WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen
Berühmte letzte Worte

Andrea Nahles: "Also meine Rente ist sicher"

Seite 2/2

Aus der Armut in die Armut

So viel Rente bekommen Sie
DurchschnittsrentenLaut den aktuellen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung bezogen Männer Ende 2014 eine Durchschnittsrente von 1013 Euro. Frauen müssen inklusive Hinterbliebenenrente mit durchschnittlich 762 Euro pro Monat auskommen. Quellen: Deutsche Rentenversicherung; dbb, Stand: April 2016 Quelle: dpa
Ost-Berlin mit den höchsten, West-Berlin mit den niedrigsten RentenDie Höhe der Rente schwankt zwischen den Bundesländern. Männer in Ostberlin können sich mit 1147 Euro Euro über die höchste Durchschnittsrente freuen. In Westberlin liegt sie dagegen mit 980 Euro am niedrigsten. Aktuell bekommen männliche Rentner: in Baden-Württemberg durchschnittlich 1107 Euro pro Monat in Bayern durchschnittlich 1031 Euro pro Monat in Berlin (West) durchschnittlich 980 Euro pro Monat in Berlin (Ost) durchschnittlich 1147 Euro pro Monat in Brandenburg durchschnittlich 1078 Euro pro Monat in Bremen durchschnittlich 1040 Euro pro Monat in Hamburg durchschnittlich 1071 Euro pro Monat in Hessen durchschnittlich 1084 Euro pro Monat in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich 1027 Euro pro Monat in Niedersachsen durchschnittlich 1051 Euro pro Monat in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich 1127 Euro pro Monat im Saarland durchschnittlich 1115 Euro pro Monat in Sachsen-Anhalt durchschnittlich 1069 Euro pro Monat in Sachsen durchschnittlich 1098 Euro pro Monat in Schleswig-Holstein durchschnittlich 1061 Euro pro Monat in Thüringen durchschnittlich 1064 Euro pro Monat Quelle: AP
Frauen mit deutlich weniger RenteFrauen im Ruhestand bekommen gut ein Drittel weniger als Männer. Auch sie bekommen in Ostberlin mit durchschnittlich 1051 Euro die höchsten Bezüge. Am wenigsten bekommen sie mit 696 Euro in Rheinland-Pfalz. Laut Deutscher Rentenversicherungen beziehen Frauen inklusive Hinterbliebenenrente: in Baden-Württemberg durchschnittlich 772 Euro pro Monat in Bayern durchschnittlich 736 Euro pro Monat in Berlin (West) durchschnittlich 861 Euro pro Monat in Berlin (Ost) durchschnittlich 1051 Euro pro Monat in Brandenburg durchschnittlich 975 Euro pro Monat in Bremen durchschnittlich 771 Euro pro Monat in Hamburg durchschnittlich 848 Euro pro Monat in Hessen durchschnittlich 760 Euro pro Monat in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich 950 Euro pro Monat in Niedersachsen durchschnittlich 727 Euro pro Monat in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich 749 Euro pro Monat im Saarland durchschnittlich 699 Euro pro Monat in Sachsen-Anhalt durchschnittlich 964 Euro pro Monat in Sachsen durchschnittlich 983 Euro pro Monat in Schleswig-Holstein durchschnittlich 744 Euro pro Monat in Thüringen durchschnittlich 968 Euro pro Monat Quelle: dpa
Beamtenpensionen deutlich höherStaatsdienern geht es im Alter deutlich besser. Sie erhalten in Deutschland aktuell eine Pension von durchschnittlich 2730 Euro brutto. Im Vergleich zum Jahr 2000 ist das ein Zuwachs von knapp 27 Prozent. Zwischen den Bundesländern schwankt die Pensionshöhe allerdings. Während 2015 ein hessischer Staatsdiener im Ruhestand im Durchschnitt 3150 Euro ausgezahlt bekam, waren es in Sachsen-Anhalt lediglich 1940 Euro. Im Vergleich zu Bundesbeamten geht es den Landesdienern dennoch gut. Im Durchschnitt kommen sie aktuell auf eine Pension von 2970 Euro. Im Bund sind es nur 2340 Euro. Quelle: dpa
RentenerhöhungIm Vergleich zu den Pensionen stiegen die normalen Renten zwischen 2000 und 2014 deutlich geringer an. Sie wuchsen lediglich um 15,3 Prozent. Quelle: dpa
Reserven der RentenkasseDabei verfügt die deutsche Rentenversicherung über ein sattes Finanzpolster. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung betrug die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage Ende 2014 genau 35 Milliarden Euro. Das sind rund drei Milliarden Euro mehr als ein Jahr zuvor. Rechnerisch reicht das Finanzpolster aus, um fast zwei Monatsausgaben zu bezahlen. Nachfolgend ein Überblick, mit welcher Rente die Deutschen im aktuell im Durchschnitt rechnen können: Quelle: dpa
Abweichungen vom StandardrentnerWer 45 Jahre in den alten Bundesländern gearbeitet hat und dabei den Durchschnittslohn verdiente, bekommt pro Monat 1314 Euro ausgezahlt. Bei 40 Arbeitsjahren verringert sich die monatliche Auszahlung auf 1168 Euro. Wer nur 35 Jahre im Job war, bekommt 1022 Euro. Quelle: Fotolia

