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„Umparken im Kopf“-ErfinderinMarketing-Chefin Müller verlässt Opel offenbar

Nach dem Vorstandschef Karl-Thomas Neumann verliert Opel wohl eine weitere Spitzenkraft. Laut Berichten will Marketing-Chefin Tina Müller den Autobauer noch in diesem Jahr verlassen. 25.09.2017 - 11:00 Uhr

Tina Müller will Opel offenbar verlassen.

Foto: dpa

Nach Opel-Chef Neumann verlässt mit Marketing-Vorstand Tina Müller eine weitere Top-Führungskraft den vom französischen PSA-Konzern übernommenen Autohersteller. Die Erfinderin der Kampagne „Umparken im Kopf“ habe um Aufhebung ihres Vorstandsvertrags gebeten, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Unternehmenskreise. Dem sei bereits mit einem unbekannten Endtermin entsprochen worden. Aus dem Umfeld von Tina Müller erfuhr die „Automobilwoche“, dass die Topmanagerin tatsächlich spätestens Ende Oktober dieses Jahres nicht mehr in Opel-Diensten stehen werde.

Opel wollte keinen Kommentar zu der Personalie abgeben.

Die Marketing-Expertin Müller war vor vier Jahren zu dem damals noch zu General Motors zählenden Autobauer gewechselt. Ihre Kampagne hatte maßgeblich das Image Opels verbessert. Gleichwohl war es dem Team um Vorstandschef Karl-Thomas Neumann nicht gelungen, in die Gewinnzone zurückzukehren. Auch die Marktanteile des einstmals erfolgreichsten deutschen Herstellers stagnierten zuletzt auf niedrigem Niveau.

Opel-Marketingchefin Tina Müller

„Langfristig 10 bis 20 Prozent des Umsatzes aus digitalen Dienstleistungen“

von Annina Reimann und Hauke Reimer

Nach Informationen des „Handelsblatts“ will Müller zum nächstmöglichen Zeitpunkt den Vorstandsvorsitz eines großen deutschen Konzerns übernehmen. Müller lehnte gegenüber der Zeitung jeden Kommentar ab. Ihr Aufsichtsratsmandat beim an Investoren verkauften Pharma-Hersteller Stada legte sie zum Montag nieder.

Mit dem Abgang der selbstbewussten Müller war bei Opel nach der Übernahme durch den PSA-Konzern intern gerechnet worden, zumal ihr die Kampagne hohe Anerkennung in der Marketing-Fachwelt eingebracht hatte. Vor ihrem Abstecher in die Autobranche hatte sie für den Konsumgüterhersteller Henkel gearbeitet.

dpa, ses
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