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Mischung aus Drohne und Auto Mit diesem Lufttaxi heben Audi und Airbus gemeinsam ab

Audi und Airbus Prototyp Drohne Quelle: AP

Viele Unternehmen versuchen sich daran, Drohnen in der Luft als Transportmittel zu etablieren. Audi und Airbus haben sich dafür nun zusammengetan und ihr Fluggerät in den Niederlande erstmals in die Luft gebracht.

Das verkleinerte Modell eines fliegenden Drohnen-Autos schwebt und fährt durch eine Ausstellungshalle und gestattet einen Blick in die Zukunft der urbanen Mobilität. Der in Amsterdam vorgestellte Prototyp Pop.Up Next wurde vom Autobauer Audi und dem Flugzeughersteller Airbus entwickelt und besteht aus drei Modulen: einem Fahrgestell mit Rädern, einer Kapsel für zwei Passagiere und einer Drohne mit vier Rotoren.

Das Modell mit einer Skala von eins zu vier vollführt auf der Konferenz Amsterdam Drone Week seinen öffentlichen Jungfernflug. Zuerst fliegt die Drohne durch die Halle und landet auf einem Parkplatz. Dann fährt ein kleines Auto unter die Drohne und seine Passagierkapsel wird hochgehoben, um an die Unterseite der Drohne geheftet zu werden. Als die beiden verklinkt sind, erhebt sich die Drohne wieder und fliegt zu ihrem Ausgangsort zurück, wo die Kapsel auf ein anderes Fahrgestell herabgelassen wird, um ihre Reise fortzusetzen.

An der Entwicklung des Geräts war auch Italdesign beteiligt, eine Designfirma, die wie Audi zum Volkswagen-Konzern gehört. Der Testflug des Modells verlief ohne Schwierigkeiten, doch eine solche Luftbeförderung dürfte sich nicht so bald buchen lassen. Mehrere Schritte müssen unternommen werden, bevor Pop.Up Next, oder eine künftige Version der Drohne, für den kommerziellen Einsatz bereit ist.

„Dafür müssen wir eine Liste von Themen abhaken - das Fahrzeug ist eines, Sicherheit ist ein überragendes, Infrastruktur ist eines, Akzeptanz ist ein weiteres“, sagt der Airbus-Manager Jean Brice Dumont. Er denke, es werde „mehr als ein Jahrzehnt dauern, bis ein wirklich signifikanter, massiver Einsatz eines Lufttaxisystems“ möglich sei.

Uber möchte schon früher bereit stehen. Der Fahrtenvermittler veröffentlichte vor einem Jahr den Künstlerentwurf eines eleganten Geräts. Uber hofft, dieses 2020 für Demonstrationsflüge fertig zu haben und ab 2023 dessen Dienste anzubieten. Das batteriebetriebene Luftfahrzeug sieht aus wie eine Kreuzung aus einem Kleinflugzeug und einem Hubschrauber, mit starren Flügeln und Rotoren.

Auch ein niederländisches Unternehmen hat ein fliegendes Fahrzeug entwickelt: PAL-V Liberty ist eine Mischung aus einem Auto und einem Gyrocopter mit drei Rädern und zwei Sitzen.

Auf der Amsterdamer Konferenz sprachen europäische Regulierer auch darüber, wie der Luftraum des Kontinents sicher gehalten werden kann, während mehr und mehr Drohnen in den Himmel steigen. Es wird erwartet, dass nächstes Jahr Regeln der Europäische Union in Kraft treten, die die Drohnen-Regulierung in der Staatengemeinschaft harmonisiert.

„Da die Branche rasch expandiert, ist es wichtig für uns, Marktentwicklungen vorherzusehen und für Wandel gewappnet zu sein“, sagt Patrick Ky von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit

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