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Konflikt zwischen EVG und GDL Der Deutschen Bahn droht die Spaltung der Belegschaft

Hintergrund der Spannungen ist der erbitterte Kampf zwischen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) um die Vorherrschaft in den rund 330 Bahnbetrieben. Quelle: dpa

Der Ton bei der Deutschen Bahn ist „rauer geworden“: Interne Dokumente zeigen, dass der Machtkampf zwischen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer heftiger wird.

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Mitten in der Coronakrise droht der Deutschen Bahn eine Spaltung der Belegschaft. Personalchef Martin Seiler mahnte in einer Mitarbeiter-Mail Ende Dezember gegenseitigen Respekt zur „Wahrung des Betriebsfrieden“ an. Der Ton an manchen Stellen sei „rauer geworden“ in einer Situation, in der sich der gewerkschaftspolitische Konflikt in den Betrieben „weiter zuspitzt“, heißt es in dem Schreiben, das der WirtschaftsWoche vorliegt.

„Spaltungsdiskussionen sind schädlich.“ Hintergrund ist der erbitterte Kampf zwischen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) um die Vorherrschaft in den rund 330 Bahnbetrieben. Bislang sicherte ein Tarifvertrag die Koexistenz, auch wenn Regelungen etwa zu Lohn und Arbeitszeiten unterschiedlich waren. Seit 1. Januar 2021 gilt nun das Tarifeinheitsgesetz. Im Konfliktfall zählt nur ein Tarifvertrag – und zwar von der Gewerkschaft, die die meisten Mitglieder im betroffenen Betrieb vertritt. Die GDL sieht darin einen Angriff auf die Existenz der Gewerkschaft.



Sie warnt in internen Aushängen vor einer „Bedrohungslage“. Die GDL, die Lokführer, Schaffner und Bordbistromitarbeiter vertritt, werde sich nun für weitere Berufsgruppen jenseits der Stammklientel im Bahnverkehr öffnen und um neue Mitglieder werben – auch um solche, die „mit der angeblichen Interessenvertretung der EVG unzufrieden waren“. Die GDL wolle so betriebliche Mehrheiten „festigen“, „herstellen“ oder „ausbauen“. Die GDL-Mitgliedschaft gebe es „zum Mindestbeitrag von sieben Euro monatlich“ – bis zu 60 Prozent günstiger als bislang.

Mehr zum Thema: Pendler- und Touristenströme an Bahnhöfen bringen das System der Bahn ins Wanken. Sind zwei Minuten Umsteigezeit zu wenig?

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