Arbeitsmarkt in Deutschland Sinkflug der Arbeitslosenquote ausgebremst

In den vergangenen Jahren konnte Deutschland mit immer neuen Erfolgsmeldungen vom Arbeitsmarkt glänzen - damit ist bald vorerst Schluss. Im OECD-Vergleich zeigt sich aber: Die Probleme hierzulande sind eher klein.

Was ein Jobverlust aus Menschen macht
Ein Mann betritt einen Raum hinter einer Tür, auf der steht "Zugang Agentur für Arbeit" Quelle: dpa
Eine Frau fasst sich an den Kopf Quelle: dpa
Krebs Quelle: dpa
Psychische Belastung bei Verlust des Arbeitsplatzes Quelle: dpa
Ein Mann im Anzug dreht dem Betrachter vor einem schwarzen Hintergrund den Rücken zu Quelle: dpa Picture-Alliance
Eine Frau steht in einem Treppenhaus in Hannover. Quelle: dpa
Jugendlicher liegt am 09.12.2014 in München (Bayern) gemütlich auf dem Fußboden und betrachtet die Video-Plattform "Youtube" auf seinem iPad Quelle: dpa
Ein Kind schaukelt auf einer Schaukel vor einer Hochhaus-Kulisse Quelle: dpa
Zwei Ringe Quelle: Fotolia
Gähnende und schlafende Hundewelpen in einem Korb Quelle: dpa
Jemand raucht einen Joint Quelle: dpa
Eine Frau vor einem Baum Quelle: dpa
Zufriedenheit wird über Jahre beeinträchtigt Quelle: Fotolia
Umrisse von Menschen vor dem Logo der Agentur für Arbeit Quelle: dapd

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt nach einer OECD-Prognose nach mehreren Jahren bald nicht mehr weiter ab. Der kontinuierliche Rückgang der Arbeitslosenquote werde mit einer Stabilisierung in der zweiten Jahreshälfte und dann weiter im folgenden Jahr vorläufig zu Ende kommen, so der am Donnerstag in Berlin veröffentlichte OECD-Beschäftigungsausblick.

Der wesentliche Grund sei der Eintritt der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt. Damit deckt sich die Einschätzung der OECD-Experten mit Prognosen deutscher Arbeitsmarktforscher.

Zwar würden die Flüchtlinge erst langsam auf dem Arbeitsmarkt sichtbar. Aber dann wären viele von ihnen voraussichtlich zunächst arbeitslos. Es komme zentral auf Sprachförderung, die Ausbildung und die Anerkennung von bestehenden Qualifikationen an.

Insgesamt werde die Beschäftigungsquote fast zehn Jahre nach Ausbruch der globalen Finanzkrise im OECD-Raum wieder auf das Niveau vor der Krise zurückkehren.

In Deutschland gibt es weniger Jugendliche, die weder in Beschäftigung, Bildung noch in Ausbildung sind, als in anderen OECD-Staaten. Der Anteil solcher junger Menschen zwischen 15 bis 29 Jahren sank zuletzt auf deutlich unter 5 Prozent, im OECD-Schnitt liegt er bei 5,3 Prozent.

Die seit 2009 positive Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt habe sich zuletzt fortgesetzt. Die Beschäftigungsquote für die 15- bis 74-Jährigen werde im Laufe des Jahres 2016 voraussichtlich 65 Prozent überschreiten - der OECD-Durchschnitt liegt bei 60,5 Prozent. Die Arbeitslosigkeit ist mit 4,3 Prozent so niedrig wie seit 25 Jahren nicht mehr.

Der Anteil der Beschäftigten, die seit mindestens einem Jahr ohne Job sind, sei in den letzten acht Jahren beständig gefallen. Er liegt bei 1,9 Prozent - OECD-Durchschnitt: 2,2 Prozent. Im Gegensatz zu vielen anderen OECD-Ländern seien die Reallöhne in Deutschland seit 2011 deutlich gewachsen.

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