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Camper-Neuheiten Wer bietet die besten Schnäppchen bei Reisemobilen?

Auch Etrusco rückt die Camper-Vans und die Integrierten in den Fokus. Quelle: Etrusco

Corona lässt den Camper-Markt boomen. Mit Sondermodellen und preisgünstigen Paketlösungen werben die drei Einsteigermarken Carado, Sunlight und Etrusco zum neuen Modelljahrgang um die Gunst der Camping-Fans.

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Getrennt marschieren, vereint zuschlagen – das ist die Vorgabe für die drei Einsteigermarken in der Erwin-Hymer-Gruppe (EHG). Und tatsächlich sind die drei Schwestermarken Carado, Sunlight und Etrusco mit preisgünstiger Massenware sehr erfolgreich unterwegs. Innovative Highlights waren bei der gemeinsamen Präsentation der Modellneuheiten für 2022 allerdings nicht zu erwarten. Eher schon das ein oder andere Schnäppchen.

Carado nutzt die Sondermodelle

In besonderem Maße nutzt dabei Carado das Marketing-Instrument der Sondermodelle. Schließlich feiert das Unternehmen in diesem Jahr sein 15-jähriges Jubiläum. Preisvorteile bringt das den Kunden in allen Aus- und Aufbauarten mit Ausnahme der Alkoven-Modelle. Insgesamt 15 Varianten werden als „Edition 15“ angeboten: drei Integrierte, acht Teilintegrierte, davon zwei im schmaleren Van-Format, und vier Camper-Vans.

Preisvorteile bringt das den Kunden in allen Aus- und Aufbauarten mit Ausnahme der Alkoven-Modelle. Quelle: Carado

So wird in der Königsklasse der voll integrierten Fahrzeuge die Serienausstattung um Rahmenfenster, eine Aufbautür mit Fenster und das Style-Paket erweitert. Die Teilintegrierten bekommen ein in Metallic-Silber lackiertes Chassis, eine Faltverdunkelung im Fahrerhaus und einen größeren Kühlschrank (167 Liter). Bei den schmaleren Vans ist schon der stärkere Ducato-Motor mit 103 kW/140 PS und eine Markise an Bord. Und bei den Kastenwagen gehören ebenfalls Markise sowie Faltverdunkelungen zum Editionsumfang; zudem besteht hier erstmals in allen vier Grundrissen die Option auf ein Aufstelldach mit zwei weiteren Schlafplätzen.

Carado hat ein Sondermodell seines Campers aufgelegt. Quelle: Carado

Der Einstieg in die Camper-Vans beginnt nach wie vor beim Carado CV540 mit Doppelquerbett im Heck bei 39.300 Euro. Die Edition 15 startet bei 44.000 Euro, beschert Kaufwilligen aber immer noch 2750 Euro Preisvorteil – für das Aufstelldach, bei dem sich der Zeltstoff vorne zum Panorama-Blick vollkommen öffnen lässt, müssen weiter 4000 Euro obendrauf gelegt werden. Bei den teilintegrierten Sondermodellen (ab 52.700 Euro) liegt die Ersparnis sogar bei bis zu 6100 Euro. Die Jubiläumsversionen der Integrierten bringen bei Preisen zwischen 67.400 und 69.400 Euro knapp 4500 Euro Vergünstigung.

Carados Schwestermarke Sunlight

Mit einer Adventure-Edition bei den I-Modellen (ab 67.400 Euro) bietet auch Sunlight seinen Kunden entsprechende Preisvorteile. Quelle: Sunlight

Mit den Sondermodellen hebt sich Carado diesmal auch ein wenig von der Schwestermarke Sunlight ab, die beide nicht nur gemeinsam im sächsischen EHG-Werk Capron produzieren lassen, sondern auch in der Anzahl und Auslegung der Grundrisse sowie in der Preisgestaltung absolut identisch sind. Lediglich das Außendesign sowie die Möbel- und Polsterdekore machen den Unterschied, sollen bei Carado einer eher konservativeren Klientel gefallen und bei Sunlight mehr sportive Züge tragen.

