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CESAudi baut Tablet-Display ins Auto ein

Bei der diesjährigen CES in Las Vegas nimmt das vernetzte Auto immer mehr Gestalt an. Audi setzt auf innovative Displays für die Cockpits und verkündete eine Allianz mit Google. 08.01.2014 - 14:47 Uhr

Virtuelles Audi-Cockpit: Wenn das Navi Vorrang haben soll, rückt im neuen TT der Tacho nach rechts.

Foto: dpa

Audi rüstet seine Autos mit LTE-Datenfunk auf und baut ein großes Touchscreen-Display zur Bedienung ein. Über den Tablet-artigen Bildschirm mit einer Diagonale von 10 Zoll (25,4 cm) sollen die Infotainment-Anlage und andere Fahrzeug-Funktionen kontrolliert werden, sagte Audis Elektronik-Chef Ricky Hudi am Dienstag auf der Messe CES in Las Vegas. Auch Apps werden über das „Smart Display“ aufgerufen.

Außerdem zeigt Audi die Anzeige-Tafel des neuen Modells TT, die statt der traditionellen Zeiger-Instrumente ein Display hat. Damit können direkt vor den Augen des Fahrers eine Karte zur Navigation, das Telefonbuch oder die Musikauswahl eingeblendet werden. Die Geschwindigkeits-Anzeige nimmt dann entsprechend mehr oder weniger Platz ein.

Smartphone-Zahnbürste

Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch das Zähneputzen getrackt wird. Der Anbieter Kolibree hat nun auf der CES eine elektronische Bürste vorgestellt, die die Putzgewohnheiten des Besitzers mit dem Smartphone teilt. Die Daten werden per Bluetooth übermittelt. So erfährt der Nutzer, wie oft und wie gründlich er putzt. Er kann sich auf der App sogar anzeigen lassen, welche Zähne eher vernachlässigt werden. Ab dem dritten Quartal 2014 soll die Zahnbürste in den Handel kommen.

Foto: PR

CycleNav

Auch auf der CES zu sehen: Per Audio-Anweisung und Licht führt das Fahrrad-Navigationsgerät CycleNav von Schwinn (natürlich verbunden mit einem Smartphone) den Radler durch Stadt und Land.

Foto: REUTERS

BeeWi

Nicht unbedingt nützlich, aber ebenfalls per Smartphone steuerbar, sind diese Mini-Kampfroboter der Firma BeeWi. Aber wer hat eigentlich gesagt, dass alle neuen elektronischen Geräte nützlich sein müssen?

Foto: dpa

OK-I-Dokeys

Dinge per Smartphone zu steuern ist ein Trend: Das OK-I-Dokeys ist ein Schloss, das per Smartphone geöffnet und wieder geschlossen werden kann.

Foto: dpa

"Mother knows everything"

Was für manche nach gruseliger Totalüberwachung (immerhin mit heimeligem Touch) klingt, dürfte vielen anderen technikbegeisterten Menschen die reinste Freude sein: "Mother" ist ein kleines, rundliches und freundlich lächelndes Gerät, das mithilfe von im Haus angebrachten Sensoren allerlei Daten sammelt, die für den Besitzer von Interesse sind. Das reicht von Bewegungsdaten an der Haustür (Bricht jemand ein?) bis zum Sensor an der Wasserflasche (Habe ich heute schon genug getrunken?). Wem das zu viel der elektronischen Fürsorge ist: "Mother" hat auch einen "Pause"-Knopf.

Foto: dpa

Enerplex

All die Gadgets auf der CES wollen natürlich auch mit Strom versorgt werden. Die kleine, biegsame Solarfolie Enerplex von Ascent Solar ermöglicht das praktisch jederzeit und überall.

Foto: dpa

Crock-Pot Smart Slow

Die Firma Belkin, eigentlich nicht für Küchengeräte bekannt, ist bei der "Unveiled"-Veranstaltung der CES mit einem Schnellkochtopf dabei. Das W-Lan-Logo deutet es an: Steuerbar ist der Topf per Mobilgerät - entweder Tablet oder Smartphone.

Foto: dpa

LG G Flex

Neben vielen anderen Neuheiten zeigt der südkoreanische Elektronikkonzern LG das biegbare und konvex gekrümmte Smartphone "G Flex". Neben Samsungs "Galaxy Round" ist der 6 Zoll Riese das erste Smartphone mit einem gebogenen OLED-Display. Im Gegensatz zu Samsung plant LG jedoch eine Einführung auf dem deutschen Markt. Eine Vorbestellung soll bereits ab dem 20. Januar möglich sein.

Foto: AP

Tablift

Ebenfalls auf der CES vertreten ist das Kickstarterprojekt Tablift. Der Ständer für das Tablet wurde vor allem für die Nutzung auf dem Sofa und im Bett entwickelt, wenn kein Tisch in der Nähe ist. Das Produkt wurde mit unterschiedlichen Schienen gebaut, so dass quasi jedes Tablet halt findet. Bereits im vergangenen Sommer wurde das Projekt mit über 80.000 US-Dollar von insgesamt 605 Spendern auf Kickstarter unterstützt. Erhältlich ist das Gadget inzwischen für etwa 60 US-Dollar.

