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Spitzenverbände Diese Risiken sieht die Wirtschaft für die deutsche Konjunktur

Die Pandemie hemmt aus Sicht von Verbänden die ökonomische Entwicklung. Aber auch Engpässe und unterbrochene Lieferketten setzten die Wirtschaft unter Druck.

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Die Pandemie, aber auch Materialengpässe setzen Deutschlands Wirtschaft unter Druck. Quelle: dpa

Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft sehen viele Risiken für die Konjunktur. Die Coronakrise hemme die wirtschaftliche Entwicklung enorm, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Peter Adrian, der Deutschen Presse-Agentur. Industriepräsident Siegfried Russwurm sagte der dpa, das Thema Materialmangel werde die Industrie und die Verbraucher noch eine ganze Zeit lang beschäftigen.

Anhaltende Lieferschwierigkeiten bei Vorprodukten behinderten die deutsche und europäische wirtschaftliche Erholung. Besserung sei noch nicht in Sicht. Dazu komme die weitere Entwicklung in der Pandemie, so Russwurm. „Die Geschwindigkeit, mit der sich die neue Virus-Variante Omikron in der ganzen Welt ausbreitet, ist sehr beunruhigend. Das erhöht die Risiken für die Weltwirtschaft in diesem Winter massiv. Je höher die Impfquote, desto höher die Chance auf Normalität und umso besser für die Konjunktur.“

Adrian sagte: „Nach unseren Berechnungen hat Corona uns in Deutschland in den Jahren 2020 und 2021 zusammen fast 400 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung gekostet. Das sind rein rechnerisch nahezu 5000 Euro pro Einwohner. Es sieht leider aktuell nicht so aus, dass wir das im neuen Jahr schnell aufholen können.“

Aufgrund der Rückmeldungen aus den Mitgliedsunternehmen sei der DIHK bereits im Herbst vorsichtiger in der Einschätzung für 2022 gewesen als viele andere. „Denn es gibt klare dämpfende Effekte. Diese sind nicht nur coronabedingt. Was uns im Moment zusätzlich Sorgen bereitet, sind die Inflation, die stark gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten sowie unterbrochene Lieferketten. Da hakt es, da hängt vieles miteinander zusammen.“

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    Industriepräsident Russwurm hält die Lage in den Wirtschaftsbereichen für heterogen. Einige Sektoren hätten zum Teil massive Probleme.

    Für die deutsche Industrie sei eine entscheidende Frage die nach dem Absatz von Investitionsgütern. „Das ist ja eine Stärke der deutschen Industrie, Investitionsgüter für die Welt herzustellen. Da spielt Psychologie immer eine große Rolle: Also erwarten die Kunden für sich ein gutes Geschäft und sind mutig genug, in neue Maschinen, neue Anlagen zu investieren – oder sind sie eher vorsichtig?“

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