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Künstliche IntelligenzNvidia steigt für eine Milliarde Dollar bei Nokia ein

Der finnische Netzwerkspezialist Nokia ging zuletzt verstärkt ins Geschäft mit Rechenzentren. Der Einstieg des Chipriesen Nvidia belohnt den Kurs. 28.10.2025 - 20:32 Uhr
Foto: REUTERS

Der KI-Chipriese Nvidia wird mit einer Milliarden-Investition ein großer Anteilseigner beim finnischen Netzwerkspezialisten Nokia. Nokia will Technik des US-Konzerns in künftigen Mobilfunk-Basisstationen einsetzen, wie Nvidia-Chef Jensen Huang sagte.

Nvidia wiederum könnte in Zukunft auf Nokias Netzwerk-Technologien in Systemen für Rechenzentren zurückgreifen.

Der US-Konzern, der das wertvollste börsennotierte Unternehmen ist, zahlt eine Milliarde Dollar für eine Nokia-Beteiligung von 2,9 Prozent. Nokia kündigte an, mit dem Erlös solle unter anderem die Entwicklung von Netzwerktechnik für Künstliche Intelligenz beschleunigt werden. Die Nokia-Aktie sprang zeitweise zweistellig in die Höhe.

Nvidia im Mittelpunkt des KI-Booms

Der Nokia-Konzern – den Verbraucher einst vor allem als weltgrößten Handy-Anbieter kannten – fokussiert sich schon seit Jahren auf das Geschäft mit Mobilfunknetzen. Zuletzt stieg das finnische Unternehmen aber auch verstärkt ins Geschäft mit Netzwerktechnik für Rechenzentren ein.

Nvidia wurde zu einem Schlüsselunternehmen für den aktuellen KI-Boom. Wie sich herausstellte, eigneten sich Grafikchips des Unternehmens hervorragend zum Training von Software mit künstlicher Intelligenz. Neue Projekte ermunterten Anleger am Dienstag zum Einstieg bei Nvidia: Die Titel des US-Chipriesen klettern deutlich.

Für Nvidia bedeutete der Hype um ChatGPT und Co. deswegen ein Mega-Geschäft. Große KI-Entwickler wie OpenAI, Google oder der Facebook-Konzern Meta geben viele Milliarden Dollar für Nvidia-Chipsysteme aus.

Die Vereinbarungen quer durch verschiedene Branchen helfen Nvidia zugleich, die zentrale Rolle für die KI-Zukunft zu sichern. Nvidia wird nach eigenen Angaben sieben neue KI-Supercomputer für das US-Energieministerium bauen. Die Rechner sollen unter anderem bei der Wartung des US-Atomwaffenarsenals und der Forschung zu alternativen Energiequellen helfen.

dpa
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