1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Banken
  4. US-Bank: Gewinn von Goldman Sachs bricht ein

US-BankGewinn von Goldman Sachs bricht ein

Erneut rächt sich der fehlgeschlagene Ausflug des US-Geldhaus ins Massengeschäft mit Normalverdienern. Goldman-Sachs-Chef Solomon gibt sich aber optimistisch – auch mit Blick auf die Konkurrenz. 17.10.2023 - 18:40 Uhr
Foto: REUTERS

Der Rückzug aus dem Massengeschäft mit Normalkunden und höhere Personalkosten haben der US-Investmentbank Goldman Sachs im Sommer einen Gewinneinbruch eingebrockt. Hohe Abschreibungen und stagnierende Erträge ließen den Überschuss im dritten Quartal um mehr als ein Drittel sinken. Bankchef David Solomon sagte dem Geldhaus am Dienstag in New York aber eine bessere Startposition für 2024 voraus – auch wenn die Erträge zuletzt stagnierten. Aufwärts ging es bei Bank of America. Dass deren Gewinn stieg, lag allerdings nicht nur an höheren Einnahmen – sondern auch an einer geringeren Steuerlast.

Bei Goldman Sachs rächte sich im dritten Quartal ein weiteres Mal der fehlgeschlagene Ausflug ins Massengeschäft mit Normalverdienern. So trennt sich die Bank von ihrem Online-Kreditvermittler Greensky, den sie erst im vergangenen Jahr für 1,7 Milliarden Dollar übernommen hatte. Jetzt bekommt Goldman Sachs nicht einmal halb so viel dafür. Im dritten Quartal musste Goldman Sachs auf die Sparte rund eine halbe Milliarde Dollar abschreiben. Auch deshalb verdiente die Bank in den Monaten Juli bis September nur knapp 1,9 Milliarden Dollar (1,8 Mrd Euro) und damit 36 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Im abgelaufenen Quartal hatte die Investmentbank zudem mit rückläufigen Erträgen und deutlich gestiegenen Kosten zu kämpfen. Weil der Zinsüberschuss um fast ein Viertel einbrach, sanken die gesamten Erträge der Bank um ein Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar. Positiv wirkte sich aus, dass Goldman Sachs fast kein Geld für drohende Kreditausfälle zur Seite legte.

Goldman Sachs

So kämpft David Solomon um die Zukunft der Großbank

CEO David Solomon wollte Goldman Sachs heller glänzen lassen als je zuvor. Wie er stattdessen das Prestige der Bank verspielte – und nun noch einmal kämpft.

von Julian Heißler und Lukas Zdrzalek

Die Bank of America verdankt ihren Gewinnanstieg im Sommer vor allem einer geringeren Steuerlast. Im dritten Quartal verdiente das Institut 7,8 Milliarden Dollar und damit zehn Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie es in Charlotte mitteilte. So stiegen die Erträge um drei Prozent auf 25,2 Milliarden Dollar. Auch das Handelsgeschäft wuchs stärker als gedacht. Andererseits legte das Institut mit 1,2 Milliarden Dollar rund ein Drittel mehr für drohende Kreditausfälle zur Seite als im Vorjahreszeitraum.

Vor Steuern sank der Gewinn daher von 8,3 Milliarden auf 8,1 Milliarden Dollar. Die geringere Steuerlast machte den Rückgang unter dem Strich aber mehr als wett.

Lesen Sie auch: So kämpft David Solomon um die Zukunft der Großbank

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick