Wenig Wind, dafür Trump: Windparkentwickler Orsted senkt Ergebnisprognose
Der dänische Windkraftanlagenhersteller Orsted hat seine Prognose für das Betriebsergebnis in diesem Jahr gesenkt. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ohne Berücksichtigung neuer Partnerschaften und Stornogebühren werde 2025 nun zwischen 24 und 27 Milliarden dänischen Kronen (3,2 bis 3,6 Milliarden Euro) erwartet, teilte das Unternehmen am Freitag im Vorfeld einer wichtigen Aktionärsabstimmung mit.
Bislang hatte der Vorstand eine Spanne von 25 bis 28 Milliarden Kronen anvisiert. Die Aktien des Konzerns fielen an der Börse Kopenhagen um 1,8 Prozent.
Als Grund für die Anpassung nannte Orsted die geringer als üblich ausgefallenen Windgeschwindigkeiten im gesamten Offshore-Portfolio. Zudem belaste eine Verzögerung beim Windparkprojekt Greater Changhua 2b in Taiwan das Ergebnis, wo ein Kabel beschädigt worden sei. Orsted kämpft derzeit mit branchenweiten Problemen.
Erst am Donnerstag hatte der Konzern die Regierung von US-Präsident Donald Trump wegen des Baustopps für sein Windpark-Projekt Revolution Wind vor Rhode Island verklagt. Die Aktionäre sollen noch am Freitag über die Ausgabe neuer Aktien im Wert von acht Milliarden Euro entscheiden.
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