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AutobauVolkswagen perfektioniert das Lego-System

Schon länger verwenden Autohersteller für verschiedene Autos die gleiche Plattform. Der VW-Konzern treibt das Gleicheteilespiel jetzt noch einen Schritt weiter und baut Autos mit Modulen aus einem großen Baukasten zusammen. Ziel ist nicht nur Autos kostengünstiger herzustellen, jede noch so kleine Nische soll zudem schnell besetzt werden können. Die ersten Modelle aus dem neuen Baukasten sind der neue Audi A3 und der nächste VW Golf.Jürgen Rees 28.02.2012 - 06:37 Uhr

Der Baukasten von Volkswagen

Viele Autobauer nutzen eine Konstruktionsplattform als Basis für unterschiedliche Modelle. Meist sind Chassis und Radaufhängung gleich – doch oft steckt noch weit mehr gleiche Technik unter verschiedenen Karosserien.

Volkswagen perfektioniert diese Strategie jetzt mit dem sogenannten Modularen Querbaukasten. In dem Baukasten befinden sich Boden, Motoren, Getriebe, Klimaanlagen, Armaturenbretter, Sitze oder Assistenzsysteme – kurzum praktisch alles, was man braucht um ein Auto zu bauen.

Foto: Pressebild

Audi A3

Der neue Audi A3, der im Frühjahr 2012 erscheint, ist das erste Fahrzeug aus dem neuen Baukasten des VW-Konzerns.

Foto: dapd

Golf VII

Der neue Golf kommt im Herbst 2012 und ist die Basis für eine ganze Menge Fahrzeuge des Konzerns. Am 4. September wird der neue Flitzer vorgestellt, Verkaufsstart ist im November.

Foto: Pressebild

Scirocco

Der sportliche Scirocco ist das klassische Nischenmodell, wie es VW vorschwebt: Flotte Hülle mit Golf-Großserientechnik unter der Haube

Foto: Pressebild

Tiguan

Auch der SUV Tiguan basiert beispielsweise auf der Golfplattform. Wenn nötig können Tiguan, Golf und Passat bald auf einem Band produziert werden. (Im Bild: Produktionsstraße für Golf und Tiguan)

Foto: dpa

Skoda Octavia

Der Skoda Octavia teilt sich ebenfalls mit dem Golf die Technik unter dem Blechkleid.

Foto: Pressebild

New Beetle

Auch der Käfer-Nachfolger gehört zur Golf-Familie

Foto: Pressebild

Seat Leon

Genauso wie der Leon der spanischen Tochter Seat.

Foto: Pressebild

Polo

Der Kleinwagen Polo teilt sich seine technische Basis mit den Töchtern aus Spanien, dem Ibiza und dem Audi A1

Foto: Pressebild

Sharan

Der große Van von VW ist nicht nur verwandt mit dem Seat Alhambra.

Foto: Pressebild

Passat

Er trägt auch die Gene der Mittelklasse-Limousine Passat in sich.

Foto: Pressebild

CC

Das hübsche Coupe CC ist wiederum ein Nischenmodell auf Basis des Passat.

Foto: Pressebild

Lego ist ein wunderbares Spiel: Mit den immer gleichen Steinen lassen sich ganz unterschiedliche Dinge bauen. Genauso wollen Autohersteller am liebsten ihre Autos zusammen setzen. Man nehme Motor, Getriebe, Achsen, Abgassysteme und kombiniere sie mit einer anderen Karosserie zu immer neuen Autos.

Bisher nannten die Hersteller das Plattformstrategie, weil meist Chassis und Radaufhängung die Basis für unterschiedliche Modelle sind. Ganz viele Hersteller wie Renault und Nissan, Citroen oder Peugeot arbeiten so. Aber natürlich auch deutsche Hersteller. Der Porsche Boxster und der Cayman sind beispielsweise Autos mit gleichen Plattformen, aber unterschiedlichem Aussehen.

