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Militärübung im Pazifik Japan plant erstes Manöver mit Frankreich und den USA

Die drei Staaten wollen mit der Übung im Mai Stärke gegenüber China demonstrieren. Die Volksrepublik beansprucht japanische Inseln für sich.

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Die drei Länder wollen sich mit der Militärübung gegen die zunehmende Einflussnahme Chinas im Ostchinesischen Meer wehren. Quelle: Reuters

Japan, Frankreich und die USA planen einem Medienbericht zufolge für Mai ihr erstes gemeinsames Militärmanöver. Die Übungen zu Wasser und zu Land sollten auf einer unbewohnten japanischen Insel stattfinden, berichtete die japanische Zeitung „Sankei“ am Sonntag. Sie würden sich auf Rettungsmaßnahmen bei einer Naturkatastrophe konzentrieren, aber einige könnten auch die Grundlage für Verteidigung im Fall eines Angriffes sein, heißt es in dem Bericht ohne Angabe von Quellen.

„Dies ist eine Botschaft, die an China gerichtet ist“, sagte der französische Marine-Stabschef Pierre Vandier dem Blatt. China beansprucht seit längerem von Japan kontrollierte Inseln im Ostchinesischen Meer. „Dies ist eine Botschaft über multilaterale Partnerschaften und die Durchgangsfreiheit“, sagte Vandier. „Wir wollen unsere Präsenz in der Region demonstrieren und ein Zeichen über die japanisch-französische Zusammenarbeit senden.“

China hat zwar erklärt, seine Absichten in der Region seien friedlich. Dennoch zeigt sich Japan besorgt wegen einer zunehmenden Aktivität der chinesischen Marine rings um die Gruppe kleinerer Inseln im Ostchinesischen Meer. Diese Inselgruppe wird in Japan Senkaku genannt, in China Diaoyu. Japan hat China wiederholt vorgeworfen, in seine Hoheitsgewässer eingedrungen zu sein.

Auch im Südchinesischen Meer versucht China Gebietsansprüche durchzusetzen. Die Volksrepublik beansprucht 90 Prozent des Gebiets, auf das jedoch andere Staaten wie Vietnam, Taiwan und die Philippinen zum Teil ebenfalls Anspruch erheben. Im Südchinesischen Meer liegen wichtige Wasserwege, auf denen jährlich internationale Warenlieferungen im Volumen von etwa drei Billionen Dollar transportiert werden. Außerdem birgt es Rohstoffvorkommen.

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