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Deutsche TelekomDas ganz "neue Ding" für die Großkunden

Die Auftritte auf dem Mobile World Congress zeigen: Die Deutsche Telekom will wieder Global Player werden. Doch dieses Mal ganz anders.Jürgen Berke 23.02.2016 - 06:32 Uhr

G5 von LG

Statt einer Kunststoff- oder Leder-Rückseite wie beim Vorgänger setzt LG beim G5 auf Metall. Das schmale Gehäuse ist vollständig aus Aluminium, der Bildschirm an den Seiten leicht gekrümmt. Wie das Modell V10 hat LG das 5,3 Zoll große G5 ebenfalls mit einer Always-On-Funktion ausgestattet. Dabei leuchtet das Display des Smartphones permanent, sodass der Nutzer  jederzeit Uhrzeit und neue Nachrichten sehen kann. Die Hersteller versprechen, dass darunter die Akkuleistung nicht leidet. Mit dem Zusatz „LG 360 Cam“ wird es zu einer Kamera für Panorama-Ansichten. Für bessere klassische Fotos gibt es das einschiebbare Kamera-Modul „Cam Plus“. Und das mit Bang & Olufsen entwickelte „LG Hi-fi Plus“ soll das Smartphone zu einer Audio-Anlage machen. Die Batterie kann man austauschen. Mit einem zusätzlichen „Smart Controller“ können Nutzer Drohnenflüge steuern und dabei Bilder auf dem Display des eingesteckten Smartphones verfolgen.

Einzelpreise für die Zusatzelemente sind offiziell nicht bekannt. Der Preis für das Smartphone allein dürfte nach ersten Schätzungen mehr als 650 Euro betragen.

Foto: AP

Samsung Galaxy S7

Samsung will mit zwei aufpolierten Modellen seiner Flaggschiff-Reihe Galaxy S die Initiative im hart umkämpften Smartphone-Markt ergreifen. Das Samsung S7 Edge ist nun mit 5,5 Zoll etwas größer geworden. Die Diagonale des S7 misst 5,1 Zoll. Verbaut sind jeweils 4-Gigabyte-Arbeitsspeicher und Akkus mit 3000 beziehungsweise 3600 mAh (S7 Edge). Die verbauten Prozessoren sollen zu den schnellsten am Markt gehören. Samsung verspricht 30 Prozent mehr Leistung als beim Vorgänger. Beide Modelle verfügen über ein AMOLED-Display, das Inhalte in HD-Qualität darstellt. Die Geräte sind Wasserdicht und staubresistent. Im Sperrbildschirm werden nun Urzeit und Datum angezeigt. Laut Hersteller soll das die Batterieleistung nicht beeinträchtigen. Die Kamera fällt noch lichtempfindlicher als bei den Vorgängermodellen aus und soll auch bei Dunkelheit scharfe Bilder machen.

Am 11. März sollen die neuen Smartphone-Modelle auf den Markt kommen. Die 32-Gigabyte-Version den Samsung Galaxy S7 soll in Deutschland 699 Euro kosten, die Premium-Variante, das S7 Edge, 799 Euro.

Foto: AP

Dial von will.i.am

Der Musiker Will.i.am hat in der Deutschen Telekom einen Mobilfunk-Partner für seine neue sprachgesteuerte Computer-Uhr "Dial" gefunden. Die Telekom werde das Gerät in ihren Märkten exklusiv vermarkten, hieß es auf dem Mobile World Congress. Will.i.am verspricht ein „Smartphone am Handgelenk“, das sich direkt ins Mobilfunk-Netz einwählt und deshalb im Gegensatz zu den meisten heutigen Computer-Uhren nicht auf die Verbindung zu einem Smartphone angewiesen ist. Die Uhr hat Bewegungssensoren, mit denen sie zum Beispiel laut Hersteller erkennen kann, ob man läuft oder Auto fährt und sich daran anpasst. Mit der 2-Megapixel-Kamera kann man auch Selfies aufnehmen. Es solle auch eine Art App-Plattform für zusätzliche Funktionen geben, die „Skills“ heißen.

Bei vielen weiteren Details wie dem Preis oder dem Starttermin blieben die Partner vage.