Auf der gleichen Plattform namens C1 aufgebaut sind beispielsweise  Ford Focus, Ford C-MAX, Ford Kuga, Volvo S40/V50, Volvo C30, Volvo C70 II, Mazda 3 und Mazda 5.

Volkswagen perfektioniert diese Strategie jetzt mit dem sogenannten Modularen Querbaukasten (MQB) so, dass es dem Ideal des Legospiels schon sehr nahe kommt. In dem Baukasten befinden sich Boden, Motoren, Getriebe, Klimaanlagen, Armaturenbretter, Sitze oder Assistenzsysteme – kurzum praktisch alles, was man braucht um ein Auto zu bauen. Von Toyota hat VW dabei gelernt, dass man nicht für jedes neue Auto sämtliche Teile wie Lichtmaschine oder Kühlbehälter jedes Mal komplett neu konstruieren muss.

Mazda hat seinen Kult-Bestseller MX-5 in diesem Jahr zwar nicht neu erfunden, hält aber mit der Version Hamaki ein schickes Sondermodell bereit. Der Hamaki feiert auf dem Genfer Automobilsalon seine Premiere und ist als Roadster mit Stoffverdeck für 23.690 Euro oder als Roadster Coupé mit elektrischem Hardtop zum Preis von 25.290 Euro erhältlich.

Äußerlich sollen Chrom-Akzente an Kühlergrill, Scheinwerfern und Türgriffen für Premiumflair sorgen, während innen die in „Havannabraun“ gehaltenen Ledersitze den exklusiven Auftritt unterstreichen. Erstmals kommt beim Hamaki ein integriertes Navigationssystem im MX-5 zum Einsatz.

Foto: PR

Lancia präsentiert voraussichtlich im Juli ein viersitziges Mittelklasse-Cabrio und lässt mit ihm wieder den traditionellen Namen Flavia auferstehen. Der 4,90 Meter lange Flavia mit automatisch öffnendem Stoff-Faltdach hat US-Wurzeln und rollt als Chrysler 200 auf amerikanischen Straßen.

Für Europa bekommt der Wagen eine eigene Frontpartie. Es wird ihn ausschließlich in Vollausstattung und mit einem 2,4-Liter-Vierzylinder-Benziner mit Automatikgetriebe geben. Lediglich die Farben für den Lack, das Verdeck und den Innenraum sind wählbar. Preise gibt es noch nicht.

Foto: PR

Morgan bringt wieder einen Plus 8 und vertraut beim Antrieb auf den BMW-V8 mit 4,8 Liter Hubraum, der 270 kW/367 PS mobilisiert. Mit Sportauspuff sind es gar 291 kW/390 PS. Das ist genau doppelt soviel wie der zuletzt auf 4,6 Liter Hubraum vergrößerte V8 von Rover über die Hinterräder herfallen ließ. Morgan beziffert die Zeit für den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 für den neuen +8 auf 4,5 Sekunden.

Foto: MID

250 Kilometer Höchstgeschwindigkeit werden in der Praxis kaum relevant. Der neue +8 ist der erste klassische Morgan, der auch mit einem automatischen Sechsgang-Getriebe erhältlich ist.

Als technische Zugeständnisse an moderne Zeiten dürfen auch die künftige Ausstattung mit Servolenkung und ABS verstanden werden. Über die Preise schweigt sich Morgan noch aus. Aber sechsstellig wird der Betrag sicher ausfallen.

Foto: PR

Zu den bezahlbaren Neuheiten gehört der Mini Roadster, der als erster offener Zweisitzer der Marke ab sofort dem Mini Cabrio zur Seite gestellt wird. Der agile Flitzer basiert optisch wie technisch auf dem Mini Coupé, ist 20 Millimeter niedriger als das Cabrio und verfügt über ein ganzjahrestaugliches Textilverdeck.

Foto: PR

Drei 1,6-Liter-Benziner mit 90 kW, 135 kW und 155 kW (122 PS, 184 PS und 210 PS) sowie ein Zweiliter-Diesel mit 105 kW/143 PS stehen für die offenen Ausfahrten bereit. Die Preise für das Spaßmobil: 22.600 Euro für den Mini Cooper Roadster, 26.750 Euro für den offenen Cooper S und 31.900 Euro für die Topversion John Cooper Works. Der Cooper SD kommt auf mindestens 27.750 Euro.

