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UmweltbundesamtStickoxidbelastung während des Lockdowns stark gesunken

Der Rückgang des Straßenverkehrs infolge der Corona-Schutzmaßnahmen zeigt Folgen: Die Stickoxidbelastung (NO2) in Deutschland ist deutlich gesunken.Martin Seiwert 21.05.2020 - 08:00 Uhr

Aus einer Präsentation des Umweltbundesamtes geht hervor, dass die NO2-Konzentration im verkehrsnahen Bereich in den 16 Bundesländern im Zeitraum Mitte März bis Mitte Mai um 15 bis 40 Prozent sank.

Foto: obs

In Deutschland ist die Stickoxidbelastung (NO2) während der Coronakrise deutlich gesunken. Das berichtet die WirtschaftsWoche mit Verweis auf Daten des Umweltbundesamtes und Messdaten der baden-württembergischen Landesanstalt für Umwelt. Aus einer Präsentation des Umweltbundesamtes vom 19. Mai geht hervor, dass die NO2-Konzentration im verkehrsnahen Bereich in den 16 Bundesländern im Zeitraum Mitte März bis Mitte Mai um 15 bis 40 Prozent sank.

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Messungen an 54 Stellen im Stuttgarter Stadtgebiet zeigen zudem einen Rückgang der Stickoxidbelastung im März um 29 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der Monate Januar und Februar. Grund dafür dürfte der Rückgang des Straßenverkehrs infolge der Corona-Schutzmaßnahmen in der zweiten Märzhälfte sein. Auch gegenüber dem Vorjahr zeigt sich ein Rückgang der Luftbelastung: An Stuttgarter Straßen mit Diesel-Fahrverboten sank die NO2-Belastung im ersten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 40 Prozent, an Stellen ohne Fahrverbote um 24 Prozent.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hatte zuletzt bezweifelt, dass Diesel-Fahrverbote einen klaren Einfluss auf die Stickoxidbelastung haben. Wenn es in Deutschland aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen „nur noch 15 bis 20 Prozent Verkehre“ gebe, so Scheuer im Bundestag, „an den verschiedenen Messstellen aber die Messergebnisse gleichbleiben oder sogar noch schlechter sind, dann steht das Ganze in einem Missverhältnis.“ Tatsächlich gab es laut Umweltbundesamt während des Lockdowns aber immer noch mehr als 50 Prozent des früheren Verkehrsaufkommens. „Dennoch sank die Belastung in Stuttgart spürbar“, sagt Axel Friedrich, Verkehrsexperte und Berater der Deutschen Umwelthilfe: „Wir erwarten einen noch deutlicheren Effekt für den April, weil der Shutdown dann erst voll zum Tragen kam.“ Die Stuttgarter Messdaten für April wurden noch nicht veröffentlicht.


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