1. Startseite
  2. Technologie
  3. Mobilität
  4. Fahrräder und E-Bikes: Absatz in Deutschland gesunken – E-Bikes erstmals mit Preisabschlag

Fahrradabsatz in Deutschland gesunken – E-Bikes erstmals mit Preisabschlag

Die Branche hatte nach dem Boom während der Corona-Zeit zuletzt deutliche Absatzverluste erlitten, Händler klagen über hohe Lagerstände. Bei den Preisen für E-Bikes gibt es jetzt eine Trendwende. 24.06.2025 - 11:10 Uhr
E-Bikes werden in der Mifa Mitteldeutsche Fahrradwerke AG am Fließband produziert. Foto: dpa

Nach dem Fahrradboom während der Corona-Pandemie ist die Nachfrage einer Studie zufolge weiter abgeflaut. Dennoch bleibt Deutschland europaweit mit Abstand der größte Absatzmarkt. Die Zahl der verkauften Fahrräder ohne Motor sank 2024 in Deutschland um fünf Prozent auf 1,8 Millionen und die der E-Bikes um zwei Prozent auf 2,0 Millionen, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Beraterunternehmens EY Parthenon hervorgeht. Gleichzeitig gab es bei den Preisen für E-Bikes eine Trendwende: Nach kräftigen Preiserhöhungen in den vergangenen Jahren sank der Durchschnittspreis eines verkauften E-Bikes in Deutschland 2024 erstmals – und zwar deutlich um zehn Prozent auf 2650 Euro.

Europaweit sei Deutschland trotz des Umsatzrückgangs um zehn Prozent auf 6,3 Milliarden Euro mit Abstand der größte Absatzmarkt. Italien als Nummer zwei verbuchte stagnierende Erlöse von 2,6 Milliarden und Frankreich erzielte 2,0 Milliarden (minus acht Prozent).

EY-Berater Stefan Mohr erklärte, die Rückgänge der vergangenen beiden Jahre müssten vor dem Hintergrund des Booms der Vorjahre gesehen werden. „So lag der Branchenumsatz im vergangenen Jahr immerhin noch 58 Prozent höher als im Vor-Corona-Jahr 2019. Und der Umsatz mit E-Bikes war sogar fast doppelt so hoch wie 2019.“

Problem vieler Händler sei allerdings der hohe Lagerbestand. Sie hätten sich auf einen anhaltenden Boom eingestellt und seien vom Nachfragerückgang auf dem falschen Fuß erwischt worden. „Die hohen Lagerbestände sind ein Problem – das aber von der Branche angegangen wird“, so Mohr. Der Lagerbestand sei bereits von 1,5 Millionen Fahrrädern im Jahr 2023 auf 0,8 Millionen im Jahr 2024 geschrumpft. „Für das Jahr 2025 rechnen wir mit einem weiteren Rückgang des Lagerbestands um zehn bis zwanzig Prozent. Die Branche ist also auf dem richtigen Weg, die Lagerbestände zu reduzieren, um über stabilere Preise ihre Profitabilität wieder zu steigern.“

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick