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Lkw-Bauer MAN Langjähriger Betriebsratschef Stimoniaris geht

LKWs von MAN. Quelle: dpa

Der Betriebsratschef Stimoniaris hatte bei Tarifverhandlungen mit dem Lkw- und Bus-Hersteller MAN einiges erwirkt, doch nun verlässt er das Unternehmen.

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Inmitten der Sanierung und personellen Neuausrichtung scheidet bei dem zur Volkswagen-Tochter Traton gehörenden Lkw- und Bus-Hersteller MAN der langjährige Betriebsratschef aus. Athanasios Stimoniaris verlasse das Unternehmen zum 31. August aus persönlichen Gründen, teilte MAN Truck & Bus am Dienstag mit und bestätigte damit Informationen der Nachrichtenagentur Reuters. Genauere Angaben zum Ausscheiden des 50-Jährigen machte das Unternehmen in der knappen Mitteilung nicht. Stimoniaris selbst war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Er war seit 2002 Mitglied, seit 2015 Vorsitzender des MAN-Betriebsrats. Darüber hinaus ist er bislang Betriebsratschef und stellvertretender Aufsichtsratschef der VW-Lastwagenholding Traton SE sowie Mitglied des Volkswagen-Aufsichtsrats und -Betriebsrats und des IG-Metall-Vorstands München.

Stimoniaris hatte den Tarifvertrag zur Restrukturierung des kriselnden Traditionsunternehmens mit MAN-Chef Andreas Tostmann ausgehandelt. MAN will das schwächelnde Unternehmen für den Bau von E-Fahrzeugen neu aufstellen und streicht bis Ende kommenden Jahres 3500 Arbeitsplätze – deutlich weniger, als ursprünglich geplant. Tostmann und Traton-Chef Matthias Gründler hatten eigentlich 9500 der weltweit 36.000 Arbeitsplätze abbauen wollen, sich nach einer Klage des Betriebsrats vor dem Arbeitsgericht aber auf den geringeren Abbau geeinigt. Werke im österreichischen Steyr und in Plauen wurden verkauft.

Das „Manager-Magazin“ hatte berichtet, Stimoniaris liege mit dem MAN-Management überkreuz. Das sei einer der Gründe, warum die Sanierung nicht vorankomme. Stimoniaris gehörte zuletzt neben den Aufsichtsräten von Traton und MAN auch dem Kontrollgremium von Volkswagen an.

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Tostmann wies Gerüchte zurück, er solle abgelöst werden. „Mein Auftrag ist es, den Zukunftsplan für MAN umzusetzen“, sagte er dem „Handelsblatt“. Traton-Chef Gründler will Berichten zufolge am 15. September eine neue Strategie für das Unternehmen präsentieren. In der Holding gilt MAN als Sorgenkind, die Rendite hinkt der der schwedischen Schwestermarke Scania weit hinterher.

Mehr zum Thema: Im Herbst 2020 wollte MAN 9500 Stellen in Deutschland und Österreich abbauen und trieb die Arbeitnehmer damit auf die Barrikaden. Jetzt einigten sich beide Seiten auf weniger harte Einschnitte.

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