Flix-Beteiligung: Porsche steigt bei Flix ein
Seit 2018 macht FlixBus auch der Deutschen Bahn Konkurrenz. In den kommenden Monaten soll das Angebot deutlich ausgeweitet werden.
Foto: WirtschaftsWocheDie Porsche Automobil Holding SE beteiligt sich mit einem „niedrigen zweistelligen Millionenbetrag“ am Fernbus- und Bahnlinien-Betreiber Flix. Das teilte die Beteiligungsgesellschaft des Volkswagen-Großaktionärs am Montag mit. Der Abschluss der Transaktion ist allerdings erst für Ende 2024 angesetzt.
Beteiligung über Ecken
Ausschlaggebend für das Investment ist insbesondere der schwedische Finanzinvestor EQT. Letzterer verfügt über den Private-Equity-Fonds „EQT Future“, in den sich die Porsche SE bereits Anfang des Jahres eingekauft hatte. Dieser wiederum erwirbt nun im Rahmen der Transaktion mit der Porsche SE, der Kühne Holding und weiteren Co-Investoren einen Anteil von rund 35 Prozent an Flix.
Geschäft mit Vorlauf
Das Vorhaben hatte EQT bereits im Juli angekündigt – damals allerdings noch ohne die Porsche SE. Insider sprachen zu diesem Zeitpunkt bereits von gut einer Milliarde Euro für die angestrebten 35 Prozent. Porsche scheint in Zukunft mit ähnlichen Geschäften zu rechnen: „Flix ist eine beeindruckende Erfolgsstory. Die gemeinsame Investition mit EQT steht beispielhaft für unseren Ansatz, mit weltweit führenden Investoren zusammenzuarbeiten“, sagte Lutz Meschke, Vorstand Beteiligungsmanagement der Porsche SE.
Porsche traut sich aus der Haut
„Auch zukünftig sehen wir ein großes Wachstumspotenzial für nachhaltige und bezahlbare Mobilitätsangebote und freuen uns, die weitere globale Expansion der Flix-Plattform zu begleiten“, fügte der Finanzmanager hinzu. Mit der Münchener Mobilitätsplattform erweitert die Porsche SE ihr Investmentportfolio um den europäischen Marktführer für Fernbusreisen. Zum Flix-Konzern gehört außerdem das aufstrebende Bahnunternehmen FlixTrain, welches als Konkurrent zur Deutschen Bahn gilt. Im Geschäftsjahr 2023 beförderte Flix insgesamt 81 Millionen Reisende.
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