Neue Banknoten: Die Schweizer Franken kommen in neuem Gewand daher
Der Schweizer Franken soll neu aufgelegt werden. Nach einem bereits im Oktober 2024 gestarteten Ideenwettbewerb unter dem Titel „Die Schweiz und ihre Höhenlagen“ befragt die Schweizer Nationalbank (SNB) nun die Bürgerinnen und Bürger. Nur sechs Jahre, nachdem mit dem 100er der letzte Schein der aktuellen Serie in Umlauf gebracht wurde, soll das bisherige Duo aus Hand und Globus wieder weichen. „Weil die technologische Entwicklung rasch voranschreitet, muss die Nationalbank immer wieder für einen Vorsprung sorgen, damit Fälschungen möglichst leicht erkannt werden können“, begründet die Notenbank die Neuauflage.
Die nun gestartete Umfrage stellt zwölf Entwürfe zur Auswahl. Vom 13. August bis zum 7. September 2025 darf online abgestimmt werden, zusätzlich urteilt ein externer Fachbeirat. Am Ende sollen sechs Entwürfe in einer zweiten Runde nach kommerziellen Kriterien beurteilt werden. Anfang des kommenden Jahres will die SNB dann einen Gewinner bekanntgeben.
Das vorgegebene Thema haben die Gestalterinnen und Gestalter sehr frei interpretiert: Die Entwürfe reichen von Flora und Fauna und moderner Kunst bis zu Bergpanoramen. Im Gegensatz zu dem aktuellen, recht nüchternen Layout fällt auf, dass deutlich mehr Detailreichtum auf den Banknoten Einzug halten könnte.
Neben den ästhetischen Vorlieben werden vor allem die Experten des Beirats, auch die Sicherheitsaspekte stärker in den Fokus nehmen. Um die Fälschungssicherheit zu verbessern, hatte die SNB bereits für die aktuelle neunte Serie zusätzliche Sicherheitsmerkmale entwickelt. Leitlinie für die aktuell 15 Merkmale ist, dass Fälschungen auch ohne zusätzliche Hilfsmittel leicht zu erkennen sein sollen.
Wenngleich die Nutzung von Bargeld mit der Zeit abgenommen hat, bleiben die Banknoten wichtiger Reservewährungen wie des Franken, des Dollars oder des Euros ein häufig genutztes Zahlungsmittel. Der 1000er-Schein des Franken hat hierbei eine herausgehobene Stellung: Unter den noch von Notenbanken in Umlauf gebrachten Scheinen ist er derjenige mit dem höchsten Wert. Mehr wert ist nur die 10.000-Dollar-Note Singapurs, die der Stadtstaat jedoch seit 2014 aus dem Umlauf zu nehmen versucht.
Laut Daten der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIS) waren Ende 2023 – außerhalb von Banken – Banknoten und Münzen im Wert von über 75 Milliarden Schweizer Franken in der Schweiz im Umlauf. Das waren deutlich weniger als noch 2018. Zu diesem Zeitpunkt waren es fast 96 Milliarden. Welche Währungen hierzu gehören und wie viele Franken noch im Ausland liegen, zeigt die Statistik jedoch nicht.
Hinweis: Dieser Beitrag erschien zuerst am 13. August 2025. Wir zeigen ihn aufgrund des hohen Interesses erneut.
Lesen Sie auch: Schweiz nach Zollschock im Krisenmodus