Booking.com: "Wir sind die Könige des Schlafens"
WirtschaftsWoche: Mister Huston, spielen wir eine Runde wahr oder falsch?
Darren Huston: Okay.
Bestes Berg-Hotel
Die Seiser Alm bietet nicht nur Wanderwege für viele Tage, sondern mit der Adler Mountain Lodge auch ein modernes Hotel, das mit seiner Holzoptik in 1800 Höhenmetern an die Tradition gemahnt. Im Sommer warten Wiesen, im Winter Loipen auf die Gäste.
Foto: PRBestes Hotel am Meer
Die Hohwachter Bucht bei Kiel zählt zu den nicht ganz so bekannten Reisezielen der Ostsee. Das Herrenhaus Weissenhaus im Foto ist nur ein Teil des Urlaubshotels mit 62 Zimmern, einem ausgezeichneten Restaurant und dem Bootshaus-Pavillon, der direkt am Wasser liegt. Die 400 Jahre alte Siedlung ist nun ein Ort für Entspannung und Ausschlafen mit einem drei Kilometer langen Sandstrand.
Foto: PRBestes Luxus-Hotel
Den Stuck und die historischen Fresken und Holztüren eines venezianischen Stadtpalastes so zeitgemäß mit modernen Möbeln einzurichten, dass daraus ein harmonisches Ensemble wird - das hat das Amanresort Canale Grande in Venedig geschafft.
Foto: PRBestes Land-Hotel
Das Foto fasst es ganz gut zusammen: Hier ist man abgeschieden. Nicht allein liegt das Eremito Hotelito Del Alma dank der Lage in einem umbrischen Naturpark recht weit von einem Ort weg, nein, die massiven Mauern des Hotels mit nur 14 Zimmern halten auch recht zuverlässig den Mobilfunk draußen. Wer aufs Wlan ausweichen möchte: Gibt es nicht. Fernsehen? Fehlanzeige. Abschalten im Dampfbad und die vegetarische Küche genießen sind angesagt.
Foto: PRBestes Design Hotel
Die britische Designerin Kit Kemp hat mit dem Ham Yard Hotel ihr neuntes Hotel gestaltet. Die Bowling-Bahn ist nur eines der zahlreichen farbenfrohen Element, die dieses Hotel unweit des Piccadilly Circus auszeichnen. Zahllose Details in einer dennoch wohnlichen Atmosphäre kann der Gast entdecken. Im Sommer geradezu Pflicht: Der Besuch der üppig bewachsenen Dachterrasse.
Foto: Simon Brown
Foto: PRBestes Wellness-Hotel
Mit dem Begriff Wellness verbinden die meisten Menschen verwöhnen. Spätestens beim Frühstück im Lanserhof wird es den Gästen jedoch auffallen, dass es hier um die Gesundheit und Ernährung geht: Es gibt keinen Kaffee. Die Gäste des spektakulären Baus von Architekt Christoph Ingenhoven können sich neben Spa-Anwendungen vom medizinischen Team auf Herz und Nieren durchchecken lassen auf Basis der Kur von F.X. Mayr. Inklusive Kurkrise.
Foto: PRBestes Budget-Hotel
Das Mama Shelter in Istanbul gehört zu der gleichnamigen Kette, die auch in Paris, Bordeaux oder Los Angeles Zimmer anbietet. Mit Glück lässt sich eines für 99 oder 89 Euro die Nacht ergattern. Dafür bekommt der Gast eine bunte Inszenierung in 81 Zimmern mit zahlreichen Comic-Zitaten.
Foto: PRBestes City Hotel
Das Hotel Zoo auf dem Berliner Kurfürstendamm hatte bereits in den 1920er und 1950er Jahren glorreiche Zeiten, als die Stars wie Romy Schneider oder Sophia Loren im 1911 eröffneten Hotel während der Filmfestspiele dort wohnten. Nach der Renovierung knüpft das Hotel an seiner Vergangenheit an - unter anderem mit Requisiten aus dem Studio Babelsberg.
Foto: PRBestes Hotel außer Konkurrenz
Es ist das Boot "Lev Taifun", das die Gäste in gut zweieinhalb Stunden zum wohl einsamsten Hotel der Nordsee rüberschippert, dem Leuchtturm Roter Sand. Bei kräftiger See kann schon der Zugang über die sechs Meter hohe Außenleiter zum Abenteuer werden. Im Inneren wartet ein Zimmer mit neun Plätzen in Etagenbetten. Dazu ein kleines Bad und eine kleine Küche. Und von der Reling Seeblick ohne Ende. Die Nacht kostet 510 Euro pro Person inklusive Überfahrt.
