Statistisches Bundesamt: Flüge von deutschen Flughäfen sind günstiger geworden
Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes haben sich die Flugpreise auf innerdeutschen Verbindungen trotz Schwankungen seit 2010 unter dem Strich kaum verändert.
Foto: dpaNach den Preiserhöhungen im Herbst und Winter können Reisende von deutschen Flughäfen inzwischen wieder billiger abheben. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes waren Verbindungen im Juni innerhalb Deutschlands im Vergleich zum Vorjahresmonat im Schnitt um 4,3 Prozent günstiger. Auf Flügen in Europa kosteten Hin- und Rückflug 2,5 Prozent und auf Interkontinentalstrecken 5,3 Prozent weniger. Billiger wurde es vor allem in der Economy Class.
Im Einzelfall kann ein Ticket allerdings mehr kosten als im Vorjahr. „Auf Strecken, wo eine Fluggesellschaft ein Monopol hat, wird weiter an der Preisschraube gedreht“, sagte Felix Methmann vom Verbraucherzentrale Bundesverband.
Die Wiesbadener Behörde wertet Linienflüge auf rund 120 Strecken aus, die von deutschen Flughäfen abgehen. Pauschalreiseflüge werden nicht erfasst. Nach den Daten der Statistiker waren vor allem die Inlandsverbindungen nach dem Aus von Air Berlin im vergangenen Herbst gegenüber dem Vorjahr teurer geworden. Erste Rückgänge gab es auf Jahressicht in diesem Frühjahr.
Zu ähnlichen Ergebnissen war auch das Bundeskartellamt gekommen, das gut 56.000 Einzeltickets ausgewertet hatte. Danach kosteten die Lufthansa-Flugscheine auf innerdeutschen Flügen im Herbst 2017 im Schnitt 25 bis 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ein Teil der Preiserhöhung sei auf den starken Rückgang des Platzangebotes nach der Air Berlin-Pleite zurückzuführen, erklärten die Wettbewerbshüter jüngst. Das hätte auch bei einer intakten Konkurrenzsituation zu steigenden Preisen geführt. Nachdem Easyjet Teile von Air Berlin übernommen hatte, seien die Preise auf den entsprechenden Strecken wieder umgehend gefallen. Die Lufthansa wies darauf hin, dass die Kapazitätslücke im innerdeutschen Luftverkehr inzwischen geschlossen sei. Der harte Wettbewerb führe zu sinkenden Preisen, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Die Lufthansa-Tochter Eurowings habe an dem Anstieg der Kapazitäten maßgeblichen Anteil, ebenfalls ausländische Airlines wie Easyjet.
Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist das Flugangebot bei Linien- und Pauschalflügen insgesamt gemessen an den Starts im Vergleich zum Vorjahresmonat zuletzt gestiegen. Im Juni lag das Plus bei 4,0 Prozent.
Nach den Daten der Wiesbadener Behörde haben sich die Flugpreise auf innerdeutschen Verbindungen trotz Schwankungen seit 2010 unter dem Strich kaum verändert. Das zeige, wie stark der Wettbewerb sei, erklärten die Statistiker. Ausgewertet wird der Gesamtpreis, einschließlich Zuschlägen, beispielsweise Flughafengebühren.
Mit dem Flieger in den Urlaub oder zum nächsten Geschäftstermin, das ist keine Besonderheit mehr. Doch seitdem sich das erste Linienflugzeug in die Lüfte erhob, hat sich einiges in der Flugbranche verändert – einiges auch zum Schlechten. Insgesamt liegt die Kundenzufriedenheit der Fluggäste laut dem Kundenmonitor Deutschland bei 2,20. Von sieben Fluggesellschaften erreichten nur zwei eine überdurchschnittliche Benotung.
Foto: dpaPlatz 7: Ryanair
Da wird Ryanair-Chef Michael O'Leary Angst und Bange. Die Befragung von 2707 Menschen ergab, dass die irische Airline mit Abstand die unzufriedensten Kunden hat. Die Note: 2,62. Zwar spielt der Preis für Fluggäste eine wichtige Rolle, allerdings sollte auch die Leistung stimmen – und die stimmt bei der irischen Airline nun mal nicht. Besonders ärgerlich: Die Platzverhältnisse. Doch damit ist Ryanair nicht allein.
Foto: dpaPlatz 6: Tuifly
Bei vielen anderen Airlines haben die Fluggäste eher das Gefühl, in einer Legebatterie gefangen zu sein als auf einem komfortablen Linienflug. Deswegen wurde auch Tuifly von den Befragten mit einer 2,41 abgestraft. Die Qualität der Fluggesellschaften leidet vor allem unter der Massenabfertigung der Fluggäste und dem oftmals zu knapp kalkulierten Personal. Viele Fluggäste ärgern sich auch über die Verpflegung an Bord.
Foto: dpaPlatz 5: Germanwings
Die Umfrage ergab außerdem, dass Fluggäste, die ihr Ticket im Reisebüro gebucht haben, im Schnitt zufriedener waren. Das liegt vermutlich daran, dass Reisebüros die Fluggäste über die zu erwartende Qualität aufgeklärt haben. Diese Aufklärung hat Germanwings jedoch nicht helfen können. Mit einer Note von 2,26 liegt die Kundenzufriedenheit bei der Billig-Tochter der Lufthansa unter dem Durchschnitt.
Foto: dpaPlatz 4: Condor
Condor schrammt mit 2,21 nur knapp an der Durchschnittsnote vorbei. Ins Gewicht fällt auch die Freundlichkeit des Boden- und Bordpersonals. Hier können viele Airline punkten. Insgesamt wurde die Freundlichkeit der Flugbegleiter mit einer 2,01 und die des Bodenpersonals mit 2,09 bewertet.
Foto: APPlatz 3: Air Berlin
Wirtschaftlich geht es Air Berlin alles andere als gut. Worauf die Airline bauen kann, ist die Kundenzufriedenheit. In der Umfrage von Kundenmonitor Deutschland haben die Befragten die Fluggesellschaft mit 2,20 bewertet.
Foto: dpaPlatz 2: Turkish Airlines
Die türkische Fluglinie rühmt sich in der Fernsehwerbung damit, an so viele Orte zu fliegen wie keine andere Airline. Das zahlt sich aus. Die Befragten gaben insgesamt an, mit dem Unternehmen zufrieden zu sein. Sie benoteten Turkish Airlines mit einer 2,18.
Foto: REUTERSPlatz 1: Lufthansa
Mit ihren Piloten hat die Lufthansa eine Menge Ärger. Dennoch scheinen Lufthansa-Kunden der Airline die Treue zu halten. Die Lufthansa hat mit großem Abstand die zufriedensten Kunden. Sie bewerten das Gesamtpaket der Airline mit einer 1,88. Den ersten Platz aber hätte eigentlich eine andere Fluggesellschaft belegt.
Foto: REUTERSEmirates ohne Platzierung
Wegen zu weniger abgegebener Bewertungen konnte die Kundenzufriedenheit von Emirates nicht bewertet werden. Gefordert waren 100 Meinungen, Emirates kam nur auf 91. Die 91 aber, die sich zu der Qualität der Airline äußerten, hatten nur sehr wenig auszusetzen.
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