Foto: PR

Nach über einem Jahrzehnt Abwesenheit ist er nach Europa zurückgekehrt, in einem aufsehenerregenden Design, sofort erkennbar und absolut modern: Chevrolet hat den Camaro für europäische Straßen auf dem Nürburgring abgestimmt. Mehr Power und Ausstattung für so wenig Geld bietet hierzulande keiner.

Trotz guter Ausstattung und bärigen 432 PS aus 6,2 Litern Hubraum startet der Wagen bei 38.990 Euro. Bleibt die Frage: Coupé oder Cabrio, Automatik oder Schaltung? ...

Foto: PR

Der Chevrolet Camaro als Coupe und Cabrio hat in Europa acht Zylinder, 405 bis 432 PS und eine auf dem Nürburgring erarbeitete Fahrwerksabstimmung. Das Auto steht in bester Tradition amerikanischer Pony-Cars. Die offene Version kostet 5.000 Euro mehr als das Coupé.

Foto: PR

Lotus kommt mit einer weiteren Motorenvariante für seinen offenen Mittelmotor-Sportwagen Elise. Ab Anfang März gibt es die Version Elise S für 47.610 Euro. Der weniger als 1.000 Kilogramm leichte Wagen mit Aluminiumrahmen und Epoxidharz-Karosserie wird von einem 1,8-Liter-Vierzylinder mit 162 kW/220 PS angetrieben.

Foto: PR

Porsche bietet mit dem 911 Cabrio und dem Boxster gleich zwei neue Modelle für Frischluft-Freunde. Das brandneue 911 Cabrio startet im März mit 257 kW/350 PS starkem 3,4-Liter-V6 zu Preisen ab 100.532 Euro. Für den offenen Carrera S mit dem 3,8-Liter-Sechszylinder mit 294 kW/400 PS müssen 114.931 Euro locker gemacht werden.

Foto: PR

Das neue entwickelte, voll elektrische Stoffdach öffnet und schließt auch während der Fahrt bis Tempo 50 km/h. Gegen Zugwind schützt ein elektrisch ausfahrendes Windschott hinter den Sitzen.

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Und wem gut 100.000 Euro für einen offenen 911 zu viel sind, bekommt ab 48.291 Euro mit dem neuen Boxster ebenfalls echtes Porsche-Cabrio-Feeling. Für rund die Hälfte des 911er-Preises ist ab April der neue, im Vergleich zum Vorgänger rund 50 Kilogramm leichtere Boxster zu haben.

Der Mittelmotor-Sportler kommt zunächst mit 2,7-Liter großem, 195 kW/265 PS starkem Sechszylinder und als Boxster S mit 3,4-Liter und 232 kW/315 PS für 59.120 Euro. Später sollen auch Vierzylinder-Motoren folgen.

Foto: PR

Mercedes feiert den 60. Geburtstag der SL-Baureihe mit einer Neuauflage des luxuriösen Zweisitzers. Der traditionsbewusste Roadster kommt mit einer Vollaluminium-Karosserie, was ihn je nach Ausstattung um bis zu 140 Kilogramm leichter werden lässt.

Foto: PR

Als SL 350 mit 225 kW/ 306 PS starkem V6 kostet der schicke Schwabe mindestens 93.534 Euro. Mit dem bereits aus der S-Klasse bekannten 4,7-Liter-V8 mit 320 kW/(435 PS sind für den SL 500 exakt 117.096 Euro fällig. Darüber hinaus bringt Mercedes im Frühjahr auch den von der Tuningtochter AMG veredelten SL 63 AMG mit 5,5-Liter großem V8, der Preis ist noch heiß.

