Bund und Länder: Steuereinnahmen steigen im April deutlich – Konjunktur erholt sich
Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern haben im April spürbar zugelegt. Der Fiskus verzeichnete zum Vorjahresmonat ein Plus von 7,8 Prozent auf 58,1 Milliarden Euro, wie am Freitag aus dem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Für Impulse sorgten hier etwa Zuwächse bei der Umsatz- und Lohnsteuer sowie ein Anstieg bei der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge. In den ersten vier Monaten des Jahres steht damit ein Plus von fast drei Prozent auf 261 Milliarden Euro zu Buche.
Die jüngste Steuerschätzung ergab, dass die Steuern 2024 (ohne Gemeindesteuern) um 4,1 Prozent auf knapp 864 Milliarden Euro steigen dürften. Dennoch sieht Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) absehbar keine neuen finanziellen Spielräume. Derzeit laufen in der Ampel-Koalition die Gespräche zur Aufstellung des Haushalts 2025.
Die Bundesregierung geht in ihrer Frühjahrsprognose davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf 2024 allmählich erholt. Das sollte sich auch positiv auf die Steuereinnahmen auswirken. „Wesentliche Wachstumsimpulse dürften dabei vom privaten Konsum ausgehen“, erklärten die Fachleute des Finanzministeriums. Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt – also die Summe aller produzierten Waren und Dienstleistungen – um 0,3 Prozent steigen und 2025 um weitere 1,0 Prozent zulegen.