Foto: PR

Speecup

Vor allem im Auto ist Speecup eine Hilfe. Der tragbare Lautsprecher lässt sich per Siri und S Voicer sowie mit simplen Handgesten steuern. Der „Becher“ spielt dann Musik vom Smartphone ab. Außerdem können Gespräche geführt werden. Der Speecup dient dann als Freisprechanlage. Der Akku hält laut Herstellerangaben bis zu 20 Stunden. Kostenpunkt: Etwa 130 US-Dollar.

Foto: PR

My Bell

Wer geglaubt hat, dass individuelle Klingeltöne nur etwas für das Smartphone oder Handy sind, hat sich getäuscht. Das Startup „Mybell“ stellt auf der IT-Show in Las Vegas die erste individuell einstellbare Fahrradklingel vor. Die Kunden können sich ihren Sound selbst aussuchen. Auch der Rhythmus der LED-Beleuchtung lässt sich nach Wunsch einstellen. Derzeit befindet sich das Produkt noch in der Entwicklung.

Foto: Screenshot

Grillbot

Leckere Würstchen, Steaks oder Maiskolben vom Grill sind ein echter Genuss im Sommer. Das Rost hinterher zu putzen hingegen weniger. Hier soll der Grillbot helfen. Der kleine Roboter schrubbt mit einer Drahtbürste automatisch den Grill. Kostenpunkt: rund 120 US-Dollar.

Foto: PR

Prio VR

Dank Sensor- und Kinecttechnologie ermöglicht Prio-VR ein ganz neues Spielerlebnis. Wie bei der Wee von Microsoft erkennt eine Kamera die Bewegungen des Spielers und überträgt sie auf den Bildschirm. Damit der Spieler auch rundum erkennt wird, trägt er ein Armband mit Steuerungsknopf sowie Bein-, Arm- und Stirnbänder mit Sensoren. Soll sich die Figur auf dem Bildschirm auf dem Boden rollen, muss dies der Spieler im echten Leben tun.

Foto: Screenshot

Yurbuds

Auch der Kopfhörerhersteller Yurbuds wird auf der CES vertreten sein. Die Produkte sind auf die besonderen Bedürfnisse von Sportlern ausgerichtet. So lassen sich die Tasten auch mit schweißnassen Fingern bedienen und auch das Mikrofon ist wasserfest, verspricht der Hersteller. Die Lautsprecher sind der Ohrform angepasst und fallen so deutlich seltener heraus. Angepasst ist das Produkt auf Apples iPhone, iPod und iPad.

Foto: Screenshot

Netatmo

Die Wetterstation Netatmo misst Luftqualität- und Feuchtigkeit sowie Temperatur innerhalb und außerhalb der Wohnung. Außerdem kann sie das Wetter anzeigen. Gesteuert wird das Gadget über eine iOS-App, so dass die Wetterstation ausschließlich mit Apple-Geräten zu nutzen ist.

Foto: Screenshot

Phantom 2 Vision

Eine Drohne verleiht der Kamera Flügel. Mit 14 Megapixel macht die Phantom 2 Vision Bilder aus der Luft. Über ein Cockpit fliegt der Nutzer die Drohne. Von dort aus kann er die Bilder auch sofort ansehen und über die gängigen Sozialen Netzwerke teilen.

Foto: Screenshot

Wellograph

Im Frühjahr soll die Fitnessuhr Wellograph auf den Markt kommen. Sie misst die Herzfrequenz und speichert die Bewegungen des Tages so wie das tatsächliche Fitnessprogramm. Der Akku soll angeblich zwei Wochen durchhalten. Und die Uhrzeit zeigt die Uhr auch an.

Foto: Screenshot

Muse

Das Unternehmen Interaxon ist auch in diesem Jahr wieder auf der CES dabei. Und wieder haben die Kanadier den Hirnstrommesser Muse im Gepäck. Das EEG-Headset misst die individuellen Hirnströme und kann so genau aufzeichnen, wie entspannt oder wie konzentriert jemand ist.

Foto: Screenshot

Lantos Technologies

Wer ein Hörgerät oder einen passenden Ohrschutz bekommt, muss in der Regel vorher eine unangenehme Prozedur über sich ergehen lassen: Der Ohrabdruck wird genommen. Hier hat sich Lantos Technologies nun ein neues Vorgehen entwickelt. Mit einem 3D-Scanner wird der Innenraum des Ohrs gemessen. Die Daten reichen aus, um den Abdruck genau zu berechnen und danach das Produkt zu entwerfen.

Foto: Screenshot

AR.Drone 2.0

Das größte Modell vom französischen Hersteller Parrot kommt mit HD-Kamera daher. Die Filme, die während des Flugs aufgenommen werden, werden direkt auf dem Steuergerät gespeichert.

