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Nach Vorstoß des Verkehrsministers Niedrigere Steuern für Bahntickets? Jetzt zieht Flixbus nach

Exklusiv
Flixbus möchte einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz auf alle Fernverkehrstickets Quelle: dpa

Bundesverkehrsminister Scheuer sorgt für Aufsehen mit seiner Forderung, Bahntickets geringer zu besteuern. Nun zieht der Fernbusbetreiber Flixbus nach.

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In der von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ausgelösten Debatte um einen reduzierten Mehrwertsteuersatz für ICE-Tickets fordert nun auch der Plattformbetreiber FlixMobility ein Steuerprivileg. Das Münchener Unternehmen, das unter dem Namen FlixBus Fernbusfahrten anbietet, halte Scheuers Beitrag für einen sehr guten Vorschlag, "um mehr Menschen aus dem Pkw in den Öffentlichen Fernverkehr zu bewegen", sagte FlixMobility-Chef André Schwämmlein der WirtschaftsWoche. Allerdings müssten die Verkehrsträger "Fernbus und Fernzug jedoch gleichermaßen gefördert werden.“  Scheuer hatte vorgeschlagen, den Mehrwertsteuersatz für Intercity- und ICE-Tickets der Deutschen Bahn auf sieben Prozent zu reduzieren. 

Um die Bahn „noch attraktiver zu machen, brauchen wir auch im Fernverkehr der Bahn die Absenkung der Mehrwertsteuer auf Tickets von 19 auf sieben Prozent“, hatte CSU-Politiker Scheuer in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung gesagt. Dadurch könnten Bahnfahrer im Fernverkehr um bis zu 400 Millionen Euro pro Jahr entlastet werden. „Wem es mit dem Klimaschutz und dem Umstieg von Auto oder Flugzeug auf die Bahn ernst ist, der muss bei der Steuer ansetzen“, fügte der Minister hinzu.

Ein Sprecher des Fahrgastverbands Pro Bahn sagte der Deutschen Presse-Agentur zu der Idee: „Das freut uns.“ Damit erreiche Scheuer endlich einen Stand, den es in vielen anderen europäischen Ländern schon gebe. Er forderte zugleich von der Bahn, die mögliche Steuersenkung dann auch an die Kunden weiterzugeben. „Oder es muss, das wäre die andere Variante, definitiv dafür gesorgt werden, dass das in den weiteren Netzausbau gesteckt wird. Beides ist für uns Kunden eigentlich eine gute Sache.“ Günstigere Fahrpreise seien aber die Priorität.

mit Material der dpa

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