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EZB-Geldpolitik Banken fordern das Ende der Strafzinsen

EZB-Geldpolitik: Banken fordern das Ende der Strafzinsen Quelle: dpa

Seit fast fünf Jahren erhebt die EZB eine Strafzins von 0,4 Prozent auf Gelder, die Banken bei ihr parken und nicht als Kredite an die Wirtschaft ausreichen. Diese Belastung muss ein Ende haben, fordern die Privatbanken.

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Die deutschen Privatbanken fordern von der Europäischen Zentralbank (EZB) ein Ende der Belastung durch den vor fünf Jahren eingeführten Strafzins. „Mehr als 20 Milliarden Euro haben die Banken im Euroraum inzwischen für ihre Liquiditätsreserven an die EZB gezahlt“, bemängelte der Vorsitzende des Bankenverbandes BdB, Hans-Walter Peters, am Montag in Berlin. „Da die EZB auch in diesem Jahr offenbar nicht in der Lage ist, die Zeit der Negativzinsen zu beenden, sollte sie sich zumindest die Notenbanken in der Schweiz und in Japan zum Vorbild nehmen.“ Dort werden die Belastungen der Finanzinstitute vom ersten Tag der Negativzinsen an mit einem Freibetrag gelindert.

Eine solche Erleichterung sei auch im Euro-Raum überfällig und dringend notwendig. „Die nächste EZB-Sitzung steht kurz bevor. Wir bleiben beharrlich und werden die Zentralbank weiterhin an ihre Verantwortung erinnern“, sagte der Chef der Hamburger Berenberg-Bank. „Der Freibetrag muss jetzt kommen.“ In der Schweiz liegt der Freibetrag der dortigen Notenbank beim Zwanzigfachen des Mindestreservesatzes, umgerechnet auf die Euro-Zone würde das zu einer Ersparnis von 7,5 Milliarden Euro für die Banken führen. In Deutschland läge die Ersparnis bei 2,3 Milliarden Euro, rechnete Peters vor.

Die EZB erhebt auf Gelder, die Banken bei ihr parken und nicht als Kredite an die Wirtschaft ausreichen, seit Juni 2014 einen Strafzins von 0,4 Prozent. Die EZB entscheidet das nächste Mal am Mittwoch über ihre Geldpolitik.

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