Foto: dpaBestes Food-Hotel
Last but not least - der Koch Alexander Herrmann ist bekannt aus zahlreichen Fernsehsendungen und Autor mehrerer herausragender Kochbücher. Sein Heimathafen ist jedoch das Herrmann's Romantik Posthotel in Wirsberg, in dem er neben dem Gourmet-Restaurant noch ein Bistro führt.
Foto: WirtschaftsWocheEin Großteil der 2,8 Milliarden Dollar, die Sie für Onlinewerbung ausgeben, fließt an Google. Ist das nicht eine gefährliche Abhängigkeit?
Google ist eine wahnsinnige Marketing-Maschine für uns, wir verdanken Google einen Großteil unseres Erfolgs. Wir haben nie viel Werbung für unsere Marke gemacht, nur für unsere Hotels.
Im Moment hat Booking.com weltweit rund 880.000 Hotels im Angebot. Dieses Jahr werden Sie die Millionenmarke erreichen. Wahr oder falsch?
Das wird in den kommenden ein bis zwei Jahren passieren. Allein gestern haben wir rund 1000 Unterkünfte hinzugefügt, das war ein guter Tag. Aber wir brauchen neben neuen Hotels noch mehr Privatunterkünfte, die dann vielleicht nur ein Zimmer haben.
Wollen Sie dem Bettenportal AirBnb Konkurrenz machen?
Wir konkurrieren schon jetzt sehr stark mit AirBnb. Wir haben fast sieben Millionen buchbare Zimmer in Ferienunterkünften und anderen Übernachtungsmöglichkeiten auf unserer Plattform Wir haben Iglus, Baumhäuser oder Hausboote. Und dieser Bereich wächst stark. Bei uns ist es genauso einfach, ein privates Zimmer zu buchen wie ein Hotelzimmer. Das können wir viel besser als Airbnb. Die Gäste müssen bei uns keine Gebühren zahlen und bekommen sofort eine Bestätigung. Und im Gegensatz zu AirBnb verdienen wir auch Geld.
Ihr Konkurrent Expedia hat erst vor kurzem HomeAway aufgekauft, einen der größten Konkurrenten von Airbnb. Wann werden Sie auf Einkaufstour gehen?
Selbst wenn ich das wüsste, dürfte ich es Ihnen nicht sagen. Aber unser Fokus lag immer auf organischem Wachstum. Wir sind nicht diejenigen, die den Markt konsolidieren wollen, die jede Menge Portale aufkaufen, die genau das gleiche machen wie Booking. Das ist der Unterschied zu Expedia.
Genügend Geld hätten Sie aber...
Wir schauen uns natürlich um. Wenn wir zukaufen, dann eine starke Marke, die unser Portfolio ergänzt. Für das Verreisen haben wir unsere Flugsuchmaschine Kayak, für das Essen unsere Restaurantbuchungsseite OpenTable. Und Schlafen – wir sind die Könige des Schlafens.
Aber nicht die Könige der Erlebnisse. Müssten Sie nicht auch während des Urlaubs an Ihren Kunden verdienen?
Da sind wir noch nicht sehr stark. Wir bringen unsere Kunden zum Beispiel nach Berlin, aber wie können sie ihre Zeit dort am besten genießen? Wir haben ein Team, dass sich mit dieser Frage beschäftigt. Da kooperieren wir mit einem deutschen Start-up, das Führungen und Eintrittskarten vermittelt, GetyourGuide. Das sind gute Jungs.
Platz 10: Best Western
Die Best-Western-Hotelgruppe wurde 1946 vom Hotelier Merril K. Guertin gegründet. Am Anfang bestand die Kooperation aus 67 eigenständigen Hotels. Mittlerweile ist die Zahl der Häuser auf fast 4000 gestiegen. Neben Hotels betreibt Best Western in den USA auch Motels.
Hotels*: 3931
Zimmer*: 303.522
*Quelle: Ranking des Magazins „Hotels“ 2015, alle Angaben für das Jahr 2014
Foto: dpaPlatz 9: Shanghai Jinjiang International Hotel Group
Die Shanghai-Jinjiang-International-Hotelgruppe ist ein chinesisches Staatsunternehmen – und eines der größten in der chinesischen Touristikbranche. Der Konzern betrieb 2014 mehr als 2900 Hotels. Im Vergleich zu 2013 konnte die Gruppe die Zahl ihrer Häuser damit fast verdoppeln.