Die Camper-Van-Baureihe Cliff wird als Adventure-Edition RT (RT steht für Rooftop/Aufstelldach) ab 46.000 Euro angeboten. Quelle: Sunlight

So kommen – außer bei den Editionsausstattungen – alle Veränderungen zum neuen Modelljahr beiden Marken deckungsgleich zugute. Etwa bei den Integrierten die neue Frontpartie mit Kühlergrill und die LED-Scheinwerfer mit jeweils eigener Lichtsignatur sowie die Außenhöhe von 2,90 Meter. Innen wurde bei beiden Marken das Armaturenbrett modifiziert, gibt es mehr Ablage- und Abstellflächen und einen neuen Extraschrank auf der Beifahrerseite für noch mehr praktischen Stauraum. Mit einer Adventure-Edition bei den I-Modellen (ab 67.400 Euro) bietet auch Sunlight seinen Kunden entsprechende Preisvorteile. Die Camper-Van-Baureihe Cliff wird als Adventure-Edition RT (RT steht für Rooftop/Aufstelldach) ab 46.000 Euro angeboten.

Im Markenauftritt von Sunlight ist Rot als Farbtupfer im Außendesign verschwunden. Quelle: Sunlight

Auch das Markenlogo wurde für beide Labels neugestaltet. Im Markenauftritt von Sunlight ist zudem Rot als Farbtupfer im Außendesign verschwunden. Die Allgäuer beschränken sich auf eine „geerdete Farbpalette“ in Schwarz sowie Braun-, Grün- und Grautöne.

Immerhin präsentiert Sunlight etwas abseits vom Mainstream auch einen interessanten Prototyp für eine „Home-Office-on-Wheels“-Lösung. Ein multifunktionaler, klappbarer Tisch in der Sitzgruppe ist mit einem zusätzlichen Monitor ausgerüstet, bietet Lademöglichkeiten sowie adaptierten Stauraum. Angeblich will die Marke prüfen, ob für die Zukunft eine solch mobile Home-Office-Lösung auf Rädern als modulares System für Reisemobile und Camper-Vans in der Serie umgesetzt werden kann.

Die junge Marke Etrusco

Die erst vor fünf Jahren gegründete Marke Etrusco wird zwar ebenfalls aus Leutkirch geführt und ist als Einsteigermarke auf einer Ebene mit Carado und Sunlight positioniert, geht modellpolitisch aber eigene Wege. Das Design wird in Florenz entwickelt und trägt italienische Stilelemente, die Produktion erfolgt in San Casciano bei der ebenfalls zur Erwin-Hymer-Gruppe gehörenden Traditionsmarke Laika.

Die Integrierten fahren mit einer aufgehübschten Frontpartie, Doppelscheinwerfern mit LED-Tagfahrlicht und einem neuen markanten Heckleuchtenträger vor. Quelle: Etrusco

Auch Etrusco rückt die Camper-Vans und die Integrierten in den Fokus. Zwar nicht mit Editionsmodellen, sondern mit einem Complete-Selection-Paket für die Kastenwagen, das für 8000 Euro Rahmenfenster, Markise, ein Multimedia-Paket samt Rückfahrkamera sowie 16-Zoll-Leichtmetallfelgen enthält.

Preisvorteile bringt das den Kunden in allen Aus- und Aufbauarten mit Ausnahme der Alkoven-Modelle. Quelle: Carado

Die Integrierten fahren mit einer aufgehübschten Frontpartie, Doppelscheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht und einem neuen markanten Heckleuchtenträger vor. Sie bekommen aber auch mit den beiden Grundrissen I7400 SBC und I7400 QBC Zuwachs. Bei jeweils 7,40 Meter Länge sind im Heck entweder zwei Einzelbetten oder ein großes mittiges Queensize-Bett montiert. Beide kosten rund 57.000 Euro.

Mehr zum Thema: Urlaube im Wohnmobil waren im vergangenen Sommer gefragt wie nie. Das beflügelt Start-ups, die den Trend frühzeitig erkannt haben. Trotz Coronasorgen sind sie mit großem Selbstbewusstsein in die neue Saison gegangen.

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