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200. Geburtstag von Karl Marx Nahles: Marx für die SPD nach wie vor aktuell

Für die Sozialdemokraten ist Karl Marx nach wie vor aktuell. Das sagt zumindest Parteichefin Nahles bei den Feierlichkeiten zu seinem 200. Geburtstag.

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SPD-Parteichefin Andrea Nahles sieht die SPD nicht als marxistische Weltanschauungspartei. Aktuell ist Marx für die Sozialdemokraten auch 200 Jahre nach seiner Geburt. Quelle: dpa

Trier Für die Sozialdemokraten ist Karl Marx nach Worten der SPD Chefin Andrea Nahles nach wie vor aktuell. „Marx hat die Sozialdemokratie geprägt wie kein anderer“, sagte Nahles am Samstag in Trier bei einer Feier zum 200. Geburtstag des Denkers. Bis zum Godesberger Programm von 1959 habe sich die SPD als eine marxistische Partei verstanden. „Heute ist die SPD natürlich längst keine marxistische Weltanschauungspartei mehr, doch in ihrem Begründungspluralismus gehören auch Marx und seine Betrachtungen nach wie vor dazu“, sagte Nahles.

Die Politik stehe heute durch die Digitalisierung vor neuen Fragen. „Und ich denke, es wäre gut wenn wir uns an dieser Stelle die Mühe machten, Marx in einigen seiner Grundanalysen auch heute in die Gegenwart zu übersetzen“, sagte die SPD-Chefin. In der Tradition der Arbeiterbewegung liege es, zu versuchen, „die technologischen Veränderungen, die destruktiven Veränderungen die mit der Digitalisierung kommen, jetzt auch wieder in den Dienst des Menschen zu stellen und für die Menschen zum Nutzen zu gestalten“.

Sie fügte hinzu: „Ich denke deswegen, an dieser Stelle ist Marx aktuell. Wir brauchen einen solidarischen globalen Ordnungsrahmen.“ Marx sei von einigen genutzt worden, „um Gewalt und Diktatur auf dem Weg zum Kommunismus zu rechtfertigen“. Die SPD habe sich hingegen „auf den parlamentarisch-demokratischen Weg zu einer solidarischen Gesellschaft“ begeben.

„Und diese Verbundenheit mit diesem demokratischen Ansatz, dafür findet man bei Marx und Engels ein solides Fundament auch in ihren Schriften“, sagte Nahles. „Und die Vereinnahmung für die Diktatur und nicht für die Demokratie - das zumindest lassen wir auch an diesem 200. Geburtstag nicht unwidersprochen. In diesem Sinn ist er auch Teil unserer Geschichte, der sozialdemokratischen Geschichte.“

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