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Autopilot-Entwicklung Tesla holt sich Snap-Manager

Snap-Manager Stuart Bowers soll bei Tesla nicht nur an dem halbautomatischen Fahrsystem der Elektroautos arbeiten, sondern auch an anderen Projekten. Quelle: REUTERS

Mit Stuart Bowers wechselt ein Manager des Snapchat-Betreibers Snap zum E-Autobauer Tesla. Er soll die Entwicklung der Autopilot-Software voranbringen, aber auch andere Projekte anstoßen.

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Nach einer Reihe von Abgängen hat sich Tesla den Snap-Manager Stuart Bowers für die Entwicklung seiner Autopilot-Software an Bord geholt. Beide Unternehmen gaben den Wechsel am Dienstag bekannt. Bowers war bei dem Snapchat-Betreiber für die Werbesoftware verantwortlich. Tesla zufolge soll er nun nicht nur an dem halbautomatischen Fahrsystem der Elektroautos arbeiten, sondern auch an anderen Projekten.

Der US-Konzern erlebt aktuell eine Serie von Rückschlägen. Die neueste Hiobsbotschaft kam in dieser Woche von einem einflussreichen US-Verbrauchermagazin. Dies empfiehlt das neue Model 3 nicht zum Kauf. Der Fahrspaß sei groß, aber es gebe auch erhebliche Mängel, berichtete "Consumer Reports". Das Magazin, das viele Produkte und jedes Jahr auch in den USA verkaufte Autos testet, nennt als Beispiele, dass der zentrale Touchscreen schwer zu bedienen und der Bremsweg zu lang sei. Bei Tests habe das Tesla-Modell 46 Meter gebraucht, um bei 100 Kilometern pro Stunde zum Stehen zu kommen. Das sei länger als ein Pick-up-Truck brauche. Tesla wies diese Angaben zunächst zurück und erklärte, eigene Tests hätten einen kürzeren Bremsweg ergeben. Später kündigte Elon Musk ein Firmware-Update an, das Tesla in einigen Tagen herausbringen werde.

Tesla ist nach Jahren des Wachstums in schwierigeres Fahrwasser gekommen. Mit dem Model 3 will das von Musk gegründete Unternehmen aus dem Silicon Valley den Aufstieg von einem Nischenanbieter zu einem Massenhersteller von Elektroautos schaffen. Allerdings gibt es immer wieder Probleme in der Produktion, und Experten sehen die Fertigungsziele mit Skepsis. Zuletzt liefen Tesla zudem einige Führungskräfte weg. Um die Probleme in den Griff zu bekommen, hat Musk eine umfassende Reorganisation des Managements angekündigt.

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