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Youtube Da guckst Du!

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Werbung und Product Placement

Was Verbraucher bei Online-Videotheken beachten können
Wie kann ich Filme im Internet ausleihen?Filme im Internet lassen sich auf verschiedenen Geräten abrufen. Was möglich oder notwendig ist, hängt vom Anbieter ab. Allgemein ist die Ausleihe über Computer möglich oder über Fernseher, an die Empfangsgeräte angeschlossen sind, sogenannte Set-Top-Boxen. Daneben gibt es auch internetfähige Fernseher. Die Filme können zudem oft auf Smartphones oder Tablets geladen werden. Quelle: dpa
Welche Arten von Onlinevideotheken gibt es?Besonders komfortabel sind sogenannte Video-on-Demand-Dienste (VoD-Dienste). Nutzer rufen Filme direkt aus dem Internet ab und bekommen sie auf dem Fernseher angezeigt. Daneben haben viele Fernsehsender Mediatheken, wo Internetnutzer Beiträge, Serien und Filme eine Zeit lang kostenlos anschauen können. Weniger schnell kommen Filme von Online-Videotheken ins Haus, bei denen Nutzer DVDs oder Bluray-Discs (BDs) übers Internet ausleihen. Diese werden dann per Post zugestellt und müssen nach dem Ansehen zurückgeschickt werden.
Wie müssen Haushalte und Geräte für den Online-Videogenuss ausgestattet sein?Ein schneller Internetanschluss ist notwendig: Für Filme in Standardqualität reicht laut Experten eine Geschwindigkeit von zwei Megabit pro Sekunde, für hoch auflösende Filme (HD-Filme) sind sechs bis 16 Megabit nötig. Wer HD-Filme sehen möchte, benötigt zudem einen HD-fähigen Fernseher. Auf Computern muss meist Windows laufen, teils können auch Mac-Rechner genutzt werden. Linux ist häufig ausgeschlossen. Auch von Smartphones und Tabletrechnern sind manche Plattformen nur unter einem bestimmten Betriebssystem erreichbar. Quelle: dpa
Wie leihe ich Filme per VoD aus?Verbraucher müssen sich zunächst bei einem Anbieter anmelden. Dort loggen sie sich per Computer oder Fernseher ein, suchen den gewünschten Film und können ihn sofort ansehen. Die Leihdauer beträgt meist 24 bis 48 Stunden. Manche Anbieter haben auch deutlich längere Fristen. Nutzer können die Filme anschauen, so oft sie wollen. Das zeitweise Speichern auf dem eigenen Computer, um Filme auch ohne Internetverbindung später zu sehen, ist nur selten möglich.
Was kostet die Filmausleihe im Netz?Die Preise sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Viele haben genauso einzelne Filme wie Abonnements oder Monatspauschalen im Programm. Fällig sind je nach Anbieter und Film oft zwischen 50 Cent und sechs Euro. HD-Filme kosten mehr als solche in Standardqualität. Abomodelle machen Filme meist entweder günstiger, oder eine Auswahl von Filmen ist gleich ganz kostenlos.
Welche Filme kann ich ausleihen?Grundsätzlich gibt es Kinofilme, Serien und manche Fernsehfilme zur Leihe. Das Angebot reicht von mehreren hundert bis zu mehreren tausend Titeln. Teils stecken hinter den Filmportalen die großen Privatsender - sie bieten online die Filme an, die bei ihnen bereits gelaufen sind. Viele Kinofilme sind im Internet verfügbar, sobald sie auf DVD erscheinen, müssen aber erst einmal wieder aus dem Netz verschwinden, wenn sie im Fernsehen laufen. Nur vergleichsweise wenige Filme sind als Originalversion oder mit Untertiteln verfügbar.
Bieten die VoD-Dienste dieselbe Qualität wie Filme auf DVD?Die Bildqualität bei VoD ist laut Stiftung Warentest schlechter als bei Filmen, die von DVD oder Bluray abgespielt werden. Nur drei von neun getesteten Anbietern konnten überzeugen. Kein Film erreichte demnach dieselbe Qualität wie auf einer Bluray. Quelle: rtr

Diese deutschen YouTube-Stars können von ihren Clips längst leben. Die Plattform stellt die Werke umsonst online und beteiligt die Macher an den Werbeeinnahmen; vor den Videos läuft Werbung, außerdem pflastert YouTube die eigene Internetseite mit Reklame, und manchmal, so wie kürzlich bei Y-Titty, taucht im Clip ein Erfrischungsgetränk auf. Product-Placement heißt das in der Fachsprache, und auch dafür fließt Geld. Besonders bei Kosmetik- und Mode-Formaten ist die Grenze zur Schleichwerbung fließend.