Foto: dpa

360 VR von LG

LG macht den VR-Trend mit und bringt passend zum MWC seine VR-Brille 360 VR auf den Markt, die als Zubehör für das neue Smartphone-Flaggschiff G5 gedacht ist. Die Brille ist ausgestattet mit zwei 13 Megapixel-Weitwinkellinsen und drei Surroundsound-Mikros. Mit einem Kabel wird sie an das Smartphone angeschlossen.

Der Preis ist noch nicht bekannt.

Foto: dpa

Brille für Drohnenflüge von Epson

Die Augmented-Reality-Brille Moverio BT-300 soll sich vor allem für Drohnenflüge eignen. Laut Hersteller wird die Brille mit Drohnenfernsteuerungen gekoppelt, sodass der Träger auf den Gläsern das Kamerabild sehen kann. Wegen halbdurchlässiger Spiegel ist es möglich, das Bild für den Träger sichtbar zu machen. Als Projektor dienen erstmals OLED-Displays auf Siliziumbasis. Die Vorteile: höhere Helligkeit, Kontrast und mehr Farben. Ein klarer Nachteil: Wie das Vorgängermodell ist auch die Moverio BT-300 mit einem Kabel mit der Steuerbox verbunden, in der sich Hardware und ein Akku – der laut Hersteller sechs Stunden hält – befinden.

Im Oktober kommt die Brille in den Handel. Sie soll etwa 800 Euro kosten.

Foto: WirtschaftsWoche

Kabelloser Datenfluss bei Skoda

Den Informationsfluss vom Smartphone zum Entertainmentsystem im Auto gibt es schon seit Längerem – allerdings via Kabel. Skoda hat nun in Barcelona seine Technologie Wireless Mirror Link präsentiert, bei der Daten wie Musik und Wetterinfos per WLAN übertragen werden.

Foto: CLARK/obs

Ubuntu-Tablet

Das bq Aquaris M10 Ubuntu Edition ist das erste Tablet, das mit vorinstalliertem Ubuntu ausgeliefert wird. Auf dem 10-Zoll-Tablet läuft die Linux-Distribution – ein Komplettpaket von aufeinander abgestimmter Linux-Software. Das Besondere: Sobald der Nutzer Tastatur oder Maus anschließt, arbeitet das System wie das bekannte Desktop-System. Mit einem Micro-HDMI-Port ist es möglich, einen weiteren Bildschirm an das Gerät anzuschließen. Das Tablet ist mit einer 12-Megapixel-Kamera und einer Full-HD-Webcam ausgestattet. Der Arbeitsspeicher fällt mit zwei Gigabyte eher gering aus, der Massenspeicher fasst 16 Gigabyte.

Das Tablet soll im Frühling erscheinen. Der Preis steht noch nicht fest.

Foto: WirtschaftsWoche

Gear 360 von Samsung

Für private VR-Aufnahmen kündigte Samsung während des Mobile World Congress in Barcelona die Gear 360 an. Das kugelrunde Gerät in Form eines Golfballs soll speziell den Verbrauchermarkt adressieren. Die Kamera mit zwei Linsen filmt wahlweise ihre Umgebung im 360- oder 180-Grad-Winkel. Beim Speichern werden die Aufnahmen automatisch per Wifi auf das Smartphone übertragen, aber auch ein USB-Anschluss ist verfügbar. Ist die Kamera mit dem Smartphone verbunden, lässt sie sich auch über das Display des Telefons steuern. Die passende VR-Brille dazu hatte Samsung im vergangenen Jahr vorgestellt. Ein Preis für die Gear 360 ist bis jetzt noch nicht bekannt.

Foto: dpa

Huawei präsentiert Matebook

Das erste Convertible von Huawei hat einen Doppelkern-Prozessor von Intel und soll laut Hersteller mit einer Ansteck-Tastatur ein Notebook ersetzen können. Das Matebook mit Windows 10 ist auf Unternehmenskunden ausgerichtet. So sind in dem dafür entwickelten Stift ein Laser-Pointer und Knöpfe zur Bedienung von Präsentations-Software integriert. Nach einer Stunde Ladezeit soll der Stift einen Monat einsetzbar sein. Als weitere Innovationen gibt es ein Zusatzmodul mit Anschlüssen, die PC-Nutzer bei einem Tablet vermissen könnten. In dem Rahmen hat Huawei einen Fingerabdruck-Scanner eingebaut, über den Nutzer das Convertible entsperren können.

Wann das Matebook auf den Markt kommt, ist noch unklar. Die günstigste Variante soll 799 Euro kosten.

