1. Startseite
  2. Politik
  3. Deutschland
  4. AfD-Parteitag: AfD geht juristisch gegen Kündigung der Grugahalle in Essen vor

BundesparteitagAfD geht juristisch gegen Kündigung der Grugahalle in Essen vor

Ende Juni will die AfD sich zu einem Bundesparteitag in Essen treffen. Doch die Stadt hat den Mietvertrag für die Veranstaltungshalle gekündigt. Die AfD geht juristisch dagegen vor. 07.06.2024 - 11:07 Uhr aktualisiert Quelle: dpa

Die AfD geht wie angekündigt juristisch gegen die Kündigung des Mietvertrags für den Veranstaltungsort ihres Parteitages in Essen vor. „Wir sind nun gezwungen, die erforderlichen Klagen gegen die Kündigung und gegen das politisch und rechtlich hoch bedenkliche Verhalten der Stadt zu führen“, sagte Parteivize Peter Boehringer am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Wir haben bereits rechtliche Schritte, vor allem die Einleitung gerichtlicher Eilverfahren, in Auftrag gegeben.“

Seit Monaten sucht die Stadt und die Massengesellschaft nach Möglichkeiten, wie sie den Bundesparteitag in der Grugahalle noch verhindern können Am Donnerstag wurde dann bekannt, dass die Stadt den Mietvertrag gekündigt hatte. Die Kündigung des Vertrags sei erfolgt, teilte eine Sprecherin der Stadt mit. Es gebe seitens der Bezirksregierung keine Einwände, alle Fragen mit der Kommunalaufsicht seien geklärt.

Auflage zu Parolen

Zuletzt hatte der Stadtrat die AfD aufgefordert, sich zu verpflichten, dass während des Parteitags keine strafbaren NS-Parolen verwendet werden. Bei Verstößen sollten 500.000 Euro Strafgeld drohen. Für die Abgabe der Erklärung hatte die Stadt der AfD eine Frist gesetzt, andernfalls sollte der Mietvertrag laut Ratsbeschluss „unverzüglich außerordentlich fristlos“ gekündigt werden.

Winfried Stöcker

Der Unternehmer mit dem Hakenkreuz

Die AfD hat von dem Unternehmer Winfried Stöcker 1,5 Millionen Euro bekommen. Die WirtschaftsWoche hat den reichen Spender getroffen. Er ist Teil eines dubiosen Netzwerks.

von Leonard Frick und Martin Seiwert

Nachdem die geforderte Erklärung der AfD bis zum Ende der gesetzten Frist nicht eingegangen war, folgte nun die Stadt die Kündigung. Sie konnte laut Stadt zunächst nicht ausgesprochen werden, da die AfD die Bezirksregierung Düsseldorf als zuständige Kommunalaufsicht eingeschaltet hatte.

AfD: Parteitag wird nicht ausfallen

„Nein, der Parteitag wird nicht ausfallen“, hatte Boehringer bereits vor ein paar Tagen zum Thema beim Messengerdienst Telegram geschrieben. Die AfD hatte angekündigt gegen eine Kündigung zu klagen „und zwar volles Programm“, wie AfD-Chef Tino Chrupalla der „Bild“ sagte. Die Stadt Essen breche Recht, sagte Boehringer der dpa und sprach von der „Unmöglichkeit, bei 1800 Teilnehmern und externen, parteifremden Besuchern einer Veranstaltung jede strafrechtlich heikle Wortmeldung vorab kennen und verhindern zu können“.

Am letzten Juni-Wochenende will die AfD bei ihrem Bundesparteitag in der Grugahalle in Essen ihren Vorstand neu wählen. Gegen das Treffen haben zahlreiche Organisationen Widerstand angekündigt. Die Polizei rechnet mit mehreren Zehntausend Teilnehmern bei den Gegendemonstrationen – es wären die größten Proteste in der Stadt seit langer Zeit.

Lesen Sie auch: Die AfD und das Geld

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick