3 Minuten WiWo: E-Auto-Pleite, Energiewende-Bericht, Lindners Riesenaufgabe: Ihr Update am Abend
Steht vor großen Herausforderungen: Christian Lindner (FDP), Bundesfinanzminister
Foto: dpaGuten Abend aus der WiWo-Redaktion. Hier finden Sie einen kompakten Überblick über alles, was Sie heute wissen müssen, um im Bereich Wirtschaft auf dem Laufenden zu sein. Kurz und knackig, mit Zitaten, Tiefgang, Nutzwert und vor allem dem ganz eigenen WiWo-Blick.
1. Was uns heute beschäftigt hat
- Der Bundesrechnungshof hält wegen der stockenden Energiewende die Versorgungssicherheit für gefährdet. Nun meldet sich einer der führenden Energiemarktexperten zu Wort – und stellt das Vorgehen des Prüfgremiums ganz grundsätzlich infrage.
- Nach dem Insolvenzantrag der börsennotierten Helma Eigenheimbau AG kippen nun wichtige Tochterunternehmen in die Insolvenz – und das Pleite-Manöver des Aufsichtsrats wirft neue Fragen auf.
- Nochmal Pleite: Der deutsche Hersteller von Elektrofahrzeugen Next.e.Go Mobile SE hat nach Informationen der WirtschaftsWoche Insolvenz angemeldet. Erst vor wenigen Monaten war der Mutterkonzern an die Börse gegangen.
- Mit seiner Rede zur Lage der Nation eröffnet Joe Biden den Wahlkampf. Er lobt die Erfolge seiner Administration – und positioniert sich deutlich gegen Donald Trump.
- So knapp bei Kasse war der Bund seit langem nicht. Das liegt nicht an den Einnahmen, sondern an extremen Ausgabenwünschen von SPD und Grünen. In prekärer Lage muss der Bundesfinanzminister in diesen Tagen den ersten Aufschlag für den Etat 2025 machen.
- Der ID.3 sollte im Stammwerk in Wolfsburg für den Einstieg in die E-Mobilität sorgen. Doch nun verzichtet VW auf die geplante Zusatzfertigung neben Zwickau und Dresden – die Nachfrage reicht nicht aus.
- EnBW-Vorstandschef Andreas Schell verkündet überraschend seinen Rücktritt. Als Grund für den Schritt werden Unstimmigkeiten im Bereich strategische Weiterentwicklung zwischen dem Aufsichtsrat und Schell genannt.
2. Die steile These fürs After-Work-Event
Die Wirtschaftsforscher vom DIW rechnen für 2024 mit Stagnation in Deutschland. Präsident Marcel Fratzscher erklärt im Gespräch mit WirtschaftsWoche-Redakteur Sebastian Schug, wieso auch das mangelnde Vertrauen der Unternehmen in den Standort dafür mitverantwortlich ist.
3. Der Tiefgang des Tages
Probleme mit den selbst gesetzten Zielen, der Markteintritt in den USA: Marc Fielmann hat ein Jahr der Extreme erlebt. WirtschaftsWoche-Chefreporter Volker ter Haseborg hat ihn dabei begleitet. Hier spricht Fielmann zum ersten Mal über den Tod seines Vaters – und die ständige Sorge, etwas falsch zu machen.
4. Diese Grafik sagt mehr als 1000 Worte
Knopf im Ohr, breite Schultern, männlich – so stellen sich die meisten Sicherheitsleute vor. Wie falsch sie damit liegen, vor allem, wenn diese für Unternehmen arbeiten und nicht als Türsteher im Club, weiß Mathias Güssefeld, der Leiter der Konzernsicherheit beim Rüstungshersteller Hensoldt. Sein Team kontrolliert Büros und Fabriken bei Rundgängen, sichert Hauptversammlungen, hegt Demos auf dem Werksgelände ein. Und dabei zählen vor allem vorausschauendes Denken und Kommunikation, weniger Muskelkraft, sagt Güssefeld. „Frauen sind für diesen Beruf sehr gut geeignet.“
Trotzdem gibt es sie kaum – wie auch in anderen Berufen, wie die Grafik zeigt. Warum Gleichberechtigung im Arbeitsalltag erfordert, auch Männer dafür zu gewinnen, hat WiWo-Autorin Katja Scherer aufgeschrieben.
5. Das können Sie heute Abend für Ihr Geld tun
Anleger reißen sich um die Aktien der Chipkonzerne. Die KI-Bonanza erfasst auch Unternehmen, die mit der Technologie nur am Rande zu tun haben. Wie lange hält der Boom von Nvidia und Co. und welche Alternativen gibt es? Und welche Titel sind hoch bewertet, aber nicht sündhaft teuer?
6. Ihre Meinung ist gefragt
Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend. Schauen Sie sich gerne noch etwas bei uns um. Ansonsten bis Montag an dieser Stelle!