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Sprinter-Werk Daimler baut in Düsseldorf 650 Stellen ab

Der Autobauer Daimler will in seinem Düsseldorfer Sprinter-Werk in den kommenden Jahren 650 Stellen abbauen und zugleich mehrere Millionen Euro in den Standort investieren.

Daimler will im Düsseldorfer Sprinter-Werk 650 Stellen abbauen. Quelle: dpa

Daimler baut im Zuge der Verlagerung eines Teils der Transporter-Produktion nach Nordamerika in Düsseldorf zehn Prozent der Stellen ab. In den nächsten Jahren sollten 650 der insgesamt 6500 Mitarbeiter dort durch Abfindungen dazu bewegt werden, das Unternehmen zu verlassen, teilte Daimler am Montag mit. Damit fällt der Personalabbau deutlich niedriger aus als befürchtet. IG Metall und Betriebsrat hatten mit dem Wegfall von bis zu 1800 Arbeitsplätzen gerechnet. Tausende Beschäftigte hatten aus Protest gegen die Pläne die Arbeit niedergelegt.

Im Gegenzug zu den nun vereinbarten Stellenstreichungen sagte Daimler zu, bis 2020 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Der Konzern will 300 Millionen Euro in Düsseldorf investieren, um das Sprinter-Werk zu einem "Kompetenzzentrum" für die weltweite Produktion von großen Transportern zu machen. Außerhalb Deutschlands wird der Transporter in Argentinien, China und Russland gefertigt. Ein Standort in Nordamerika wird noch gesucht. Dazu stehen nach früheren Angaben von Spartenchef Volker Mornhinweg vier Alternativen zur Auswahl, drei in den USA und einer in Mexiko. In Ludwigsfelde, wo 2000 Beschäftigte offene Lieferwagen bauen, will Daimler nach früheren Angaben 150 Millionen Euro investieren.

Fujitsu streicht 400 Jobs
Fujitsu Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu will einem Zeitungsbericht zufolge in Deutschland 400 bis 500 Arbeitsplätze abbauen. Eine endgültige Entscheidung solle nach Verhandlungen mit den Beschäftigten fallen, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei". Insgesamt beschäftigt der Konzern hierzulande 12.000 Menschen. Die Stellenstreichungen beträfen hauptsächlich Entwicklung und Informationstechnik. Bereits am Dienstag hatte der Konzern bekanntgegeben, in Großbritannien 1800 Jobs zu streichen. Das entspricht 18 Prozent der Belegschaft dort. Insidern zufolge könnte sich Fujitsu künftig auf IT-Dienstleistungen konzentrieren. Mit dem weltgrößten Computer-Hersteller Lenovo verhandelt das Unternehmen offenbar über einen Verkauf des PC-Geschäfts von Fujitsu. Quelle: REUTERS
Lufthansa Technik Quelle: dpa
DAK Gesundheit Quelle: dpa
EnBWDer Energieversorger baut weiter Stellen ab: Die Energie Baden-Württemberg werde sich aus dem Strom- und Gasvertrieb an Großkunden der Industrie zurückziehen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Davon seien 400 Beschäftigte betroffen, denen ein Aufhebungsvertrag oder ein alternativer Arbeitsplatz im Konzern angeboten werde. Auch im Privatkundengeschäft, der Energieerzeugung und der Verwaltung steht demnach Stellenabbau bevor, der noch nicht beziffert wurde. In den vergangenen zwei Jahren waren bereits rund 1650 Stellen weggefallen. Quelle: dpa
Intel Quelle: REUTERS
Nokia Quelle: dpa
Der IT-Konzern IBM plant in Deutschland offenbar einen massiven Stellenabbau Quelle: dpa

Die USA sind der zweitgrößte Absatzmarkt für den Sprinter. Im vergangenen Jahr wurden 23.000 Fahrzeuge dorthin geliefert. Die Verlagerung ist nach Angaben des Konzerns aus Kostengründen notwendig. Denn um einen Importzoll von 25 Prozent zu vermeiden, werden die in Deutschland gebauten Transporter auseinander genommen, in die USA verschifft und im Werk Charleston in South Carolina wieder montiert. Dies sei mit Blick auf die wachsende Nachfrage nicht wirtschaftlich, erklärte Daimler.

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Die nächste Sprinter-Generation soll in zwei, drei Jahren auf den Markt kommen. Ab 2017 geht die Auslastung in Deutschland außerdem zurück, weil Daimler dann nicht mehr den baugleichen VW-Crafter für Volkswagen produziert. Der Konzern hatte früher erklärt, die Lücke mit der wachsenden eigenen Produktion schließen zu können.

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