Welchen Anteil der Erlöse die Stars bekommen, weiß offiziell niemand – YouTube lässt sich das Schweigen vertraglich zusichern. Insidern zufolge, sollen sie im Schnitt rund 1,50 Euro pro 1.000 Klicks bekommen. Stimmt das, hätte allein Y-Titty bisher rund 850.000 Euro eingenommen. Die deutsche YouTube-Vertreterin Mounira Latrache sagt nur so viel: "Tausende YouTuber weltweit verdienen mittlerweile sechsstellige Beträge im Jahr." Ein Dementi hört sich anders an.

Die Zahlen belegen, dass die Konzerne mit ihrer Reklame den Zuschauern folgen. Online-Videowerbung wuchs allein im vergangenen Jahr um 23 Prozent auf 240,2 Millionen Euro. In diesem Jahr soll sie auf etwa 280 Millionen Euro und im Jahr 2017 auf 500 Millionen Euro steigen.

Das klingt erst mal nach nicht viel, wenn man den Zahlen die vier Milliarden Euro gegenüberstellt, die in Fernsehwerbung fließen. Doch der Abstand schrumpft schnell und beschleunigt einen fundamentalen Wandel. Fernsehen wird bald nicht mehr der wichtigste Werbeträger sein. "Im Jahr 2014 werden die Online-Werbeinvestitionen jene in TV erstmals übertreffen – getrieben vor allem durch Bewegtbildwerbung im Netz", sagt Frank-Peter Lortz, Chef der Mediaagentur ZenithOptimedia. Onlinewerbung ist zielgerichteter. "Videospots im Netz sind so emotional wie im Fernsehen und außerdem noch interaktiv. Zudem können die Werbenden dort ganz gezielt junge Menschen erreichen", sagt Klaus Goldhammer, Gründer und Chef des Medienberatungsunternehmens Goldmedia. In den USA schreitet diese Entwicklung schneller voran, dort soll der Online-Bewegtbildwerbemarkt laut den Marktforschern von eMarketer in den kommenden vier Jahren von 2,9 Milliarden Dollar auf 9 Milliarden Dollar wachsen.

