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AutoindustrieE-Auto-Absatz noch geringer als gedacht – Experte prognostiziert sinkende Preise

Der Autoabsatz schwächelt – vor allem bei den wichtigen Stromern. Der Branchenverband VDA senkt seine Prognose für das laufende Jahr. Versuchen es die Hersteller nun mit Rabatten? 04.10.2024 - 17:00 Uhr

In Kombination mit einer VW-eigenen Kaufprämie, die noch bis Jahresende gilt, kostet der ID.3 erstmals unter 30.000 Euro.

Foto: dpa

Die Skepsis der Autokäufer gegenüber Elektrofahrzeugen drückt die Verkaufszahlen in Deutschland. In den ersten neun Monaten des Jahres wurden 2,12 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen, das ist ein Prozent weniger als im schwachen Vorjahr, wie das Kraftfahrt-Bundesamt am Freitag mitteilte.

Im September gingen die Zulassungen um sieben Prozent auf 208.800 zurück. Dabei wurden von Januar bis September 409.400 Elektrofahrzeuge neu zugelassen, 20 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das Plus von fünf Prozent im September rührt nur daher, dass im Vorjahr die Förderung von Firmenwagen mit Elektroantrieb abrupt gestoppt worden war.

Der Automobilverband VDA senkte daher am Freitag seine Erwartungen für den Elektroauto-Absatz. Im laufenden Jahr würden voraussichtlich 551.00 batterieelektrische Autos und Plug-in-Hybride verkauft, 21 Prozent weniger als 2023. Bisher hatte der VDA bereits mit einem Minus von 17 Prozent gerechnet. Dafür sind vor allem die reinen Elektrofahrzeuge verantwortlich: Für sie rechnet der VDA mit einem Absatzrückgang um 29 Prozent. Branchenexperte Constantin Gall von EY erwartet sogar für das gesamte Elektroauto-Segment einen Absatzrückgang um 30 Prozent – das wären 150.000 E-Fahrzeuge weniger als 2023.

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Einen Rückgang könne sich die Branche aber eigentlich nicht leisten, denn dann würden wegen der 2025 verschärften neuen CO2-Grenzwerte der EU Milliardenstrafen fällig, sagte EY-Managing Partner Gall. Er rechne daher mit Preissenkungen in den nächsten Monaten: „Viele Hersteller werden versuchen, über Rabatte den Absatz anzukurbeln, um Strafen und Imageschäden zu verhindern.“

Zuletzt senkte Volkswagen überraschend den Listenpreis für sein Elektro-Einstiegsmodell ID.3. In Kombination mit einer VW-eigenen Kaufprämie, die noch bis Jahresende gilt, kostet das Modell damit erstmals ohne staatliche Kaufprämie unter 30.000 Euro. Laut einer Umfrage von Deloitte, die die Unternehmensberatung Anfang des Jahres veröffentlichte, liegt für die Mehrheit der Autofahrer die Preisgrenze für ein E-Auto bei 30.000 Euro.

Der gesamte deutsche Pkw-Markt werde in diesem Jahr um ein Fünftel unter dem Wert von 2019 liegen, schätzt EY-Experte Gall. Damit würden 800.000 Fahrzeuge weniger verkauft als vor fünf Jahren. Die Kunden zögen zurzeit Verbrenner vor oder vertagten den Autokauf ganz.

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Die deutschen Hersteller können den schwachen Absatz im Inland zum Teil mit dem Export wettmachen. Die deutsche Pkw-Produktion liegt nach neun Monaten laut VDA mit 3,1 Millionen Fahrzeugen nur ein Prozent unter Vorjahr, im September stieg sie sogar um neun Prozent. Mut machen den Autobauern die anziehenden Bestellungen aus Deutschland. Im September kamen aus dem Inland 19 Prozent mehr Neuaufträge als ein Jahr zuvor herein, insgesamt sank die Zahl aber um vier Prozent.

Von den großen deutschen Herstellern konnte im September nur der BMW-Konzern einen kleinen Absatzzuwachs verzeichnen – die Marke BMW legte um 0,7 Prozent zu, Mini sogar 16 Prozent. Dagegen verkauften die Marken Volkswagen (minus 7,4 Prozent), Mercedes-Benz (minus 13,0), Audi (minus 16,6) und Opel (minus 20,5 Prozent) deutlich weniger

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