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Fahrdienst-App US-Justizministerium verklagt Uber wegen Diskriminierung

Das Unternehmen verlangt von Fahrgästen, schnell einzusteigen. Wer das nicht schafft, muss zahlen. Die US-Justiz sieht Menschen mit Behinderungen benachteiligt.

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Fahrgäste haben nur zwei Minuten Zeit, um einzusteigen. Sonst werden extra Kosten berechnet. Quelle: AP

Die US-Regierung verklagt den Mobilitätsdienstleister Uber wegen Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen. In der Klage, die am Mittwoch in Kalifornien eingereicht wurde, erklärte das Justizministerium, Uber erhebe eine Gebühr, wenn Fahrer auf Fahrgäste warten müssten, die in ihr Auto einstiegen. Menschen mit Behinderungen benötigten aber möglicherweise mehr Zeit zum Einsteigen in ein Auto.

Die Gebühr für die Wartezeit wird bei Uber in den USA zwei Minuten nach Ankunft des Fahrers erhoben und so lange berechnet, bis der Wagen seine Fahrt antritt. Das Unternehmen führte die Gebühr nach Angaben des Justizministeriums im April 2016 in mehreren US-Städten ein. Danach wurde sie auf das ganze Land ausgedehnt.

Das Ministerium erklärte in seiner Klage, Uber verstoße gegen das Gesetz zum Schutz von Menschen mit Behinderungen, weil es seine Gebühren nicht an Personen anpasse, die mehr Zeit benötigen, um in ein Uber-Fahrzeug einzusteigen. Die Gebühr werde auch dann erhoben, wenn der Fahrer von einer Behinderung eines Kunden wisse.

Uber teilte am Mittwoch mit, dass es in Kontakt mit dem Justizministerium stehe und von der Klage überrascht und enttäuscht sei. „Wartezeitgebühren werden von allen Mitfahrern erhoben, um die Fahrer nach zwei Minuten Wartezeit zu entschädigen, aber sie waren nie für Mitfahrer gedacht, die an ihrem Abholort bereit stehen, aber mehr Zeit brauchen, um ins Auto zu steigen“, teilte das Unternehmen mit. Seit letzter Woche würden jedem Mitfahrer, der bestätige, dass er eine Behinderung habe, die Gebühren automatisch erlassen.

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    In der Klage wird das Gericht aufgefordert, Uber anzuweisen, seine Geschäftspolitik zu ändern, seine Mitarbeiter und Fahrer zu schulen und Schadenersatz an Mitfahrer zu zahlen, die widerrechtlich Wartezeitgebühren zahlen mussten.

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