Foto: PR

Für viele finanziell ein leider unerfüllbarer Traum bleibt das bildschöne Jaguar XKR-S-Cabriolet. Der 2+2-Sitzer mit 405 kW/550 PS starkem, mittels Kompressor aufgeladenem Fünfliter-Achtzylinder, ist das schnellste jemals bei der britischen Edelschmiede gebaute Serienmodell.

Foto: PR

Das dreilagige, klassische Softtop öffnet und schließt sich binnen 18 Sekunden. Wesentlich zügiger gelingt der Sprint von 0 auf 100 km/h, nämlich in schnellen 4,4 Sekunden; bei 300 km/h wird elektronisch abgeregelt. Kostenpunkt für Jaguars sportlichste Open-Air-Version: 138.300 Euro.

Foto: PR

Und es geht noch exklusiver: Bentley liefert Ende des ersten Quartals die ersten Exemplare des rund 178.000 Euro teuren viersitzigen Cabriolets Continental GTC mit Vierliter-V8-Biturbo an betuchte Kunden aus.

Foto: PR

Der 373 kW/507 PS starke Motor mit einer Spitzengeschwindigkeit von rund 290 km/h ist für den sparsameren Umgang mit Kraftstoff mit einer Zylinderabschaltung ausgestattet, die dafür sorgt, dass im Teillastbereich nur vier Töpfe aktiv sind.

Foto: PR

Nahezu unerschwinglich für die meisten und nur etwas für den wirklich prall gefüllten Geldbeutel ist der McLaren MP4-12C Spider. Den Roadster gibt es noch nicht zu kaufen. Unter der Haube wird der gleiche 3,8-Liter-Biturbo-V8 zum Einsatz kommen wie in der geschlossenen Version des Supersportlers, das bedeutet: 441 kW/600 PS und 330 km/h Spitze.

Preise gibt es noch keine, für den MP4-12C verlangt McLaren rund 200.000 Euro.

Foto: PR

Nicht komplett neu, aber in dieser Form begrenzt ist dieser weiße Franzose: Lederpolster, Aluräder und ein Windschott zeichnen das Sondermodell "Roland Garros" aus, das Peugeot ab sofort in einer auf 600 Exemplare limitierten Serie anbietet. Das kompakte 207 CC Cabrio ist in drei Motorvarianten lieferbar. Der Preisvorteil durch die Extras beträgt laut Hersteller 1.430 Euro.

Foto: PR

Volkswagen hatte seinen neuen offenen Golf ja bereits 2011 vorgestellt. Eine zweifarbige Lederausstattung und 17-Zoll-Alufelgen sind das besondere Kennzeichen des Golf Cabriolet in der neuen Exklusive-Ausführung, die mit allen Motoren kombiniert werden kann. 28.025 Euro kostet die veredelte Variante, wenn sie mit der Einstiegsmotorisierung, einem 77 kW/105 PS starken 1,2-Liter-Turbobenziner, geordert wird.

Foto: PR

Auch Renault wählt aktuell den Weg zum Kunden über mehr Extras: Eine in sportlicher Optik daherkommende "Gordini"-Version seines kleinen Klappdach-Cabrios Wind schickte der Hersteller bereits im September 2011 an den Start. Bestückt mit dem kleineren 75 kW/102 PS leistenden Benziner ist das Sondermodell ab 19.500 Euro zu haben.

Foto: Handelsblatt

Schon heute baut VW  verschiedene Wagen wie den New Beetle, den VW Bora, Caddy Life, die Seat-Modelle Leon und Toledo, den Skoda Octavia, aber auch den Audi A3 und den Audi TT auf der Golf-Plattform. Doch künftig entstehen Modelle vom Kleinwagen Polo über den Millionenseller Golf und den Mittelklassewagen Passat in den Produktionsstätten überall auf der Welt mit Hilfe des neuen  Baukastens, die die bisherige Plattformstrategie deutlich erweitert.  

