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  4. Quartalszahlen: Amazon steigert Gewinn und Umsatz deutlich – dank Cloudgeschäft

QuartalszahlenAmazons (Cloud-)Geschäfte boomen wieder

Die „Big Five“ investieren alle in das Cloudgeschäft. Nur Amazons Dienst AWS fiel zuletzt hinter der Konkurrenz zurück. Doch jetzt überzeugt der Konzern mit deutlich gesteigerter Profitabilität für Anleger. 27.10.2023 - 07:38 Uhr

Amazons Cloud-Dienst AWS steht in ständiger Konkurrenz zu Azure von Microsoft.

Foto: imago images

Amazon kann Anleger wieder überzeugen. Das zeigt die Firma mit ihrem deutlich gesteigerten Umsatz und Gewinn. Dabei dreht es sich – wie bei den anderen Tech-Giganten – hauptsächlich um das Cloudgeschäft. Amazon beflügelt sein Ergebnis aber auch durch Anteile an einem Elektroauto-Hersteller.

So konnte Amazon Umsatz und Gewinn im vergangenen Quartal deutlich steigern. Die Erlöse wuchsen im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 143,1 Milliarden (135,5 Mrd Euro). Unterm Strich sprang der Gewinn von 2,9 Milliarden Dollar vor einem Jahr auf 9,9 Milliarden Dollar hoch.

Umkämpfter Cloud–Markt

In der Cloud–Sparte AWS stieg der Umsatz um zwölf Prozent auf 23,1 Milliarden Dollar. Das entsprach in etwa den Erwartungen der Analysten, auch wenn einige von ihnen angesichts des Booms bei Künstlicher Intelligenz mehr erwartet hatten. Zugleich steigerte AWS das operative Ergebnis deutlich von 5,4 auf 7 Milliarden Dollar. Das war mehr als am Markt erwartet. Amazon steht im Cloud–Markt im Konkurrenzkampf mit Microsoft und Google.

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Amazon–Chef Andy Jassy betonte in einer Telefonkonferenz mit Analysten die Fortschritte im AWS-Geschäft, auch wenn einige Unternehmen Geld sparen wollten. Man habe mehrere neue Kundenverträge abgeschlossen, die seit diesem Monat griffen. Der Boom bei Software mit Künstlicher Intelligenz werde auch die Nachfrage nach Cloud–Diensten beflügeln, zeigte sich Jassy überzeugt.

Anteile an Tesla–Konkurrenten beflügeln Ergebnis

Zum Gewinn trug auch ein Plus von 1,2 Milliarden Dollar bei der Bewertung von Amazons Beteiligung am Elektroauto-Hersteller Rivian bei. Der Anteil an dem Tesla-Konkurrenten, der auch tausende Elektro–Lieferwagen an Amazon liefert, hatte in den vergangenen Jahren mehrfach Quartalszahlen des Handelskonzerns mit Wertberichtigungen verhagelt. Die Amazon-Aktie legte im nachbörslichen Handel am Donnerstag um gut fünf Prozent zu.

Jassy hatte die Kosten stark gesenkt und neben der Cloud auch das Werbegeschäft ausgebaut. Amazon wolle ein starker Player bei sogenannter generativer KI werden, betonte er. Das ist ein Überbegriff für Programme wie den Chatbot ChatGPT, die Sätze auf dem Niveau eines Menschen formulieren können, sowie Software, die zum Teil täuschend echte Bilder aus Textbeschreibungen erzeugen kann. So bietet Amazon Händlern seit kurzem testweise an, Bilder ihrer Produkte in verschiedenen Umgebungen von KI–Software erstellen zu lassen. KI–Technologien könnten AWS über die Jahre Dutzende Milliarden Dollar Umsatz zusätzlichen einbringen, sagte Jassy.

Lesen Sie auch: Ist Andy Jassy mehr als ein Platzhalter für Jeff Bezos?

dpa
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