Foto: dpa

Auf Xperia Z folgt Xperia X

Die neue Smartphone-Serie von Sony besteht aus drei Modellen: aus dem Xperia X, dem Xperia XA und dem Xperia X Performance. Alle Smartphones messen fünf Zoll, sie unterscheiden sich allerdings in ihrer Ausstattung. Das Xperia X (Foto) ähnelt stark dem Xperia Z, das erst vor einem halben Jahr auf dem Markt gekommen ist. Beide Geräte haben mit 1920 x 1080 Pixel die gleiche Auflösung, einen am Rand integrierten Fingerabdrucksensor und eine 23-Mega-Pixel-Kamera, wobei die Kamera des neuen Modells laut Hersteller deutlich besser sein soll. Der Prozessor Qualcomm Snapdragon 650 ist eher der Mittelklasse zuzuordnen. Das Xperia X soll Ende Mai für 600 Euro auf den deutschen Markt kommen und zwar in Schwarz, Weiß, Rosé-Gold und Lime Gold.

Auch das Xperia XA soll in den gleichen Farben wie das Xperia X in Deutschland erhältlich sein – allerdings für nur 299 Euro. Das Smartphone ist ausgestattet mit einer 13-Megapixel-Kamera auf der Rückseite und einer Weitwinkel-Kamera mit acht Megapixeln und einem 88-Grad-Weitwinkel. Im Gegensatz zum Xperia X fehlen unter anderem der Fingerabdruck-Sensor und der Vorhersage-Fokus. Das Modell mit der höchsten Ausstattung, das Xperia X Performance, kommt nicht auf den deutschen Markt.

Foto: WirtschaftsWoche

Tone Platinum Bluetooth-Kopfhörer von LG

Die Bluetooth-Kopfhörer sind mit einem Stimmen-Feature ausgestattet, sodass die Verbraucher per Sprachbefehl Anrufe entgegen nehmen können. Wenn der Nutzer ein Android-Smartphone besitzt, kann er mit Hilfe einer App über die Kopfhörer Sprachnotizen aufzeichnen und sich von Freunden und Bekannten orten lassen. Schallwandler – die es laut LG nur in kabelgebundenen Kopfhörern gibt – minimieren Verzerrungen bei der Wiedergabe von Liedern.

Im März kommt der Kopfhörer in den USA auf den Markt. Anschließend in Europa. Einen Preis hat das Unternehmen bisher noch nicht bekannt gegeben.

Foto: WirtschaftsWoche

HTC Vive

Eine Vor-Version hatte HTC der Öffentlichkeit bereits 2015 präsentiert, in Barcelona stellte der Gerätehersteller nun das gesamte Set rund um die VR-Brille vor, das HTC gemeinsam mit dem Spiele-Hersteller Valve entwickelt hat. Neben der Headset-Brille gehören zwei Lasertracker, zwei Handcontroller und Ohrhörer zur Ausstattung sowie die Vollversionen der beiden VR-Spiele Job Simulator: The 2050 Archives und Fantastic Contraption. Im Gegensatz zum Konkurrenz-Gerät Oculus-Rift können die User mit dem Laser-Trackern einen bis zu 25 Quadratmeter großen Trackingbereich aufspannen, in dem sie sich bewegen können. Mit den Handschuhen können sie nach virtuellen Objekten greifen. Lästig ist allerdings, dass die VR-Brille nur mit einem USB-Kabel funktioniert – und den Nutzer so in seiner Bewegung einschränkt.

Vorbestellungen nimmt HTC ab dem 29. Februar entgegen. Für 799 Dollar soll die Anfang April auf den Markt kommen – der europäische Preis wurde noch nicht bekannt gegeben.

Foto: WirtschaftsWoche

Smartes Armband Halo Bracelet

Schön und funktional zugleich: Das dänische Designstudio Jacob Jensen hat ein Armband entwickelt, über den Frauen mit drei schnellen Berührungen einen Notruf absetzen können. Der Schmuck nutzt dafür das Smartphone, mit dem er per Bluetooth verbunden ist. Mit anderen Gesten lassen sich Anrufe ablehnen.