Das Ziel ist klar: Kosten senken, und dabei schnell, flexibel und qualitativ hochwertig möglichst viele Autovarianten bauen. Denn schließlich wollen die Wolfsburger mit ihren Marken zum weltgrößten Autohersteller aufsteigen. Das ist aber nur möglich, wenn die rund 448 000 Mitarbeiter die mehr als 220 verschiedenen Modelle an rund 90 Produktionsstandorten weltweit mit möglichst vielen gleichen Teilen bauen können.

Das Besondere an dem Baukasten-System: Schwächelt in irgendeinem Markt der Absatz des Passat lassen sich künftig auf dem gleichen Band mehr Golf und Tiguan produzieren. Früher war das nur mit teurer Umrüstung machbar.

Auf MQB-Basis sollen über 30 Modelle der Kompakt- und Mittelklasse aus dem Volkswagen Konzern auf den Markt kommen. In der Folge erwartet der Konzern eine Senkung von Stückkosten und Einmalaufwendungen für Werkzeuge um jeweils 20 Prozent.

Red Bull: RB8

Der aktuelle Bolide hielt für den Doppel-Champion Vettel keine großen Überraschungen bereit. „Das Auto ist zum größten Teil aufgebaut auf dem letztjährigen Auto. Es sind kleine, aber feine Unterschiede“, erklärte der 24-Jährige zum Saisonstart. Das Auffälligste am blau-gelben Boliden ist die im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich veränderte Frontpartie, die ähnlich wie beim Ferrari einen mächtigen Höcker aufweist. Konstrukteurs-Genie Adrian Newey zeigte sich hingegen entnervt davon, dass die FIA ihm sämtliche Innovationen verböte.

Foto: dpa

Vettel steht aber als Fahrer auch nicht im Verdacht, nur durch ein überlegenes Auto siegen zu können. „Seb“ will übrigens auch seinem neuen Formel-1-Flitzer wieder einen Kosenamen verpassen. „Wir sind auf der Suche. Jegliche Bewerbungen sind willkommen“, sagte der Weltmeister aus Heppenheim. Der neue RB8 des Red-Bull-Teams wurde am 6. Februar via Internet vorgestellt. Zum ersten Titel fuhr der Hesse mit „Luscious Liz“ (üppige Liz) und „Randy Mandy“ (scharfe Mandy). In der Vorsaison hieß sein Siegerauto schließlich „Kinky Kylie“ (geile Kylie).

Foto: dpa

McLaren-Mercedes: MP4-27

Beim Red-Bull-Herausforderer McLaren-Mercedes stellten zu Saisonbeginn Vizeweltmeister Jenson Button (links) und Teamkollege Lewis Hamilton den silberglänzenden MP4-27 auf der Bühne des Firmensitzes im englischen Woking vor. „Es ist ein fantastisches Auto“, meinte Hamilton damals. Hamilton liegt derzeit auf Platz 4 und Button auf Platz 6 in der WM-Wertung.

Foto: dapd

Für Jenson Button und Lewis Hamilton hat ihr neuer Formel-1-Wagen zumindest den Schönheitspreis schon sicher. „Das ist ein schönes Auto“, sagte Button zu Saisonbeginn. Notwendig waren die neuen Nasen-OPs durch eine Regeländerung geworden, wonach die Spitze des Wagens tiefer liegen musste, die Chassis-Höhe aber unverändert blieb. So soll bei Karambolagen ausgeschlossen werden, dass Fahrer im Cockpit von der Nase eines anderen Autos getroffen werden können.

Hinzu kam für die Designer, dass der sogenannte „Blown Diffusor“, bei dem Luft aus dem Auspuff auf den Diffusor für eine verbesserte Aerodynamik geleitet wurde, verboten worden ist.

Foto: dpa

Williams: FW34

Williams hatte sein neues Auto für die laufende Saison ohne großes Tamtam vorgestellt: Der Brasilianer Bruno Senna (links), der 18 Jahre nach seinem legendären Onkel Ayrton bei dem britischen Traditionsteam angeheuert hat, und Teamkollege Pastor Maldonado stellten sich damals in der Boxengasse von Jerez für einige Minuten zum Fototermin, nachdem ein paar Mechaniker den FW34 unspektakulär aus der Garage geschoben hatten.

