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QuartalszahlenFraport wächst deutlich – trotz höherer Abgaben

Fraport steigert seinen Umsatz in den ersten neun Monaten auf 3,4 Milliarden Euro. Die Zuwächse erwirtschaftet das Unternehmen jedoch nicht in Deutschland. 05.11.2024 - 09:19 Uhr

Obwohl die Passagierzahl in Frankfurt kaum noch zugenommen hat, konnte der Flughafenbetreiber Fraport sein Ergebnis deutlich steigern.

Foto: Arne Dedert/dpa

Der Flughafenbetreiber Fraport hat dank starker Zuwächse an seinen internationalen Beteiligungsflughäfen das Ergebnis deutlich gesteigert. Bis Ende September stieg der Umsatz gegenüber den ersten neun Monaten 2023 um zwölf Prozent auf 3,4 Milliarden Euro, wie Fraport am Dienstag mitteilte. Das Betriebsergebnis legte um 9,5 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro zu, das Konzernergebnis sogar um ein Fünftel auf 434 Millionen Euro. Während die Passagierzahl am größten deutschen Flughafen Frankfurt zuletzt kaum noch zunahm, verzeichneten die griechischen Regionalflughäfen oder der Airport im türkischen Urlaubszentrum Antalya Passagierrekorde. „Von dieser Performance profitieren wir wirtschaftlich mit einer soliden Ergebnisverbesserung in den zurückliegenden neun Monaten“, erklärte Fraport-Chef Stefan Schulte.

Einmal mehr kritisierte Schulte die hohen staatlichen Standortkosten in Deutschland als eine Ursache der langsamen Erholung von der Corona-Krise. „Fluggesellschaften bauen ihr Angebot aufgrund dieser Kostenentwicklung in anderen Märkten aus, wo sie weniger Gebühren an den Staat entrichten müssen.“ Die Bundesregierung müsse endlich handeln. Luftverkehrssteuer, Luftsicherheits- und Flugsicherungsgebühren waren stark gestiegen. Fraport selbst will ebenfalls die Entgelte für die Flughafendienste in Frankfurt erhöhen – für das kommende Jahr beantragte der Airport beim zuständigen hessischen Verkehrsministerium ein hohes einstelliges Plus nach 9,5 Prozent Anhebung 2023. Zur Begründung verweist das Unternehmen auf die weiter gestiegenen Kosten.

Gebremst wird die Erholung am größten deutschen Flughafen, der noch immer 13 Prozent unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019 liegt, auch vom geringeren Angebot des Hauptkunden Lufthansa. Die Airline hat wegen Lieferproblemen des Flugzeugbauers Boeing zu wenig Flugzeuge. Der Winterflugplan in Frankfurt werde kaum zulegen, erklärte Fraport.

Im saisonal stärksten dritten Quartal von Juli bis September legte das Betriebsergebnis nur um 1,2 Prozent zu. Grund war ein hoher Vergleichswert im Vorjahreszeitraum, als Kompensationen das Ergebnis getrieben hatten. Fraport bekräftigte den Jahresausblick eines operativen Gewinns von rund 1,3 Milliarden Euro und eines Konzern-Ergebnisses um 490 Millionen Euro.

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rtr
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