Andrea Nahles muss dafür sorgen, dass die Menschen weniger verdienen. Denn je weniger die Menschen verdienen, desto geringer ihre Rente. Strafe muss sein. Das sichert darüber hinaus die Arbeitsplätze der Vorstände. Und damit Andreas eigene Karriere nach der Politik.

Ihre Ideen, und die der Politik:

  • Mindestlohn ab 18, oder 21, oder 25 - je nachdem mit wem man heute spricht. Damit die jüngeren Jugendlichen nicht zu früh anfangen, Rentenanwartschaften anzusammeln. Offiziell: damit sie nicht aus der Schule/Ausbildung in den Job flüchten.

Dabei hatte ich bisher gedacht, wir lassen die Klassenräume und Toiletten und Turnhallen absichtlich verrotten, damit die Kids sich schneller einen Job suchen, sobald sie die gefühlte Orthographie beherrschen.

Natürlich kann man derartiges als Politiker nur über Gesetze lösen. Weise Menschen würden den Schülern die Relevanz von Bildung über die Schule vermitteln.

  • Kein Mindestlohn fürs Praktikum. Praktikanten geht es eh zu gut. Folge: es wird noch mehr Praktikums-, statt Azubi-Stellen geben.

  • Mehr Teilzeitjobs, Minijobs, (sach-)grundlos befristete Verträge, damit eine Probezeit endlich zwei Jahre und nicht mehr nur sechs Monate dauert, und niemand sich in seinem Job mit seiner Performance wirklich sicher fühlt. Gesund macht das nicht gerade.

Alles wundervolle Mechaniken, die Menschen in ihren prekären Verhältnissen zu halten, sie aus der Arbeits-Armut, über eine Arbeitslosigkeits-Armut in die Alters-Armut zu führen - während die dafür verantwortlichen Politiker sich dumm und dämlich verdienen.

3. Nebentätigkeiten vs Hartz-IV-Sanktionen

Und als ob dies alles noch nicht reichen würde, kann der Politiker so viel nebenher verdienen wie er möchte. Aus verfassungsrechtlichen Gründen, so die Entschuldigung, kann der Nebenverdienst nicht mit der Diät verrechnet werden. Klar.

Bei Hartz-IVlern dagegen drohen sofort brutale Sanktionen. Besitzen darf man sowieso nichts mehr.

Man muss komplett nackt am Boden liegen, ehe der Sozialstaat sich gnädig erweist.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Alles blauäugig, naiv, un/vernünftig, populistisch, klar, ich weiß. Aber es wird Zeit, einmal jenseits der 'Vernunft' und 'Effizienz' dieses Staates und seiner vielen Monarchen zu fragen, ob diese Vernunft und diese Effizienz uns alle noch retten kann ...

Die Menschen werden noch abhängiger vom Staat und den Almosen der Politik. Wir sind dann ungebildet und arm und süchtig nach Instant Gratification. Das ist das Bermuda-Dreieck menschenverachtender, repräsentativer Demokratie. Barbarei. Animal Farm ist nichts dagegen.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%