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Euro-Zone Stimmung in der Wirtschaft lässt leicht nach

Bei Einzelhändlern und in der Baubranche ging die Stimmung sogar bergauf, die Verbraucherlaune blieb stabil. Quelle: dpa

Zwar trübte sich die Wirtschaftsstimmung in der Euro-Zone weiter ein, aber nicht so stark wie erwartet. Während es etwa in Deutschland und den Niederlanden positiv aussah, sank die Stimmung etwa in Italien.

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Die Stimmung in der Wirtschaft der Euro-Zone hat sich im Mai nicht so stark eingetrübt wie erwartet. Das Barometer fiel um 0,2 auf 112,5 Punkte, wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte. Ökonomen hatten mit einem stärkeren Rückgang auf 112,1 Zähler gerechnet. In der Industrie trübte sich die Stimmung ein, ebenso bei den Dienstleistern. Dagegen ging es bei den Einzelhändlern und in der Baubranche bergauf, die Verbraucherlaune blieb stabil.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft legte den Angaben zufolge leicht und in den Niederlanden deutlich zu. In Frankreich, Spanien und Italien zeigte die Tendenz dagegen nach unten. Das ebenfalls ermittelte Barometer für das Geschäftsklima stieg im Mai dagegen überraschend um 0,06 Zähler auf plus 1,45 Punkte, da sich die Auftragsbücher wieder füllten.

Die Industriestaaten-Organisation OECD sagt der Euro-Zone in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,2 und 2019 von 2,1 Prozent voraus. 2017 waren es 2,5 Prozent gewesen.

Für die Welt-Konjunktur fürchtet die OECD bei einer Zunahme von Handelskonflikten negative Folgen. Eine weitere Eskalation von Handelsspannungen könne das Wirtschaftswachstum deutlich bremsen, schreibt der kommissarische Chefvolkswirt Alvaro Santos Pereira im halbjährlichen Wirtschaftsausblick der OECD, der in Paris vorgestellt wurde. Seit dem Beginn der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2007 seien in den G20-Ländern bereits über 1200 neue Handelsbeschränkungen eingeführt worden. Die OECD rechnet damit, dass die Weltwirtschaft in diesem und dem kommenden Jahr leicht anzieht: Sie soll 2018 um 3,8 Prozent wachsen, 0,1 Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. Für 2019 erwarten die Experten dann ein Plus von 3,9 Prozent. Damit lägen die Wachstumsraten wieder ähnlich hoch wie im langfristigen Durchschnitt vor der Finanzkrise.

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