Hotels: 2910
Zimmer: 352.538
Platz 8: Starwood Hotels & Resorts Worldwide
Die berühmteste Hotelmarke der Starwood-Hotelgruppe ist zweifelslos das Sheraton. Daneben gehören weitere neun Marken zur amerikanischen Hotelgruppe. Insgesamt beschäftigt der Konzern über 140.000 Mitarbeiter. Gegründet wurde das Unternehmen 1930.
Hotels: 1222
Zimmer: 354.225
Platz 7: Plateno Hotels Group
Die Plateno-Hotelgruppe ist der größte Hotelkonzern in China. Dank eines rasanten Wachstums der chinesischen Touristikbranche machte der Konzern einen Sprung von Platz zwölf auf Platz sieben im Ranking der weltgrößten Hotelketten. Innerhalb eines Jahres gelang es der Plateno-Gruppe, ihre Zimmeranzahl beinahe zu verdreifachen. Dieses Wachstum sucht in den Top-10 ihresgleichen.
Hotels: 3023
Zimmer: 442.490
Platz 6: Accor Hotels
Die Accor-Hotelgruppe ist die größte Hotelgruppe auf dem europäischen Festland. Der französische Konzern, zu dessen Marken unter anderem die Ibis-Hotelkette gehört, bietet insgesamt über 480.000 Hotelzimmer an. Im Vergleich zu 2013 konnte die Zimmerzahl um rund 20.000 gesteigert werden. Insgesamt kümmern sich circa 180.000 Mitarbeiter um das Wohl der Gäste. Der Umsatz betrug im vergangenen Jahr knapp 5,5 Milliarden Euro.
Hotels: 3717
Zimmer: 482.296
Platz 5: Choice Hotels International
1939 gegründet gehört die Choice-Hotelgruppe vom Umsatz her zu den kleineren Hotelketten innerhalb der Top-10. Gemessen an den Hotelzimmern jedoch ist das Unternehmen die fünftgrößte Hotelgruppe der Welt. Zur Gruppe gehören Marken wie Clarion oder Sleep Inn.
Hotels: 6300
Zimmer: 500.000
Bildquelle: Choice Hotels International, Inc
Foto: PressePlatz 4: Wyndham Hotel Group
1974 gegründet entwickelte sich die Wyndham-Hotelgruppe zu einer der größten Hotelketten der Welt. Die 32.500 Mitarbeiter generieren einen Umsatz von über vier Milliarden Dollar. Die bekannteste Marke der Wyndham-Gruppe ist das Planet Hollywood.
Hotels: 7645
Zimmer: 660.826
Vom Umsatz her ist die Intercontinental-Gruppe kleiner als die Wyndham-Hotel-Kette. Doch bei der Zimmerzahl hat sie dem Konkurrenten knapp 50.000 Räume voraus. Eine der bekanntesten Marken der Hotelgruppe ist das Holiday Inn.
Hotels: 4840
Zimmer: 710.295
Platz 2: Marriott International
Die Marriott-Hotelgruppe gibt es seit 1993. Die Gründungsgeschichte jedoch geht bis auf das Jahr 1927 zurück. Firmengründer John Willard Marriott hatte sich zunächst in der Gastronomie versucht – mit durchschlagendem Erfolg. 30 Jahre später wurde die Hotelsparte des Unternehmens gegründet. 1993 teilte sich die Marriott Corporation in zwei Unternehmen auf, aus dem das Marriott International entstand. 2014 betrug der Umsatz 13,8 Milliarden Dollar.
Hotels: 4175
Zimmer: 714.765
Platz 1: Hilton Worldwide
Die Hilton-Hotelgruppe eroberte 2014 den ersten Platz im Ranking der größten Hotelketten der Welt. Innerhalb eines Jahres stieg die Zimmeranzahl um knapp 35.000. Rund 130.000 Mitarbeiter beschäftigt die Hilton-Gruppe. Der Umsatz betrug 2014 rund 10,5 Milliarden Dollar.
Hotels: 4322
Zimmer: 715.062
Also haben Sie doch schon einen guten Kandidaten für einen Zukauf?
(lacht) Das weiß ich noch nicht. Kein Kommentar.
Hotelketten versuchen, unabhängiger von Buchungsseiten zu werden. Die französische Kette Accor hat deshalb jetzt ein eigenes Portal aufgebaut. Sehen Sie das als Gefahr?
Das geht schon ewig so. Viele Hotels wollen mehr Direktbuchungen haben. Aber nur zwei Prozent unserer Kunden buchen dasselbe Hotel zweimal. Wir zwingen niemanden, seine Zimmer bei uns anzubieten. Aber Hotelbesitzer wissen, dass wir ihnen einen hohen Wert bieten. Ohne uns müssten sie viel mehr Geld für Werbung ausgeben, um neue Gäste zu finden. Wir sind da die günstigste Alternative. Und wir werden erst bezahlt, wenn der Gast das Hotel schon wieder verlassen hat.
