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Geplante Megafusion Grünes Licht für erneutes Vonovia-Angebot an Deutsche Wohnen

Der Wohnkonzern Vonovia hat einen Schritt nach vorne bei seinem erneuten Übernahmeversuch der Deutsche Wohnen gemacht. Quelle: dpa

Die Finanzaufsicht BaFin hat ihr Einverständnis für das neue Übernahmeangebot des Wohnkonzerns Vonovia an den Konkurrenten Deutsche Wohnen gegeben. Doch damit ist der Poker noch lange nicht beendet.

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Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia hat grünes Licht von der Finanzaufsicht Bafin für ein erneutes Angebot zur Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen erhalten. Die Bafin habe die erforderliche Befreiung von der einjährigen Sperrfrist erteilt, teilte Vonovia am Donnerstag mit.

Vonovia war im Juli mit seinem vorherigen Angebot an der Mindestannahmeschwelle für die Übernahme von 50 Prozent gescheitert. Darauf hin hatte der Konzern angekündigt, einen weiteren Anlauf, den inzwischen dritten, zu unternehmen. Vonovia will dazu den Übernahmepreis um einen Euro auf 53 Euro je Aktie aufstocken.

Das Übernahmeangebot wird von Vorstand und Aufsichtsrat der Deutsche Wohnen unterstützt. Vonovia mit Sitz in Bochum besitzt Stand Ende März knapp 415.000 Wohnungen, davon gut 354.000 in Deutschland. Die Deutsche Wohnen ist der größte Privatvermieter in Berlin: Rund 114.000 der insgesamt mehr als 155.000 Wohnungen stehen im Großraum der Hauptstadt.

Vonovia erwartet den Vollzug der Transaktion für Ende September oder Anfang Oktober. Beim kürzlichen Übernahmeversuch hatte Vonovia sich nur 47,6 Prozent der Aktien sichern können. Seitdem hat der Konzern seinen Anteil am Konkurrenten auf knapp 30 Prozent aufgestockt. Vonovia-Chef Rolf Buch ist deshalb zuversichtlich, diesmal Erfolg zu haben. „Die Latte liegt deutlich niedriger“, hatte er gesagt.
Es bleibt dennoch spannend im Poker um die Megafusion zwischen den Immobilienkonzernen. „Das neue Angebot spiegelt noch immer nicht den Wert der Deutsche Wohnen wider“, sagte Fondsmanager Michael Muders von der Union Investment, die nach eigenen Angaben rund 2,5 Prozent an dem Unternehmen hält, in einem Interview mit Bloomberg. Er deutete an, dass er einen Kaufpreis von um die 60 Euro je Aktie für gerechtfertigt halten würde und gab an, sich „alle Optionen offen halten“ zu wollen.

Mehr zum Thema: Die geplatzte Fusion von Deutschlands größten Mietkonzernen ist eine Blamage. Insider werfen Vonovia haarsträubende Fehler vor – und bei Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn steht nun das Geschäftsmodell infrage.

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