Foto: dpa

Auch der Williams trägt wie fast alle neuen Boliden einen auffälligen Höcker auf der Fahrzeugnase.

Foto: dpa

Ferrari: F2012

Die „Rote Göttin“ ist für Motorsport- und Design-Enthusiasten stets eines der Präsentationshighlights. Doch in diesem Jahr hatte sich auch Ferrari beim Design seines neuen Formel-1-Autos für die gewöhnungsbedürftige Optik mit einem Knick auf Höhe der Vorderachse entschieden. Das Team selbst gab zu, dass der Höcker nicht gerade „ästhetisch“ sei. „Er sieht sehr anders aus als in den vergangenen beiden Jahren“, meinte der spanische Pilot Fernando Alonso bei der Vorstellung zum Saisonstart. Stallkollege Felipe Massa fand den Wagen insgesamt „aggressiv“.

Foto: dpa

„Wir haben eine Revolution gestartet und das Auto praktisch in allen Bereichen verbessert“, sagte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo vor Saisonstart und fügte schmunzelnd hinzu, dass er den Boliden mit dem markanten Nasenhöcker „hässlich“ finde.

Foto: dpa

Lotus: E20

Und auch das aktuelle Auto des früheren Renault-Rennstalls hat wie viele Konkurrenz-Modelle einen auffälligen Höcker auf der Frontpartie. Allerdings ist die Lotus-Variante nicht so markant wie die von Ferrari, die schon kurz nach der Enthüllung wegen ihrer Optik kritisiert worden war. Die schwarz-goldene Farbgebung allerdings sollte Ästheten entschädigen.

Foto: dpa

Ex-Weltmeister und F1-Rückkehrer Kimi Räikkönen hatte sich zuversichtlich bezüglich seines neuen Gefährts geäußert: „Das Team weiß, wie man Siegerautos baut. Wir müssen abwarten, aber ich bin ziemlich zufrieden, wie es bisher läuft“, sagte der 32-Jährige nach vor dem Saisonstart. Und recht hatte er: Momentan liegt Räikkönen auf Platz 3.

Foto: dpa

Sauber: C31

Als Mischung aus Altbewährtem und auffälligen Neuerungen hat sich der Sauber C31 entpuppt. Ein Höcker auf der Frontpartie wie beim Ferrari fällt am aktuellen Rennwagen des Schweizer Formel-1-Teams am meisten ins Auge. Chefdesigner Matt Morris erklärte zu den Entwicklungen des überwiegend Anthrazit und Weiß lackierten Rennwagens: „Der Sauber C31-Ferrari ist in jenen Bereichen revolutionär, wo wir frische Ideen einbringen konnten, was insbesondere den Heckbereich des Fahrzeugs betrifft.“

Foto: dpa

„Wir wollen die kommende Saison so stark beginnen wie die vergangene und dieses Niveau dann über das ganze Jahr halten“, hatte Teamchef Peter Sauber vor dem Beginn der Saison gesagt. Das Team liegt mit 116 Punkten derzeit auf Platz 6. Im vergangenen Jahr ergatterte es mit 44 Zählern den siebten Rang.

Foto: dpa

Force India: VJM05

Der indische Formel-1-Rennstall mit Sitz im englischen Silverstone hat seine Fahrer in dieser Saison in den neuen VJM05-Boliden gesetzt. Wie im Vorjahr ist der Wagen in orange, weiß und grün gehalten - den indischen Nationalfarben.

Foto: dpa

Auch der VJM05 hat den markanten Höcker auf der Nase.

Foto: dpa

Caterham: CT01

Nasenhöcker auch beim, Achtung: Verwechslungsgefahr, ehemaligen Team Lotus. Hintergrund für das Namenswirrwarr ist ein Rechtsstreit, infolgedessen zwei Teams den Namen Lotus tragen durften. Der Geschäftsmann Tony Fernandez, dem die Sportwagenschmiede Caterham gehört, legte zugunsten der Konkurrenz den Namen Lotus ab, behielt aber die Traditionsfarben bei. Sehr klassisch, aber zu Fahrten im Hinterfeld verdammt. Caterham hat bislang noch keinen Punkt eingefahren.

