Kultige TV-Funktion Warum der Videotext nicht totzukriegen ist

Der Videotext lebt - allen digitalen Errungenschaften zum Trotz. Warum das Technikrelikt immer noch relevant ist und wie sich das Format weiterentwickelt.

Die Kunst der kleinen Pixel
Two is better than one von Nadine Arbeiter
The Indigenous Peoples of Amazon On Burning Coals by Seppo Renvall
Thread of Fate von Raquel Meyers
Untitled von LIA
1,3,4,5,6 von Erkka Nissinen
1914 The Teletext Engine von Dan Farrimond
9999 percent von Kari Yli Annala

Jeden Tag nutzen ihn tausende Menschen, obwohl er nicht nur optisch, sondern auch technisch ein Relikt aus den Anfangstagen des Fernsehen ist: Der Teletext. 1974 wurde die erste Version des Dienstes von der BBC entwickelt, der heute immer noch von jedem Fernseher unterstützt wird - und offenbar nach wie vor seine Daseinsberechtigung hat.

Während die einen bevorzugt Sportergebnisse über den Teletext abrufen, informieren sich andere über die aktuelle Nachrichtenlage oder den Wetterbericht. Doch wie entstand das Format des Teletexts überhaupt und wie wird es sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Technisch gesehen ist der Teletext ein Lückenfüller. Das analoge Fernsehbild hat nach mitteleuropäischer Funknorm 625 Bildzeilen, von denen nur 576 Zeilen für die Übertragung des Fernsehbildes nötig sind. Fernsehtechniker der BBC kamen auf die Idee, diese Lücke zu nutzen und übermittelten darüber Textdaten.

Die ersten Versuche starteten bereits im Jahr 1970, im September 1974 startete bei der BBC das Angebot Ceefax, sozusagen die erste Version des heute bekannten Teletextes. In den Folgejahren entwickelten Sender und Fernsehgerätehersteller eine gemeinsame Spezifikation für den Teletext und den dazugehörigen Decoder, die bis heute Bestand haben.

So schauen Sie Fernsehen im Netz
UltravioletAus Hollywood kommt eine neue On-Demand-Plattform. Die dort ansässigen Studios wollen im zweiten Halbjahr mit dem digitalen Service Ultraviolet starten. Von großen Handelsunternehmen habe man bereits ein positives Feedback bekommen. Voraussichtlich im September soll die Homepage dann mit dem kompletten Online-Angebot auch in Deutschland und Frankreich verfügbar sein. Anmelden können Nutzer sich bereit. Bereits seit Oktober 2011 ist die Seite zum Videodownload in den USA, Kanada, Großbritannien, Irland, Australien und Neuseeland erhältlich. Bisher sind 12,5 Millionen Haushalte registriert. Quelle: Screenshot
Maxdomemaxdome ist das Filmportal der ProSiebenSat.1 Media AG und ist schon seit längerem, nämlich 2006, im Video-On-Demand-Geschäft tätig. Ähnlich zu iTunes können Filme auch einzeln, ohne Abo ausgeliehen oder gekauft werden. Daneben existieren einige Flatrate Preismodelle. Nach eigenen Angaben stehen maxdome über 45.000 Videos aus verschiedenen Kategorien zur Verfügung, viele davon Eigenproduktionen von Pro7 und Sat1. Quelle: Screenshot
LOVEFiLMAmazons Tochterunternehmen LOVEFiLM ist ein Online-Videoverleih, als auch Video-On-Demand-Plattform. So verschickt die Internet-Videothek leihweise DVDs und Blu-rays per Post und ist gleichzeitig als Video-On-Demand-Angebot nutzbar. Mittlerweile hat das Unternehmen nach eigenen Angaben über 12.000 VOD-Titel und ist damit gleichauf mit Watchever. Quelle: Screenshot
WatcheverWatchever bietet mit dem Erwerb einer Flatrate die Möglichkeit, auf Smart TVs, Notebooks, Tablets, Smartphones und Spielekonsolen Filme oder Serien zu schauen. Über Facebook können die eigenen Bemerkungen zu den gesehenen Inhalten mit Freunden geteilt werden. Durch die Bewertung der Filme werden dem Nutzer passende, personalisierte Filmempfehlungen präsentiert. Quelle: Presse
MyVideoMyVideo ist ein Videoportal, das genau wie youtube in erster Linie auf nutzergeneriertem Content aufbaut. Neben selbstgedrehten Videoclips bietet MyVideo vor allem professionelle Inhalte an. So haben die Nutzer Zugriff auf über 3,8 Millionen Musikvideos, exklusive Web-TV-Produktionen, Serien oder Kinofilme. Quelle: Screenshot
iTunesLängst ist Apples iTunes nicht mehr nur auf Musik und Apps beschränkt. Apples iTunes-Videothek hebt sich in vielfacher Hinsicht von der Video-On-Demand-Konkurrenz ab. So bietet der IT-Gigant mit über 13.000 Filmen und Serien zwar die größte Auswahl, ein Abomodell sucht man hier allerdings vergeblich. Einzelne Inhalte müssen also stets geliehen oder gekauft werden, wobei der Anspruch auf geliehene Filme nach drei Tagen verloren geht. Apple punktet auch bei der Tonqualität, indem fast jeder Film in Dolby Digital 5.1 daherkommt. Quelle: Screenshot
EntertainDas Entertain-Angebot der Telekom bietet individuelles Fernsehen. Durch die Aufnahmefunktion wird das TV-Programm aufgezeichnet und über das Handy oder den PC organisiert. Das Video on Demand-Programm bietet eine Auswahl aus über 19.000 Film-, TV- und Serien-Highlights. Quelle: Presse

Der aktuelle Teletext-Standard reizt bereits alle Möglichkeiten aus, es sind keine Änderungen oder Ergänzungen mehr möglich. Eine Seite des Teletextes umfasst maximal 24 Zeilen zu je 40 Schriftzeichen, von denen 22 von den Redaktionen genutzt werden können. Zur Verfügung stehen außerdem 96 Zeichen inklusive Zahlen. Eine spezielle Software spielt erstellte Inhalte in die Austastlücke und liefert diese sozusagen mit der Fernsehsendung aus. Bis zu 899 Seiten haben aktuelle Teletexte für gewöhnlich. Um eine bessere Übersicht zu ermöglichen, wurde Anfang der Neunziger der sogenannte TOP-Text eingeführt, der dem Dekoder an das Anlegen eines Inhaltsverzeichnisses erlaubt.

Die Datenrate in dem in Europa üblichen PAL-Format entspricht einer Datenübertragung von 128 Kilobit in der Sekunde. Davon werden allerdings nur 15 bis 47,5 Kilobit in der Sekunde genutzt. Zum Vergleich: Ein ISDN-Anschluss bietet eine Übertragungsrate von 64 Kilobit in der Sekunde.

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