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Europäische Wasserstoff-Allianz Mit 62 Projekten zur Nummer eins der Welt beim Wasserstoff?

62 deutsche Projekte sollen im Rahmen einer großen europäischen Wasserstoff-Allianz mit mehr als acht Milliarden Euro staatlich gefördert werden. Quelle: dpa

Bei der europäischen Wasserstoff-Allianz sollen 62 deutsche Projekte mit mehr als acht Milliarden Euro gefördert werden. Welche Unternehmen und Branchen Geld bekommen.

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Die Bundesregierung treibt mit einer Milliardensumme den Aufbau eines Wasserstoff-Geschäfts voran. 62 Großprojekte würden mit insgesamt mehr als acht Milliarden Euro gefördert, kündigte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier am Freitag an. Darunter seien Pläne von Stahlkonzernen wie Thyssenkrupp, Salzgitter oder ArcelorMittal. „Wir wollen bei Wasserstofftechnologien die Nummer 1 in der Welt werden“, betonte Altmaier. Der Minister muss sich bei der EU nun dafür einsetzen, dass die Projekte wettbewerbskonform sind und grünes Licht bekommen.

Die Bundesregierung will durch den Einsatz von Wasserstoff etwa in der Stahl- oder der Chemieindustrie den CO2-Ausstoß deutlich verringern und die Klimaschutzziele erreichen. Bis 2045 will Deutschland klimaneutral sein. Die EU wird angesichts der hohen Summen genau prüfen, ob die Projekte mit den Wettbewerbsregeln im Einklang stehen. Altmaier wollte keine Summen für einzelne Vorhaben nennen, bezifferte aber auf Nachfrage, das ein Projekt von Thyssenkrupp in Duisburg mit einem „sehr hohen dreistelligen Millionenbetrag“ unterstützt werden soll.

Stahlbranche könnte für größte Wirkung sorgen

Die Stahlindustrie gehört neben der Chemieindustrie und den Energieriesen zu den Branchen mit dem höchsten CO2-Ausstoß. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl begrüßte die geplante Förderung. „Mit dem Einsatz pro Tonne klimaneutralem Wasserstoff lassen sich in der Stahlproduktion 26 Tonnen CO2 einsparen. Im Vergleich mit anderen Branchen hat die Stahlindustrie damit die größte Klimaschutz-Wirkung“, betonte Verbands-Präsident Hans Jürgen Kerkhoff.

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Mit ArcelorMittal, Stahl Holding Saar, Salzgitter Stahl und Thyssenkrupp Steel haben dem Bund zufolge alle in Deutschland tätigen Stahlerzeuger Vorhaben eingereicht. Im Mobilitätssektor gehörte etwa die Entwicklung und Herstellung von Brennstoffzellen-Systemen und Fahrzeugen dazu. Insgesamt seien über 230 Projekte eingereicht worden, erklärte Altmaier. Bei der Auswahl habe man ein breites Spektrum berücksichtigt aus den Bereichen Erzeugung, Infrastruktur, Mobilität und Industrie. Die Auswahl bilde die gesamte Wertschöpfungskette ab – von der Wasserstoff-Erzeugung, über den Transport bis hin zu Anwendungen in der Industrie.

Mehr zum Thema: Die Politik verplant viele Hundert Milliarden Euro in die vermeintliche Wundertechnologie Wasserstoff. Doch die Zweifel am Treibstoff der grünen Zukunft sind groß. Und sie wachsen.

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