Foto: Handelsblatt,

Telekom-Chef Timotheus Höttges präsentiert sich auf dem Mobile World Congress zum ersten Mal als großer Innovator. Das ist ja auch der tiefere Sinn einer Messe. Doch dieses Mal nimmt die Telekom die Rolle auch an. Da wird am Messestand in Halle 3 gezeigt, wie sich für die Steuerung eines Roboterarms die Reaktionszeiten in den zukünftigen 5G-Netzen auf eine Millisekunde senken lassen. Da  mietet der Konzernchef das ehrwürdige Theater Barts an, um mit dem Rapper und Entrepreneur  will.i.am die erste smart watch mit einer eigens dafür entwickelten Sprachsteuerung der Weltöffentlichkeit zu präsentieren. Und am Dienstagmittag geht Höttges auf einer gemeinsamen Pressekonferenz eine strategische Partnerschaft mit der koreanischen SK Telecom ein. Einige der für den viel weiter entwickelten südkoreanischen Telekommunikationsmarkt kreierten Mobilfunk- und Internetprodukte will die Telekom nach Europa bringen.

Eine sehr grundlegende Neuerung geht dabei etwas unter. Die Deutsche Telekom will wieder Global Player werden. Doch dieses Mal drohen keine teuren Übernahmen wie noch zu Zeiten des früheren Vorstandsvorsitzenden Ron Sommer. Die Telekom hat sich ein ganz "neues Ding" (Höttges) für ihre Großkunden ausgedacht, das vielleicht sogar künftige Übernahmen für die Geschäftskunden-Tochter T-Systems überflüssig macht.

Gemeinsam mit  dem IT-Anbieter Centurylink, dem indischen Telekom-Konzern Reliance und der koreanischen SK Telecom gründet die Telekom den neuen Weltanbieter ngena. Die Abkürzung steht für Next Generation Enterprise Alliance. Der Newcomer will in den nächsten Jahren 20 weitere Telekom-Konzerne aus aller Welt aufnehmen. Entstehen soll dadurch so eine Art United Nations of Telecom-Operators, die sich gegenseitig helfen beim Ausrollen von Unternehmensnetzen bis in die entlegenste Winkel der Welt. "Sharing von Netzen", nennt das Konzernchef Höttges. "Die Idee baut auf den Prinzipien der Shared Economy auf." Was bei Autos (Car-Sharing) und Wohnungen (Airbnb) funktioniert, soll nun auch in der Telekom-Welt möglich sein.

Möglich ist das, weil der US-amerikanische IT-Anbieter Cisco mit seiner weltweiten Intercloud die technologische Basis für einen weltweiten Datenaustausch geschaffen hat. Dadurch lassen sich die internationalen Festnetze der verschiedenen ngena-Partner zu einem virtuellen Weltnetz verknüpfen. Mehr noch. Das Bündnis will auch gemeinsame Sicherheitsstandards festlegen, damit die Unternehmens-Daten auf ihrer Reise rund um den Globus nicht von kriminellen Cyberbanden und Geheimdiensten abgefangen werden. Weltweit agierende Firmen können so Mitarbeiter an entlegenen Standorten schneller und sicherer anbinden. Schon bisher hat T-Systems bei der Realisierung von Konzernnetzen bei den Ex-Monopolisten in aller Welt die benötigten Leitungen und Leistungen eingekauft. Mit ngena gründet die Telekom jetzt eine Einkaufs-Plattform, der diesen Prozess beschleunigt und professionalisiert.

Für Telekom-Chef Höttges ist das jedoch nur der Anfang. Richtig charmant wird solch eine Welt-Allianz aus Sicht der Telekom, wenn sie auch noch den Mobilfunk einbezieht. Die Mobilfunk-Allianz Freemove, von der Deutschen Telekom, Telecom Italia, der skandinavischen TeliaSonera und der französischen Orange vor zehn Jahren gegründet und inzwischen fast in Vergessenheit geraten, könnte dann in ngena aufgehen. Auch mit der britischen BT - inzwischen mit der Deutschen Telekom als Großaktionär - laufen offenbar Beitrittsverhandlungen. Drei der fünf größten europäischen Telekom-Konzerne im Geschäft mit Großunternehmen  würden dann bei ngena an einem Tisch sitzen. Die Kartellwächter in Brüssel wollen sich deshalb die Konstruktion ganz genau anschauen. Die Gründung von ngena könnte auch das Ziel verfolgen, die ruinösen Preiskämpfe um Großaufträge zu beenden. Wenn erst einmal alle an einem Tisch sitzen, wird vielleicht auch darüber geredet.

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