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„Zeit, die Fackel weiterzureichen“Wie Joe Biden seinen Rückzieher begründet

Nach einer dramatischen Entscheidung zum Rückzug aus dem Präsidentschaftsrennen meldet sich Joe Biden das erste Mal in einer Rede. Er erklärt seine Gründe – und was er in der verbleibenden Zeit noch vorhat. 25.07.2024 - 06:34 Uhr

Präsident Joe Biden spricht aus dem Weißen Haus.

Foto: AP

US-Präsident Joe Biden hat sich in einer Rede aus dem Oval Office erstmals zu seinem überraschenden Rückzug aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur 2024 geäußert. „Ich habe entschieden, dass es der beste Weg nach vorn ist, die Fackel an eine neue Generation weiterzureichen“, sagte der 81-Jährige am Mittwochabend (Ortszeit). Dies sei der beste Weg, um die Nation zu einen. Biden betonte in seiner Rede die Bedeutung der Demokratie. „In Amerika herrschen keine Könige oder Diktatoren. Das Volk regiert. Die Geschichte liegt in Ihren Händen. Die Macht liegt in Ihren Händen.“ Die Nation stehe vor einer entscheidenden Wahl zwischen Hoffnung und Hass. Biden bekräftigte seine Unterstützung für Kamala Harris. Sie sei „erfahren, hartnäckig und fähig“. Es liege nun in den Händen der Amerikaner, ihre Republik zu bewahren. Biden kündigte zudem eine Reform des Obersten Gerichtshofs an, ohne Details zu nennen. Außenpolitisch bekräftigte er die weitere Unterstützung für die Ukraine und sein Engagement für ein Ende des Krieges in Gaza.

Der Präsident sah sich in den vergangenen Wochen zunehmendem Druck aus den eigenen Reihen ausgesetzt, nachdem eine schwache Debattenleistung Ende Juni Zweifel an seiner geistigen Fitness für eine zweite Amtszeit geweckt hatte. Das Weiße Haus hatte kognitive Probleme stets dementiert. Biden versicherte, er werde sich in den verbleibenden sechs Monaten seiner Amtszeit voll auf seine Aufgaben als Präsident konzentrieren. „Ich verehre dieses Amt“, sagte Biden. „Aber ich liebe mein Land mehr.“

Der 81-Jährige hatte am Wochenende darauf verzichtet, bei der Wahl im November erneut gegen Ex-Präsident Trump anzutreten. Biden erklärte anschließend, Vizepräsidentin Kamala Harris als Spitzenkandidatin der Demokraten zu unterstützen.

Mit seinem Rückzug geht eine Ära in der amerikanischen Politik zu Ende. Biden wurde 1972 im Alter von 29 Jahren in den Senat gewählt und war damit einer der jüngsten US-Senatoren der Geschichte. Nach mehr als 50 Jahren in der Politik wird er am 20. Januar 2025 als dienstältester US-Präsident aus dem Weißen Haus ausscheiden.

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dpa
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