Foto: Presse

MiniDrone

Die mittels Bluetooth Smart über Smartphone oder Tablet betriebene Drohne von Parrot soll in Zukunft Spaß in der Luft und am Boden bringen. Zum Quattrokopter werden zwei Räder geliefert, die das Fahren am Boden und Hochfahren von Wänden ermöglichen.

Foto: Presse

Jumping Sumo

Die Ähnlichkeit zu den Japanischen Ringkämpfern ist zwar nicht unbedingt augenscheinlich, aber wer schon mal mit einer Drohne Sprünge von bis zu 80 cm machen wollte wird hiermit vielleicht seinen Spaß haben. Extra Feature ist eine Kamera mit der Filme und Fotos gemacht werden können, auch im Sprung.

Foto: Presse

Clio

Ist ein neuartiger Lautsprecher, der den Klang über Schwingungen der Acrylplatte erzeugt. Der Preis, den man für den freien Blick zahlen muss, bei etwa 350 Euro liegen.

Foto: Presse

Aura

Jetzt soll der modernen Wecker noch mehr können. Das neue Modell von Withings misst neben Schlafbewegung, Atemzyklen und Puls auch die Umgebungsgeräusche, Temperatur und Helligkeit. Ziel soll es sein besser aus dem Bett zu kommen und auch wieder besser einzuschlafen.

Foto: Presse

Voice Bridge

Ein "Router" fürs Telefon: Swissvoice will mit seinem neuen Gerät bis zu fünf Smartphones und Tablets miteinander verbinden, egal ob Android oder iOS. Verbundene Geräte können so über den gleichen Festnetzanschluss angewählt werden und untereinander ohne Kosten miteinander kommunizieren.

Foto: Presse

June

Für professionelle Sonnenbader und Leute mit häufigem Sonnenbrand stellte netatmo dieses Jahr ein Armband vor. Dieses misst die Dauer und Intensität der Sonnenstrahlung auf der Haut und gibt an ab wann man sich vor der Sonne schützen muss, um keine Schäden davon zu tragen.

Foto: Presse

WellShell

Wer im Flugzeug oder zwischen den Terminen mal was für seine Unterarme tun und die Ergebnisse von seinem Smartphone abfragen möchte, der ist hier richtig. Das Gerät übersendet die Trainingsfortschritte automatisch aufs Smartphone, jetzt kann geteilt, geliked und verglichen werden. Ob sich das Gerät am Markt etablieren kann, bleibt abzuwarten.

Foto: Presse

TREWGrip

Die QWERTZ-Tastatur lässt sich an Smartphones und Tablets anbringen. Eine spannende Alternative, für alle, die mit dem Touchpad nicht gut zurecht kommen.

Foto: Presse

ZEPP

Ein weiteres Sportgadget, das helfen soll den Schwung von Golf, Baseball und Tennis Spielern zu verbessern. Der Sensor wird einfach an den Handschuh geheftet und sendet von da an Daten wie Geschwindigkeit und Haltung an jedes Android oder iOS Gerät. Preislich liegt das Gerät bei knapp unter 150 Dollar.

Foto: Presse

In Las Vegas wurde eine große Allianz mit Google angekündigt, an der Audi neben Honda, Hyundai und der Opel-Mutter General Motors beteiligt ist. Die Partner wollen das dominierende Smartphone-System Android im Auto etablieren. So wird in den Audis zum Beispiel Googles Sprachsuche verfügbar sein. Das „Smart Display“ hat typische Elemente der Android-Bedienung integriert.

Audi-Chef Rupert Stadler betonte jedoch, die Rolle von Android beschränke sich im Auto auf Kommunikation und Vernetzung. „Wenn ein PC mal schwach auf der Brust ist, machen Sie einen Neustart. Wenn Sie im Auto unterwegs sind, geht es um Sicherheits-Anforderungen und Produkthaftung, da kann man nicht jeden herumfuhrwerken lassen“, sagte er in einem dpa-Interview. Deshalb gebe es klare Vorgaben, dass es keine Eingriffe zum Beispiel in Steuer- oder Bremssysteme geben dürfe.

Audi brachte nach Las Vegas seine Prototypen selbstfahrender Autos mit und ließ sie auch über die berühmte Hotelmeile rollen. Für das viel diskutierte Problem der Verantwortung bei automatisierten Fahrzeugen sieht Stadler eine klare Lösung: „Der Fahrer des Fahrzeugs wird immer in der Haftung sein.“ Allerdings müsse die Industrie ihm genug Sicherheit geben, „dass er sagt: Das ist sowas von ausgereift und gut, das mache ich jetzt“. Der Audi-Chef rechnet damit, dass viele offene Fragen in zwei bis drei Jahren geklärt sein werden.

„Die vergangenen 30, 40 Jahre der Automobilindustrie waren relativ einfach im Vergleich zu dem, was wir in den nächsten 10 Jahren vor uns haben“, sagte Stadler. Das liege zum einen an der Herausforderung, die Fahrzeuge deutlich umweltfreundlicher zu machen. Zum anderen erfordere die Vernetzung der Autos „gigantische Investitionen“.

dpa
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