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Flugbegleitergewerkschaft Lufthansa verliert vor Gericht: Ufo-Streik rechtens

Streiken die Flugbegleiter der Lufthansa oder wird der Streik noch in letzter Minute abgesagt? Die Lufthansa verlässt nichts unversucht, den Ausstand der Gewerkschaft UFO noch zu kippen. Quelle: dpa

Der für Donnerstag und Freitag geplante Streik der Flugbegleitergewerkschaft Ufo bei der Lufthansa ist rechtens. Das entschied das Arbeitsgericht Frankfurt. Damit steht der Lufthansa ein 48-Stunden-Streik bevor.

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Der für Donnerstag geplante Streik der Flugbegleiter bei der Lufthansa kann stattfinden. Das Arbeitsgericht Frankfurt lehnte am Mittwochvormittag einen Eilantrag des Unternehmens gegen den Arbeitskampf der Gewerkschaft Ufo ab. Gegen die Entscheidung kann noch Berufung beim Landesarbeitsgericht eingelegt werden. Von diesem Recht will die Lufthansa will Gebrauch machen, erklärte ein Unternehmenssprecher unmittelbar nach dem Urteil der ersten Instanz. Der Ufo-Vizevorsitzende Daniel Flohr hat zudem für den Fall einer erneuten Verhandlung die Teilnahme an einem Gespräch abgesagt, zu dem Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Vortag eingeladen hatte.

Zuvor hatte die Lufthansa der Gewerkschaft noch sofortige Vorverhandlungen angeboten, die aber erst mit dem neu zu wählenden Ufo-Vorstand ab dem 15.2.2020 finalisiert werden könnten. Ufo verlangte hingegen Gespräche auf Augenhöhe.

Die Gewerkschaft hat die Beschäftigten der Lufthansa-Kerngesellschaft zu einem 48-Stunden-Streik aufgerufen, der am Donnerstag um 00.00 Uhr beginnen soll. Gegen Mittag will Lufthansa nun einen Sonderflugplan für die Streiktage Donnerstag und Freitag veröffentlichen. Den Kunden hat das Unternehmen bereits umfangreiche und kostenfreie Umbuchungsmöglichkeiten angeboten. Für den Mittwochabend hat Lufthansa-Chef Carsten Spohr dann die Spitzen der drei konkurrierenden Kabinen-Gewerkschaften zu einem Krisengespräch gebeten. Ufo-Chefin Sylvia de la Cruz will der Einladung folgen. Gleichzeitig hat sich die Gewerkschaft aber vorbehalten, den Streik noch auf weitere Flugbetriebe des Konzerns auszudehnen.

Ufo fordert für die rund 21.000 Lufthansa-Flugbegleiter höhere Spesen und Zulagen sowie besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse. In dem gesamten Tarifkonflikt geht es aber auch um die vom Konzern aufgeworfene Frage, ob Ufo überhaupt noch Tarifverträge für das Kabinenpersonal durchsetzen kann. Für die anderen Flugbetriebe gibt es jeweils separate Forderungen.

Ufo fürchtet insbesondere, dass der Konzern Kabinen-Tarifverträge mit der Konkurrenzgewerkschaft Verdi abschließt. Die DGB-Gewerkschaft hat Lufthansa zu Gesprächen aufgefordert, konnte aber in der Vergangenheit nicht die Mehrheit der Beschäftigten bei der Kerngesellschaft hinter sich versammeln.

Im Durchschnitt bietet die Lufthansa Group nach eigenen Angaben täglich 1540 Verbindungen an. Davon entfallen 580 Abflüge auf Deutschland und wiederum 380 auf die Kernmarke Lufthansa. Exakte Zahlen für die geplanten Streiktage wurden bislang nicht genannt.



In der Auseinandersetzung hat Ufo bereits am 20. Oktober einen 19-stündigen Warnstreik bei den vier Lufthansa-Tochtergesellschaften veranstaltet und dabei mehr als 100 Flüge ausfallen lassen. Auch damals war zunächst mit einem Streik bei der Lufthansa-Mutter gedroht worden, der dann kurzfristig abgesagt wurde. Der letzte reguläre Ufo-Streik bei der Lufthansa-Kerngesellschaft datiert aus dem Jahr 2015.

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