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Fluggesellschaft Streiks reißen Air France-KLM tiefer in die roten Zahlen

Die Streiks bei Air France-KLM gehen weiter. Quelle: REUTERS

Seit Wochen streiken bei Air France-KLM die Mitarbeiter für höhere Gehälter. Auch deshalb schreibt die Fluggesellschaft im ersten Quartal einen hohen operativen Verlust.

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Die anhaltenden Streiks von Piloten und anderen Mitarbeitern zehren bei der Fluggesellschaft Air France-KLM deutlich am Gewinn. Im ersten Quartal hätten die Ausstände bereits 75 Millionen Euro gekostet, teilte der französisch-niederländische Konzern am Freitag in Paris mit. Im Gesamtjahr dürften die Streiks in Frankreich den operativen Gewinn um mindestens 300 Millionen Euro drücken. Von Januar bis März verbuchte Air France-KLM einen operativen Verlust von 118 Millionen Euro nach einem Minus von 33 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Auch am Freitag streikten Beschäftigte bei Air France wieder für höhere Gehälter, die Airline strich rund ein Viertel ihrer Verbindungen. Es war bereits der 13. Streiktag seit Ende Februar - die Schwester-Airline KLM ist davon nicht betroffen. Am Freitagabend sollte das Ergebnis einer Mitarbeiterabstimmung über den jüngsten Vorschlag des Managements veröffentlicht werden, mit der das Unternehmen Bewegung in den festgefahrenen Tarifkonflikt bringen will. Konzernchef Jean-Marc Janaillac hat für den Fall einer Abstimmungsniederlage seinen Rücktritt angedroht.

Die französischen Gewerkschaften fordern für die Air-France-Beschäftigten eine sofortige Gehaltserhöhung um 5,1 Prozent, nachdem der Konzern seinen Gewinn 2017 kräftig gesteigert hatte. Das Unternehmen bietet 7 Prozent gestreckt über vier Jahre an.

Finanzchef Frederic Gagey sprach am Freitag dennoch von einem wirtschaftlich guten Start ins Jahr. Es sei bedauerlich, dass Air France-KLM von der starken Nachfrage nach Flugtickets nicht profitiere. So haben die Durchschnittserlöse - ein Maß für die Ticketpreise - währungsbereinigt um 1,2 Prozent angezogen. Die Zahl der Fluggäste wuchs um 5,2 Prozent auf 22 Millionen.

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