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    So surft Deutschland im Netz
    Die Deutschen haben sich im Internet eingerichtet und nutzen es völlig selbstverständlich - dies ist eine Erkenntnis der neuen, jährlich erscheinenden Online-Studie von ARD und ZDF. Nach einem teils rasanten Anstieg der Internetverbreitung in Deutschland in den vergangenen Jahren beginnt sich das Wachstum zu verlangsamen: Nur 1,7 Millionen Deutsche haben seit 2011 erstmals den Weg ins Internet gewagt. Inzwischen sind 53,4 Millionen Menschen in Deutschland am Netz - das entspricht 75,9 Prozent der Bevölkerung. Oder anders formuliert: Immer noch ist knapp ein Viertel der Deutschen nicht online.
    Ältere Menschen hinken bei der Internetnutzung immer noch leicht hinterher, holen aber in großem Tempo auf. Gegenüber 2011 ist die Online-Nutzung der Menschen über 50 Jahre von 69 Prozent auf knapp 77 Prozent gestiegen. Bei den „Silver Surfern“ ab 60 nutzen immerhin 39,2 Prozent das Netz, im Vorjahr waren es noch 34,5 Prozent gewesen.
    Auch das Ausmaß der Nutzung lässt aufhorchen: Durchschnittlich nutzen die Deutschen das Internet 83 Minuten täglich. Zum Vergleich: Die Fernsehnutzung liegt bei rund 242 Minuten täglich, die Radionutzung bei 191 Minuten pro Tag. Weil das Internet auch heute noch überwiegend als anspruchsvolles, forderndes „Lean-Forward-Medium“ gilt, ist diese Online-Unterlegenheit wenig verwunderlich: Wer im Internet surft, ist häufig auf der Suche nach ganz bestimmten Informationen und agiert so weitaus selbstständiger als ein klassischer TV- oder Hörfunk-Nutzer.
    Der seit Jahren zu beobachtende Trend zur mobilen Internetnutzung hält an: 23 Prozent der Nutzer gehen inzwischen auch über Smartphones oder Tablet-Computer ins Netz. Die Wissenschaftler von ARD und ZDF stellen dazu fest: „Dabei ersetzen mobile Endgeräte nicht den stationären Zugang, sondern sie schaffen neue Nutzungssituationen.“ Zum Beispiel am Strand.
    Und als wäre das Dauerfeuer der Internet-, Fernseh- und Radio-Informationen noch nicht genug, bestätigt sich in diesem Jahr ein Trend zur Parallelnutzung: „Second Screen“ nennen die Forscher das Verhalten, während des TV-Konsums via Laptop, Smartphone oder Tablet-Computer im Internet zu surfen. 13 Prozent der Nutzer sind bereits betroffen.
    „Während Smartphones besonders beliebt bei den Unter-30-Jährigen sind, sind Tablets, die inzwischen in 8 Prozent der deutschen Haushalte vorhanden sind, die Domäne der 30- bis 49-Jährigen“, befinden die Wissenschaftler. Große Touch-Geräte bieten besonders einfache, intuitive Bedienungskonzepte und beschränken sich aufs Wesentliche. Bei den Menschen mittleren Alters, die noch nicht mit dem Internet aufgewachsen sind, kommt das offensichtlich gut an.
    Bemerkenswert ist zudem, das Smartphone-Benutzer ihr Geräte anders verwenden als einen Tablet-PC: Das Smartphone dient vor allem der schnellen Echtzeit-Kommunikation in sozialen Netzwerken, bei Tablet-Nutzern geht es vor allem um das Surfen auf Internetseiten und die E-Mail-Kommunikation.

    Der Suchmaschinenriese Google lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass er mit seiner Konzerntochter YouTube den Löwenanteil dieses wachsenden Marktes abgreifen will. Zwar haben die großen Fernsehsender hierzulande erkannt, dass sie auch im Netz präsent sein müssen, um die Jungen zu erreichen. Sie tun das mit werbefinanzierten oder kostenpflichtigen Angeboten. RTL etwa hat die Online-Mediathek RTL Now aufgebaut; MyVideo und Maxdome gehören zu ProSiebenSat.1. Aber ihre Reichweiten liegen weit hinter dem Marktführer YouTube, auf dessen Plattform sich weltweit eine Milliarde Nutzer jeden Monat sechs Milliarden Stunden Videos ansehen. Deshalb haben viele Sender auch angefangen, die Plattform zu umarmen: Die ARD sendet einige ihrer Inhalte dort, ebenso wie das ZDF, ProSieben – und sogar der Bezahlsender Sky zeigt Bundesliga-Highlights kostenfrei.

    Damit die alten TV-Unternehmen nicht durch die Hintertür wieder zu Marktführern im Online-Werbemarkt werden, investiert YouTube viel Geld, um die Laien zu professionalisieren und neue Inhalte zu fördern.

    Seit sechs Jahren veranstaltet der Konzern regelmäßig Talentwettbewerbe und lässt die Gewinner in Schnitt-, Licht- und Videotechniken schulen. So soll die Qualität der Angebote steigen – und mit ihr die Klickzahlen. In den Aufbau von 160 YouTube-Kanälen investierte der Konzern 74 Millionen Euro. Zu ihnen zählen der Krimikanal Trigger.tv ebenso wie ein Motorsport- und ein Fitnesskanal. Werbekunden erreichen dort leichter bestimmte Zielgruppen und investieren deshalb höhere Summen.

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