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SteuernSteuereinnahmen in Deutschland steigen im Mai deutlich

Im Gesamtjahr 2023 schätzen Experten den Zuwachs der Steuereinnahmen von Bund und Ländern auf drei Prozent. Bei den einzelnen Steuern spielen verschieden Faktoren eine Rolle. 22.06.2023 - 09:50 Uhr

„Insgesamt bleibt die Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung hoch", so das Finanzministerium.

Foto: dpa

Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind im Mai deutlich gestiegen. Sie erhöhten sich zum Vorjahreszeitraum um 8,5 Prozent auf knapp 60 Milliarden Euro, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht.

In den ersten fünf Monaten gab es aber noch einen leichten Rückgang von 0,4 Prozent auf gut 313 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr 2023 gehen Experten von einem Zuwachs von drei Prozent aus.

Dem FDP-geführten Ministerium zufolge sollte der Anstieg im Mai nicht überbewertet werden. Hier wurde auf einen Sondereffekt bei der Umsatzsteuer verwiesen. Ohne diesen Effekt wäre der Anstieg der Steuereinnahmen „eher moderat“ ausgefallen, sagte auch Steuerschätzer Jens Boysen-Hogrefe vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW).

„Weiterhin schwach im Vorjahresvergleich ist die Lohnsteuer“, fügte der Ökonom hinzu. Das dürfte maßgeblich auf den Abbau der sogenannten Kalten Progression in der Einkommensteuer zurückzuführen sein.

Trotzdem dürfte es bei der Lohnsteuer im Verlauf des Jahres wieder deutliche Zuwachsraten geben, da die Energiepreispauschale im vergangenen Jahr mit der Lohnsteuer verrechnet worden und deren Aufkommen geschmälert habe. „Ihr Wegfall bedeutet einen Anstieg im laufenden Jahr“, so der Experte.

Die in vielen Branchen ausgehandelten Inflationsausgleichsprämien könnten in den kommenden Monaten der derzeit eher schwächelnden Umsatzsteuer zugutekommen. „Schließlich dürften viele Haushalte das Lohnplus in zusätzlichen Konsum ummünzen“, sagte Boysen-Hogrefe.

Bezogen auf die jüngsten Konjunkturdaten hieß es im Monatsbericht des Finanzministeriums, es ergebe sich derzeit ein gemischtes Bild. Der Arbeitsmarkt sei weiter stabil, der Preisdruck lasse allmählich nach.

Der private Konsum dürfte von den erfolgten Lohnsteigerungen gestützt werden. „Insgesamt bleibt die Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung hoch.“ Die Wirtschaft sollte sich aber schrittweise erholen.

rtr
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