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IWF-PrognoseDiese Risiken bedrohen die Weltwirtschaft

Laut Internationalem Währungsfonds ziehen am globalen Finanzmarkt dunkle Wolken auf. Eine neue Krise ist nicht mehr nur Fantasiegebilde, sondern scheint möglich. Diese fünf Risiken setzen der Weltwirtschaft zu. 10.10.2018 - 10:18 Uhr

Die Weltwirtschaft muss massive Probleme bewältigen.

Foto: imago images

Es sind politisch unruhige Zeiten, und auch weltwirtschaftlich trüben sich die Aussichten ein. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognosen nach unten korrigiert, geht aber immer noch von 3,7 Prozent Wachstum in diesem Jahr aus. Doch die Anzeichen für eine drohende Krise mehren sich.

Handelskrieg:
US-Präsident Donald Trump hat vor allem China ins Visier genommen. Aber auch Europa drohen Strafzölle, die die deutsche Autoindustrie treffen könnten. Das handelspolitische Klima habe sich „drastisch verschlechtert“, betonen führende deutsche Ökonomen und verweisen auf die Strafzölle Trumps: „Sie leiteten eine weltweite Spirale hin zu mehr Protektionismus ein.“

Hohe Schulden:
Kommt es zu einem globalen Abschwung oder einer neuen Finanzkrise, versuchen Staaten mit Rettungs- und Konjunkturpaketen gegenzusteuern. Doch nach der jüngsten Finanzkrise stieg die Verschuldung in vielen Ländern; sie könnten kaum neue Programme auflegen. Die Schuldenlast der öffentlichen und privaten Hand in aller Welt liegt nach Angaben des IWF um 60 Prozent höher als noch vor der 2008 ausgebrochenen Finanzkrise - bei 182 Billionen Dollar.

Risiken für Finanzmärkte wachsen

Der IWF schlägt Alarm

Je mehr Berichte der Internationale Währungsfonds vorlegt, desto deutlicher wird: Eine neue Krise in der Weltwirtschaft ist nicht auszuschließen. Die Rechnung könnte der kleine Mann zahlen.

Politische Zeitenwende:
Ob Populisten oder autoritäre Präsidenten: Die Demokratie nach westlichem Vorbild gerät unter Druck, von den USA bis Brasilien. Internationale Regeln werden weniger geachtet - das Recht des Stärkeren ersetzt zunehmend globale Spielregeln. Zu viele Bürger fühlen sich als Globalisierungsverlierer die Ära großer Freihandelsabkommen scheint an ein Ende zu kommen.

Risikobanken:
Viele Banken haben weiter einen zu geringen Finanzpuffer. Zudem werden „Schattenbanken“ unzureichend reguliert. Die Zentralbanken fluteten in der Niedrigzins-Phase die Finanzmärkte mit billigem Geld, was Spekulationen antrieb. Die Haushaltspläne in Italien, wo der Schuldenstand bei mehr als 130 Prozent der Wirtschaftsleistung liegt, sorgen für zusätzliche Unruhe an Märkten.

Zinsen:
Wenn die Europäische Zentralbank dem US-Vorbild folgt und die Null-Zins-Politik auslaufen lässt, müssen Staaten höhere Milliardensummen für das Abzahlen ihrer Schulden einplanen - Spielräume engen sich damit ein. Hebt die US-Notenbank Fed wie erwartet die Zinsen weiter an, könnte das gerade Entwicklungs- und Schwellenländer treffen, wo Unternehmen ihre Schulden häufig in US-Dollar aufnehmen - dann wird es viel teurer, sie zurückzuzahlen.

dpa
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