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  4. Tarifstreit: Noch immer keine Einigung zwischen GDL und der Deutschen Bahn

Deutsche BahnGDL-Chef erklärt Tarifverhandlungen erneut für gescheitert

Seit Dienstag ringen die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und die Deutsche Bahn um einen Kompromiss: Jetzt erklärt der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky die Verhandlungen erneut für gescheitert. 14.12.2018 - 13:05 Uhr aktualisiert

Die GDL will in der Weihnachtszeit sowie Anfang Januar nicht zu Streiks aufrufen.

Foto: REUTERS

Im Bahn-Tarifkonflikt will die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) das Angebot der Deutschen Bahn AG nun doch nicht akzeptieren. „Wir sind nicht mehr bereit, auf der Basis dieses Angebots einen Tarifvertrag zu unterschreiben, sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky am Freitag in Eisenach. Er erklärte die Verhandlungen erneut für gescheitert. Die GDL werde jedoch in der Weihnachtszeit sowie Anfang Januar nicht zu Streiks aufrufen. Es könnte aber passieren, dass Lokführer ihre vielen Überstunden mit Freizeit abgelten. „Dass das mit einem Streik vergleichbar sein könnte, ist nicht unsere Schuld.“ Die bestehende Vereinbarung schließt Streiks derzeit allerdings ohnehin aus.

Ein Abschluss mit der Bahn sei nun nur noch mit einem besseren Angebot möglich, sagte Weselsky. Grund für die Entscheidung der GDL sei, dass die Bahn ein bis 11.00 Uhr laufendes Ultimatum verstreichen ließ, den eigentlich mit der GDL bereits ausverhandelten Tarifvertrag am Freitag in Eisenach zu unterschreiben.

Nach dem erneuten Scheitern der Verhandlungen schließt die GDL nun auch eine Schlichtung nicht mehr aus. „Wir lassen derzeit offen, ob die GDL die Schlichtung anruft“, sagte Weselsky am Freitag in Eisenach. Noch am Mittwoch hatte es geheißen, die GDL werde die Schlichtung keinesfalls beantragen.

Bei den Tarifverhandlungen wird für rund 36.000 Beschäftigte der Bahn verhandelt. Seit Dienstag ringen beide Seiten um einen Kompromiss. Die Bahn spricht auch mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Diese Verhandlungen sollen frühestens am Freitagmittag in Berlin fortgesetzt werden.

rtr, dpa
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