Zimmer sind morgens günstiger
Bei der Buchung ist Timing alles: Nicht einmal im Laufe eines Tages sind die Zimmerpreise konstant. Je früher am Tag die Buchungsanfrage gestellt wird, desto höher der Preis. Erst zwischen 17 bis 18 Uhr werden Reservierungen rückgängig gemacht, die per Kreditkarte geblockt wurden. Ab 17 Uhr sind Reservierungen also am günstigsten. Erneut teurer wird es am späten Abend gegen 21 Uhr, denn jetzt sind sich Hotels darüber bewusst, dass den Gästen die Alternativen auf eine Unterkunft für den nächsten Morgen vermutlich fehlen und nutzen diese komfortablen Position zu ihren Gunsten.
Quelle: Daily Mail
Foto: dpaFrische Bettlaken sind nicht inklusive
Viele Hotelgäste gehen davon aus, dass Bettlaken – genauso wie Kopf- und Bettdeckenbezüge täglich gewechselt werden. Das ist jedoch mehr als ein Trugschluss, wie die Webseite Bed Buig Registry offenlegt. Das Portal bietet kanadischen und US-amerikanischen Urlaubern den Raum, ihre Erlebnisse mit Bettwanzen zu teilen und andere Urlauber vor schmutzigen Laken zu warnen. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, verlangen Sie vor dem Check-in ausdrücklich nach frischen Bettlaken.
Foto: dpaKeime lauern nicht nur auf dem WC
Wie sauber ein Zimmer ist, machen wir gewöhnlich an dem Eindruck fest, den das Bad hinterlässt. Eine Vielzahl von Bakterien lauert allerdings nicht nur auf dem Toilettensitz, sondern auch an anderen Orten, wo sie viele nicht vermuten - nämlich auf der Fernbedienung oder dem Hauptlichtschalter, wie Forschungsergebnisse verschiedener US-amerikanischer Universitäten zeigen. Besonders überraschend ist das eigentlich nicht: Toiletten werden regelmäßig gereinigt, Fernbedienungen und Lichtschalter bleiben jedoch oft unbeachtet in dem straffen Putzplan der Zimmermädchen. Wischen Sie also vorsichtshalber noch mal drüber.
Foto: dpaTodesfälle sind nicht selten
Jacob Tomsky, Autor von "Wer eincheckt, hat verloren" und Insider des Hotelgewerbes, gab gegenüber "MailOnline Travel" offen zu, dass Todesfälle in Hotels nicht selten vorkommen. Hotelmanagern liegt viel daran, dass Gäste davon so wenig wie möglich mitbekommen. Schließlich ist es mehr als ein beklemmendes Gefühl, in dem gleichen Bett zu nächtigen, in dem der Verstorbene noch kurz zuvor lag - selbst wenn es ordnungsgemäß desinfiziert und gereinigt wurde.
Foto: dpaTrauen Sie Wassergläsern nicht
Auch "Fox News“ förderte eine unschöne Wahrheit zu Tage: der New Yorker Nachrichtensender ertappte zahlreiche Zimmermädchen dabei, wie sie benutzte Gläser mit einem zuvor für die anderen Räumlichkeiten verwendeten Putzlappen säuberten, anstatt sie gründlich mit Schwamm und Spülmittel zu reinigen. Auch bei Gläsern ist also Vorsicht geboten. Auf der sicheren Seite sind Gäste mit ungeöffneten Flaschen, die sie an der Rezeption anfordern können.
Foto: dpaVermittlungsportale sind teuer
Nicht nur das Timing spielt beim Buchen eine wichtige Rolle: auch der Anbieter, über den Sie das Zimmer reservieren, ist entscheidend. Von kostenfreien, landesweiten Kundenhotlines raten Experten der "Daily Mail“ ab. Zum einen, da diese nur in den seltensten Fällen die Rechte haben, den günstigsten Preis anzubieten. Zum anderen, da den Hotels viel daran liegt, die bis zu 30 prozentige Provision einzusparen, die sie an externe Buchungsportale entrichten. Ein besonders gutes Angebot können Sie herausschlagen, wenn sie sich im Vorfeld auf Online-Recherche begeben und das beste Angebot ausfindig machen. Der direkte Ansprechpartner geht vielleicht sogar noch mit dem Preis herunter, um sich die Gebühren für den Online-Anbieter zu sparen.
