure wohl nicht nachhaltig sein.“

rtr
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