FDP-Fraktionschef: VW-Sparkurs: Christian Dürr kontert Kritik von Friedrich Merz
Schießt gerne mal gegen Friedrich Merz: FDP-Fraktionschef Christian Dürr.
Foto: Sven Hoppe/dpaIn der Debatte um den Sparkurs bei Volkswagen weist FDP-Fraktionschef Christian Dürr Vorwürfe gegen die Ampelkoalition zurück und kritisiert CDU-Chef Friedrich Merz scharf. „Herr Merz sollte mit Frau von der Leyen in Brüssel sprechen, statt die Schuld bei anderen zu suchen“, sagte Dürr der WirtschaftsWoche. Dort, in Brüssel, brauche es „einen radikalen Kurswechsel, damit sich die Wettbewerbsbedingungen insbesondere für die Automobilindustrie endlich verbesserten“.
Das Verbrenner-Verbot müsse gestoppt werden, forderte Dürr. Dafür sei EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) verantwortlich. „Zudem sollten wir die irrsinnigen Flottengrenzwerte vollständig abschaffen, die die europäische Automobilwirtschaft existenziell bedrohen, aber kein einziges Gramm CO2 einsparen.“
Zuvor hatte CDU-Chef Merz der Bundesregierung implizit eine Mitschuld für die jüngsten Entwicklungen bei Volkswagen gegeben. Der Autokonzern hatte mitgeteilt, Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland nicht länger auszuschließen. „Das zeigt jetzt auch dieser Bundesregierung endgültig, wo wir stehen. Das ist keine konjunkturelle Frage des Weltmarktes“, sagte Merz.
FDP-Fraktionschef Dürr verwies hingegen auf CDU-Regierungen der Vergangenheit. „Die wirtschaftliche Lage ist das Resultat verschlafener Reformen.“ Die Koalition arbeite bereits an einem „großen Wachstumspaket“.
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