Foto: dpaÜberbuchung ist Standard
Um unerwünschte Gewinneinbußen durch Stornierungen zu vermeiden, verkaufen Hotels ihre Zimmer mehrfach – an unterschiedliche Gäste. Ein Sprecher von Travelodge versicherte "MailOnline Travel" jedoch, dass gerade einmal 0,2 Prozent der Gäste wegen Überbuchung in anderen Unterkünften untergebracht werden müssen. Noch „bessere“ Nachrichten gibt es für behinderte Gäste, Familien und alleinreisende Single-Frauen. Diese seien von Umdisponierungen nicht betroffen, so der Sprecher weiter.
Foto: FotoliaAusgebucht ist nicht gleich ausgebucht
Nicht nur Zimmer, die bereits vermietet sind, werden als ausgebucht gelistet. Oft sind sie nur wegen zerbrochener, fleckiger oder defekter Gegenstände für Gäste nicht verfügbar. Nachfragen lohnt sich also. Besonders dann, wenn Sie dringend eine Unterkunft suchen.
Foto: dpaStornierungen müssen nichts kosten
Ja, Sie lesen richtig. Mit einem simplen Trick können Sie sich teure Stornierungsgebühren sparen. Verschieben Sie Ihre Reservierung zunächst um eine Woche nach hinten. Rufen Sie dann ein bis zwei Tage später erneut an. Die Stornierung ist nun kostenlos. Beachten Sie allerdings, dass dieses Verfahren nur greift, wenn Sie direkt über den Anbieter gebucht haben.
Foto: dpaSchlüsselkarten sind nicht besonders sicher
Zwar ist der Zutritt für Unbefugte zu den Zimmern ohne die entsprechende Schlüsselkarte nicht möglich, jedoch laufen sie nicht unmittelbar nach der Rückgabe aus und sind in dieser Zeit noch in den Aufzügen benutzbar. Ungebetene Gäste können sich auf diese Weise ganz leicht Zutritt zu den oberen Geschossen verschaffen und interne Einrichtungen wie zum Beispiel Schwimmbäder unauffällig nutzen.
Foto: FotoliaDennoch hat Hilton sogar eine eigene Werbekampagne gestartet, um die Menschen zur Direktbuchung zu bewegen.
Es gibt viele Versuche. Manche Ideen machen Sinn, andere sind ein bisschen albern. Ein Beispiel: Ich wollte mich in einem Hotel ins Internet einloggen. Das Wifi-Passwort war: „Buche direkt“. Was wir sicherstellen müssen ist, dass unsere Kunden guten Service erhalten und sich in diesen Hotels nicht wie Gäste zweiter Klasse fühlen.
In Deutschland müssen ihre Kunden in manchen Hotels aber mehr zahlen. Das Kartellamt hat die Bestpreisklausel verboten, mit der Sie Hotels dazu verpflichtet hatten, auf Booking die beste Rate anzubieten.
Ja, und wir haben dagegen Berufung eingelegt. Uns stört, dass die Regelung in Deutschland nicht zu denen in den anderen EU-Ländern passt.
Die französische Kartellbehörde hat eine ähnliche Entscheidung gefällt.
Aber jedes andere Land stimmt unserem Ansatz zu. Europa sollte ein einheitlicher Markt sein. Wir sind damit nicht glücklich. Wir glauben, die Bestpreisklausel ist besser für Verbraucher und auch für die Hotels. Aber wir werden uns an die Gesetze halten.
Laut Bundeskartellamt ist Booking die Nummer Eins in Deutschland bei Privatreisenden. Bei Geschäftskunden liegt ihr Konkurrent HRS vorn. Wollen Sie HRS überholen?
Natürlich wollen wir auch bei Geschäftsreisen besser sein als HRS. Wir haben unsere Homepage umgebaut, wir haben ein Tool für Geschäftsreisende entwickelt, bei dem man auch für Dritte buchen und Firmenkonten erstellen kann. HRS war darüber nicht glücklich. Und wir fangen gerade erst an. Wir testen viel, lernen viel. Heute ist einer von fünf Kunden weltweit bei uns Geschäftsreisender. Unser Ziel ist, dass das für jeden zweiten Kunden gilt.
Eine letzte Runde wahr oder falsch: Buchen Sie Ihre Hotelzimmer tatsächlich selbst?
Ja, alle. Ich liebe es. Manchmal bitten Mitarbeiter meinen Assistenten, ihnen ein Zimmer zu buchen. Und dann mache ich das für ihn. Man muss sein Produkt benutzen.