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BlackrockWeltgrößter Vermögensverwalter will 500 Mitarbeiter entlassen

Blackrock plant den größten Stellenabbau seit 2019. Der Vermögensverwalter reagiert damit offenbar auf das schwache Börsenjahr 2022 – und ist kein Einzelfall an der Wall Street. 12.01.2023 - 09:38 Uhr

Der Belegschaft des Vermögensverwalters stehen harte Einschnitte bevor.

Foto: Reuters

Die Einbrüche an den Aktien- und Anleihemärkten im vergangenen Jahr machen Blackrock zu schaffen. Der Vermögensverwalter plant die Entlassung von etwa 500 Mitarbeitern, was 2,5 Prozent der weltweiten Belegschaft entspricht.

„Die Unsicherheit um uns herum macht es wichtiger denn je, dass wir den Veränderungen auf dem Markt einen Schritt voraus sind und uns darauf konzentrieren, für unsere Kunden zu liefern“, schrieben CEO Larry Fink und Präsident Rob Kapito am Mittwoch in einem Mitarbeiter-Memo, das der Nachrichtenagentur Bloomberg vorliegt.

Es ist der erste größere Stellenabbau bei Blackrock seit 2019. Auch danach wird das New Yorker Unternehmen immer noch mehr Mitarbeiter beschäftigen als vor einem Jahr. Der Vermögensverwalter, der am Freitag die Ergebnisse des vierten Quartals vorlegen wird, hatte Ende September etwa 19.900 Mitarbeiter.

Tipps für das Kündigungsgespräch
Verwenden Sie keinesfalls Sätze wie: „Es wird schon nicht so schlimm werden!“, „Mach Dir keine Sorgen!“ oder „Das Leben geht doch weiter!“ Floskeln vermitteln dem Gekündigten nur, dass Sie mit seinen Emotionen nicht zurechtkommen. Sie wirken dadurch verunsichert. Ihre möglicherweise gute Absicht, Trost zu spenden, wird jedenfalls nicht erreicht.
Sagen Sie nicht: „Wenn ich hätte wählen können, hätte ich den Müller rausgeworfen, nicht Dich!“ oder „Was soll ich denn machen? Ich habe das ja nicht entschieden!“ So vermitteln Sie nur Hilflosigkeit und verdrehen das Geschehen auf eine fast unlautere Art und Weise: Sie zwingen den Anderen, Sie als „Opfer“ mit seinem berechtigten Schmerz zu verschonen. Außerdem müssten Sie damit rechnen, dass der betroffene Mitarbeiter seinen Gefühlen bei den Kollegen freien Lauf lässt.
Gehen Sie nicht lax oder fahrlässig mit den Gefühlen Ihrer verbliebenen Mitarbeiter um! Sparen Sie sich scheinbare Aufmunterungen wie „Ihr könnt Euch freuen, Euch betrifft es ja nicht!“Erkennen Sie stattdessen deren Emotionen an. Es ist für niemanden einfach, wenn Kollegen entlassen werden – die Gefühle bewegen sich von Hilflosigkeit, Scham und schlechtem Gewissen gegenüber den gekündigten Kollegen bis hin zu Sorge und Ärger aufgrund der neuen Mehrarbeit.
Machen Sie grundsätzlich keine Aussagen über anstehende Entlassungen. Falls aber einer Ihrer Mitarbeiter nachfragen sollte, geben Sie ihm kleine Bissen Information. So vermeiden Sie, dass die Gerüchteküche erst richtig brodelt und möglicherweise unter den Mitarbeitern ein Hauen und Stechen beginnt.
Bleiben Sie bei der Wahrheit! Geben Sie den Bleibenden keine anderen Begründungen für die Kündigung als dem Gekündigten. Wenn auch nur einer der entlassenen Kollegen über die wahren Hintergründe spricht, haben Sie Ihr Image nachhaltig geschädigt. Das Vertrauen in Sie als Vorgesetzter ist dann verloren. In so einem Fall ist es sehr schwer, eine Mannschaft wieder in die Spur zu bringen.

Auch Goldman Sachs kündigt Entlassungen an

Noch härter trifft es die Belegschaft von Goldman Sachs. Die Investmentbank plant den größten Stellenabbau ihrer Geschichte und will diese Woche etwa 3.200 Mitarbeitenden kündigen, darunter auch in seinen Kernhandels- und Bankbereichen.

Die hohe Inflation und in der Folge steigende Zinssätze haben nicht nur der Wall Street zugesetzt. Allein der wichtige US-Index S&P 500 verlor im vergangenen Jahr um 19 Prozent an Wert. Die Blackrock-Aktie reagierte am Mittwoch zunächst mit leichten Kursverlusten auf die Nachricht vom Stellenabbau. Seit Jahresbeginn ist das Papier mit etwa sechs Prozent im Minus, 2022 verlor es 23 Prozent.

Mit einem verwalteten Vermögen von knapp acht Billionen US-Dollar zum Ende des dritten Quartals gilt Blackrock als der größte Vermögensverwalter der Welt. Das Unternehmen hat bislang keine Angaben dazu gemacht, welche Bereiche am stärksten von dem Stellenabbau betroffen sein werden.

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bbg
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