Foto: dpa

Toro Rosso: STR7

„STR“ steht für „Scuderia Toro Rosso“ und damit für das Schwesterteam von Red Bull Racing. Hier bilden die Österreicher ihren Nachwuchs aus - prominentestes Beispiel ist Weltmeister Sebastian Vettel. Hier sitzen der Australier Daniel Ricciardo sowie der Franzose Jean-Eric Vergne in den Cockpits.

Foto: dpa

HRT F1 Team: HRT F112

HRT hieß bisher „Hispania Racing F1 Team“ und hat manchen Experten mit dem pünktlichen Rollout in Jerez überrascht. In den Vorjahren musste das Team jeweils darum kämpfen, überhaupt bis zum Saisonstart ein Auto fertig zu haben. Bislang hat HRT allerdings noch keine Zähler in der WM-Wertung geholt.

Foto: dpa

Das erste Baukasten-Fahrzeug  wird die dritte Generation des Audi A3 sein, die auf dem Autosalon in Genf (ab 8. März) Premiere feiert. Dann folgt, im Oktober 2012, die siebte Generation des Golf. Der soll auch dank des neuen Baukastens genau so leicht sein wie der Golf IV, der bis 2003 gebaut wurde. VW rechnet damit, dass die Modelle aus dem System im Schnitt um mindestens 40 Kilogramm leichter sind als ihre Vorgänger, weil die Entwickler das Gewicht jedes einzelnen Bauteils hinterfragt haben. Davon profitieren werden auch der Skoda Octavia und der Seat Leon, die später auf der neuen Plattform folgen.

Das neue Konstruktionssystem ergänzt den von Audi verantworteten Modularen Längsbaukasten, den Modularen Standardbaukasten von Porsche und die die sogenannte „New Small Family“ mit den Kleinstwagen  Volkswagen up, Seat Mii und Skoda Citigo. Gegenüber der bisherigen Fertigung gibt es folgende Vorteile:

Die Diesel- und Otto-Motoren werden quer eingebaut. Das schafft Platz. Allein bei VW rollen künftig die Modelle Polo, Beetle, Golf, Scirocco, Jetta, Tiguan, Touran, Sharan, Passat und CC auf dieser einen Plattform. Audi, Seat und Skoda profitieren ebenfalls.

Passend zum Baukasten hat VW neue Motoren entwickelt. Die kleinen Motoren der Reihe EA211 reichen von 60 bis 150 PS, darüber rangiert die Baureihe EA288 von 90 bis 190 PS. Volkswagen reduziert die gewaltige Vielfalt an Motoren und Getrieben im MQB-System um 90 Prozent.

Zusätzlich soll der Baukasten es möglich machen, neben den konventionellen Verbrennungsmotoren auch alle gängigen alternativen Antriebe zu verbauen. Ein Beispiel dafür ist der Golf Blue-e-Motion mit Hybridantrieb (ab 2013), aber auch Erdgasmodelle und reine Stromer werden kommen.

Die Kunst wird sein, dass der Kunde auf den ersten Blick sieht, dass sich Audi, VW, Seat oder Skoda in wichtigen Punkten unterscheiden. Denn welches Desaster man erleben kann, zeigt das Beispiel Ford Mondeo und Jaguar X-Type. 2001 wagte Nobelhersteller  Jaguar mit dem X-Type das  Experiment eines Mittelklassewagens. Doch das Auto floppte, weil viele Kunden ihn als verkleideten Mondeo des damaligen Mutterkonzerns Ford erkannten.

Dem Sparzwang folgend gönnten ihm die Marketingstrategen zudem nur Schalthebel und Armaturen des Mondeo. Für Jaguar-Fans ein Affront. Jaguar stellte den  X-Type 2009 ohne Nachfolger ein.

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